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Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer: seine erste PK, Aussagen & Pläne

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026
Aktueller Stand · 24. Juli 2026 Jürgen Klopp ist offiziell neuer Bundestrainer. Der DFB stellte ihn am 24. Juli 2026 in Frankfurt vor; Klopp unterschrieb einen Vertrag bis zur WM 2030 und folgt auf den nach dem WM-Aus zurückgetretenen Julian Nagelsmann. Schon bei seiner ersten Pressekonferenz sorgte er für Schlagzeilen – mit einer deutlichen Ansage an die Medien: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg."
Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer: Nach dem enttäuschenden WM-Aus 2026 und dem Rücktritt von Julian Nagelsmann hat der DFB seinen Wunschkandidaten verpflichtet und am 24. Juli 2026 offiziell vorgestellt. Schon die erste Pressekonferenz hatte es in sich – Klopp nahm die Medien in die Pflicht und stellte klare Bedingungen zum Schutz seiner Familie. Auf dieser Seite bekommst Du die wichtigsten Aussagen der PK, die Eckdaten zu Vertrag und Trainerteam, seine Ziele sowie die Chronologie, wie es zu diesem Wechsel kam.

Was ist passiert? Vom WM-Aus zu Klopp

Deutschland war bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits im Sechzehntelfinale gescheitert – gegen Paraguay setzte es nach einem 1:1 ein 3:4 im Elfmeterschießen. Wenige Tage später trat Julian Nagelsmann als Bundestrainer zurück. Der DFB machte umgehend Jürgen Klopp zum Wunschkandidaten und zog den Deal in gut zwei Wochen durch: Am 24. Juli 2026 wurde der 59-Jährige auf dem Verbandscampus in Frankfurt offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt.

Die Freigabe durch seinen bisherigen Arbeitgeber Red Bull kam auf ungewöhnlichem Weg zustande: Statt einer klassischen Ablöse zahlte der DFB Berichten zufolge eine Spende von rund einer Million Euro an eine Stiftung von Red Bull, um Klopp aus seinem laufenden Vertrag zu lösen. So blieben die Zusatzkosten über die Nagelsmann-Abfindung hinaus gering.

Klopps erste PK: die klare Ansage an die Medien

Für die größten Schlagzeilen sorgte Klopp nicht mit Taktik, sondern mit einer unmissverständlichen Botschaft an die Öffentlichkeit. Der neue Bundestrainer machte deutlich, dass er sachliche, sportliche Kritik annimmt – bei Angriffen auf seine Familie oder einer Medien-Kampagne aber sofort Konsequenzen zieht:
„Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg."Jürgen Klopp bei seiner Vorstellung als Bundestrainer, 24. Juli 2026
Auch eine drohende Kampagne der Berichterstattung ließ er nicht unerwähnt – wobei er betonte, dass es ihm nicht um einzelne kritische Stimmen, sondern um eine geschlossene Front gegen ihn oder sein Umfeld gehe:
„Wenn ihr morgen sagt, der ist scheiße, bin ich weg."Jürgen Klopp über den Umgang der Medien mit der Nationalmannschaft
Gleichzeitig stellte Klopp klar, dass seine deutliche Haltung kein Kampf gegen die Presse sein soll, sondern ein Appell für einen konstruktiveren Umgang mit der Nationalmannschaft. „Ich mache das nicht gegen euch, sondern für euch", sagte er und ergänzte: „Ich fühle mich allen Fußballfans verpflichtet." Sportliche Kritik, wenn etwas nicht funktioniere, nehme er ausdrücklich an und wolle daran arbeiten.

In Richtung Mannschaft schlug Klopp den erwartet mitreißenden Ton an und rief einen kompletten Neuanfang aus: „Meine Tür ist offen. Niemand wird abgeschrieben. Heute ist Neustart." Wer sich anbieten wolle, müsse vor allem eines mitbringen: „Spielen wird, wer sehr gut ist, Riesenbock hat und noch besser wird" – und: „Wer Gas gibt, ist bei mir immer willkommen."

Vertrag, Trainerteam & Ziele

Klopp unterschrieb einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030. Damit stehen die Europameisterschaft 2028 und die WM 2030 als seine großen Turniere fest – Zeit genug, um die Nationalmannschaft nach dem enttäuschenden WM-Aus neu aufzubauen. Sportdirektor Rudi Völler bleibt im Amt, DFB-Präsident Bernd Neuendorf stellte den neuen Coach gemeinsam mit ihm vor.

