Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 18.08.2026 · Quoten können sich ändern
Pokal-Fight zum Auftakt: In der 1. Runde des DFB-Pokals empfängt Drittligist Preußen Münster den Zweitligisten Karlsruher SC im ausverkauften Preußenstadion. Beide haben im Sommer massiv umgebaut, beide starteten mit vier Punkten ungeschlagen in ihre Ligen – ein Duell, das enger ist, als es die Klassen vermuten lassen.
Spannend ist die Torgefahr: Münster hat mit Neuzugang Montell Ndikom (drei Tore) einen fliegenden Angreifer, während beim KSC bislang fast alle Treffer von Moritz Broschinski kamen – der ausgerechnet jetzt fraglich ist. Der Münster–KSC-Tipp lautet Doppelte Chance 1X zur Quote 1,55, die Ergebnis-Prognose nach 90 Minuten 1:1.
Weitere Analysen findest du in der Rubrik 2. Bundesliga Tipps und in unserer 3.-Liga-Tabelle.
Beide starteten mit vier Punkten ungeschlagen – nur in unterschiedlichen Ligen. Der KSC ist eine Klasse höher und Favorit, Münster hat im Pokal-K.o. Heimrecht, Kulisse und mit Ndikom einen treffsicheren Angreifer.
Prognose (90 Min.) 1:1 · zur Begründung ↓
Quote 1,55 jetzt sichernQuoten-Stand: 18.08.2026 · können sich ändern · 18+
Gespielt wird am Freitagabend im ausverkauften Preußenstadion in Münster (14.300 Plätze). Übertragen wird im Pay-TV bei Sky – das Einzelspiel auf Sky Sport 04, dazu die Pokal-Konferenz auf Sky Sport Mix – sowie im Stream über WOW und Laola1. Kein Free-TV. Auf den Bänken stehen sich Thomas Wörle (Münster) und der erst 37-jährige Maximilian Senft (Karlsruhe) gegenüber, der bei seinem ersten Pflichtspiel-Auswärtsauftritt im deutschen Profifußball unter Beobachtung steht. Der Markt sieht den KSC vorn – aber nur knapp.
Traumstart in Liga 3: Beim 3:1 in Wiesbaden drehte der eingewechselte Montell Ndikom mit einem Doppelpack (27., 78./Elfmeter) das Spiel, Marvin Schulz Jr. machte den Deckel drauf. Beim 1:1 gegen Ingolstadt traf Ryan Johansson früh (25.), danach fehlte die Effizienz für den Heimsieg.
Take-away: treffsicher, ungeschlagen und mit einem fliegenden Ndikom – zuhause im Pokal eine unangenehme Aufgabe für jeden Favoriten.
Neuzugang Moritz Broschinski (von Basel) schoss den KSC mit einem Doppelpack (35., 78.) zum 2:1 gegen Bielefeld – auffällig: die Badener siegten trotz nur ausgeglichener Chancen. In Kaiserslautern reichte es ohne echte Torgefahr nur zu einem 0:0.
Take-away: defensiv stabil und Favorit – die Offensive hängt aber auffällig stark an Broschinski.
Einordnung: Münster ist in Liga 3 voll da – zwei Pflichtspiele ungeschlagen und treffsicher. Der KSC überstand ein hartes Testprogramm (0:3 Hoffenheim, 1:2 Inter) und startete defensiv stabil, blieb ohne Broschinskis Tore zuletzt aber blass (0:0). Der Klassenunterschied ist auf dem Rasen kleiner, als es die Liga vermuten lässt.
| # | Team | Tore | Pkt |
|---|---|---|---|
| 1 | MSV Duisburg | 7:2 | 6 |
| 2 | 1. FC Saarbrücken | 6:2 | 6 |
| 3 | Würzburger Kickers | 6:2 | 4 |
| 4 | Alemannia Aachen | 5:2 | 4 |
| 5 | Preußen Münster | 4:2 | 4 |
| 6 | Hansa Rostock | 6:5 | 4 |
| # | Team | Tore | Pkt |
|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Nürnberg | 7:2 | 6 |
| 2 | Hertha BSC | 5:1 | 6 |
| 3 | Karlsruher SC | 2:1 | 4 |
| 4 | VfL Wolfsburg | 1:0 | 4 |
| 5 | Eintracht Braunschweig | 6:2 | 3 |
| 6 | Arminia Bielefeld | 4:2 | 3 |
Beide auf Platz 3 bzw. 5 mit je vier Punkten – im Pokal zählt die Tagesform aber mehr als die Liga. Alle Tabellen in unserer 2.-Bundesliga-Tabelle.
Umbruch: Nach dem Zweitliga-Abstieg baute Münster stark um – u. a. kamen Ndikom (Hannover), Johansson, Higl, Makridis, Kolbe, Zeller und Dietrich. Angreifer Joshua Mees fiel in Wiesbaden früh verletzt aus.