Sein Trainerteam bringt Klopp zu großen Teilen aus alten Erfolgstagen mit: Als Co-Trainer fungieren Pepin Lijnders und sein langjähriger Weggefährte Peter Krawietz, ergänzt um den früheren Nationalspieler Sven Bender als Assistenten. Auch sein Berater Marc Kosicke soll in strategischer Funktion eine Rolle im Stab spielen.

Das erste Ausrufezeichen soll früh folgen: Bereits am 24. September 2026 steht das nächste Länderspiel an – auswärts in Amsterdam gegen die Niederlande. Bis dahin hat Klopp Zeit, seinen Stab final aufzustellen und einen ersten Kader zu nominieren.

Die weiteren Kandidaten – die es nicht wurden

Bevor die Entscheidung für Klopp fiel, hatte der DFB auch andere Trainer auf dem Zettel. Die folgende Übersicht zeigt die zuvor gehandelten Alternativen und warum sie am Ende das Nachsehen hatten:
KandidatSituationWarum es nicht klappte
Pep GuardiolaZuletzt Manchester CityGalt als Wunschlösung mancher, ein Engagement kam aber nicht zustande
Ralf RangnickTeamchef Österreich (Vertrag bis 2028)Unter Vertrag beim ÖFB, Ablöse und Freigabe als Hürde
Oliver GlasnerTrainer Crystal PalaceIn England gebunden, nur Alternativkandidat
Christian StreichTV-Experte (zuvor SC Freiburg)Sympathieträger, aber nie ernsthaft im Rennen
Antonio di SalvoTrainer der deutschen U21Interne Lösung, gegen einen Weltklasse-Namen chancenlos

Nagelsmanns Amtszeit: vom Hoffnungsträger zum WM-Aus

Julian Nagelsmann übernahm das Amt am 22. September 2023 als Nachfolger von Hansi Flick und war damit einer der jüngsten Bundestrainer der Geschichte. Sein Weg verlief zunächst vielversprechend, endete bei der WM 2026 aber in der Enttäuschung. Die wichtigsten Stationen:
ZeitpunktEreignis
22.09.2023Ernennung zum Bundestrainer als Flick-Nachfolger
Sommer 2024Heim-EM: starkes Turnier, Viertelfinal-Aus gegen Spanien nach Verlängerung
Juni 2026WM-Gruppenphase mit durchwachsener Leistung (u. a. Niederlage gegen Ecuador)
29.06.2026WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (1:1, 3:4 i. E.)
Anfang Juli 2026Rücktritt Nagelsmanns mit sofortiger Wirkung
Mitte Juli 2026DFB einigt sich mit Klopp und Red Bull
24.07.2026Jürgen Klopp offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt (Vertrag bis 2030)

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Häufige Fragen zu Bundestrainer Jürgen Klopp

Neuer Bundestrainer ist Jürgen Klopp. Der DFB stellte ihn am 24. Juli 2026 offiziell als Nachfolger des zurückgetretenen Julian Nagelsmann vor. Klopp unterschrieb einen Vertrag bis zur WM 2030.

Nagelsmann trat wenige Tage nach dem enttäuschenden WM-Aus 2026 zurück. Deutschland scheiterte bereits im Sechzehntelfinale mit 3:4 im Elfmeterschießen an Paraguay. Nach diesem frühen Ausscheiden legte er sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder.

Klopp nahm vor allem die Medien in die Pflicht. Wörtlich sagte er: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg." Sachliche, sportliche Kritik nehme er dagegen an – gegen Angriffe auf seine Familie oder eine Medien-Kampagne stellte er sich aber klar. Zudem betonte er: „Ich mache das nicht gegen euch, sondern für euch."

Klopp hat bis zur WM 2030 unterschrieben, mit der EM 2028 als erstem großen Turnier. Zu seinem Stab zählen die Co-Trainer Pepin Lijnders und Peter Krawietz sowie Sven Bender als Assistent; Rudi Völler bleibt Sportdirektor.

Das erste Länderspiel unter Jürgen Klopp findet am 24. September 2026 in Amsterdam gegen die Niederlande statt. Bis dahin nominiert der neue Bundestrainer seinen ersten Kader.
19.07.2026