Umbruch: Neu-Trainer Senft (ersetzt Eichner) ließ zwölf Spieler gehen – u. a. Rapp (Dresden), Herold (Gladbach), Schleusener, Burnic und Förster. Dafür kamen Broschinski, Ofli, Eichinger, Bergh, Civeja und Fukuda: viel Umbruch, wenig Eingespieltheit.
Wörle variiert zwischen Dreierkette (Wiesbaden) und 4-4-2 (Ingolstadt). Münster lebt von Intensität, Tempo und der Wucht des ausverkauften Preußenstadions; über die Achse Preißinger/Johansson und den quirligen Ndikom kommt die Torgefahr.
Schlüssel: Heimkulisse nutzen, den umgebauten KSC früh pressen und Ndikom in die Tiefe schicken – ein Standard oder Konter kann das Stadion tragen.
Senft lässt im 4-2-2-2 mit aggressivem Pressing und frühen Ballgewinnen spielen. Die individuelle Qualität ist höher, das Zentrum um Wanitzek stark – doch die Elf ist frisch zusammengestellt und hing offensiv zuletzt an Broschinski.
Schlüssel: Münsters Anfangsdruck überstehen, Wanitzek Räume verschaffen und – gerade falls Broschinski fehlt – einen zweiten Torweg finden.
| Datum | Wettb. | Begegnung | Erg. |
|---|---|---|---|
| 17.01.2026 | 2. BL | Münster – Karlsruhe | 0:2 |
| 02.08.2025 | 2. BL | Karlsruhe – Münster | 3:2 |
| 13.04.2025 | 2. BL | Münster – Karlsruhe | 1:1 |
| 10.11.2024 | 2. BL | Karlsruhe – Münster | 1:1 |
| 11.05.2019 | 3. Liga | Münster – Karlsruhe | 1:4 |
Die jüngere Bilanz spricht klar für Karlsruhe: In den letzten fünf Duellen blieb der KSC ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis). Allerdings fanden diese Spiele auf Augenhöhe in Liga zwei statt – jetzt ist Münster Drittligist mit Heimrecht und Euphorie, während der KSC eine komplett neu formierte Elf stellt. Die alte Statistik ist damit nur bedingt aussagekräftig.
Die voraussichtlichen Aufstellungen beider Teams reichen wir kurz vor Anpfiff nach, sobald sich die Startelf-Tendenzen abzeichnen. Wichtig für den Pokal: Gelbe Karten aus der Liga werden hier nicht übertragen – im DFB-Pokal greifen nur wettbewerbseigene Sperren.
Personallage: Beim KSC ist vor allem Toptorjäger Moritz Broschinski nach leichter Blessur fraglich, auch Lilian Egloff trainierte zuletzt individuell; Shio Fukuda ist nach muskulären Problemen zurück. Bei Preußen Münster fehlt Angreifer Joshua Mees (Verletzung im Auftaktspiel), ansonsten sind keine nennenswerten Ausfälle gemeldet. Der Schiedsrichter war zuletzt noch nicht offiziell benannt.
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Die Zahlen stützen die Wette: Beide KSC-Tore der Saison gehen auf Broschinskis Konto – ist er raus oder nicht fit, blieb der KSC zuletzt (0:0 in Kaiserslautern) ohne Ertrag. Schon der 2:1-Sieg gegen Bielefeld war kein Statement, sondern kam bei ausgeglichenen Großchancen zustande. Münster dagegen ist ungeschlagen, trifft dank Ndikom regelmäßig und ist zuhause im Pokal eine Macht. Das riecht nach einem engen Fight – unsere Prognose nach 90 Minuten lautet 1:1. Weiterkommen-Hinweis: Bei einem Remis nach 90 Minuten geht es in die Verlängerung und ggf. ins Elfmeterschießen – dort ist der KSC dank Kaderbreite und Zweitliga-Klasse favorisiert, eine Runde weiterzukommen. Unser Tipp bezieht sich aber ausdrücklich auf die regulären 90 Minuten.
Quote: 1,55 · Prognose (90 Min.): 1:1 · Risiko: mittel
Wer es größer mag: Der Tipp lässt sich in einer Kombiwette aufwerten. Mehr im Doppelte-Chance-Lexikon.
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Für Münster ist das Heimspiel die große Chance auf einen Pokal-Coup vor eigenem Publikum – ein Weiterkommen wäre der Lohn für den starken Saisonstart und würde die nächste Runde samt attraktivem Los und Zusatzeinnahmen bringen. Der KSC will als Favorit seiner Rolle gerecht werden und die Pflichtaufgabe lösen, um mit Rückenwind in den Aufstiegskampf der 2. Liga zu gehen – auch, um die Handschrift von Neu-Trainer Senft früh zu festigen.