Dutching beim Sportwetten: Strategie, Rechenbeispiel & Rechner-Prinzip
Zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2026
Dutching ist eine Wettstrategie, bei der Du Deinen Einsatz so auf mehrere mögliche Ausgänge eines Spiels verteilst, dass Dein Gewinn identisch ist – egal welcher der abgedeckten Ausgänge eintritt. Statt alles auf einen Tipp zu setzen, deckst Du zum Beispiel Heimsieg und Unentschieden gleichzeitig ab, aber mit unterschiedlich hohen Einsätzen. Das Ergebnis: ein planbarer, gleichbleibender Gewinn bei reduziertem Risiko. Dutching wird deshalb oft als „manuelle Doppelte Chance" bezeichnet – bietet aber mehr Flexibilität und häufig einen höheren Gewinn.
Was ist Dutching beim Sportwetten?
Dutching ist ein mathematisches Einsatzsystem: Du setzt auf mehrere Ausgänge desselben Ereignisses und verteilst Deinen Gesamteinsatz so auf die einzelnen Tipps, dass Du bei jedem abgedeckten Ergebnis exakt denselben Gewinn erzielst. Der Schlüssel liegt in der Einsatzverteilung – auf den Ausgang mit der niedrigen Quote setzt Du einen höheren Betrag, auf den mit der hohen Quote einen niedrigeren.
Damit ähnelt Dutching auf den ersten Blick der Doppelten Chance – mit einem entscheidenden Unterschied: Bei der Doppelten Chance legt der Buchmacher die Quote fest, bei Dutching bestimmst Du selbst, welche Ausgänge Du kombinierst und wie Du die Einsätze verteilst. Das gibt Dir mehr Kontrolle und – bei guter Quotenwahl – oft einen höheren Gewinn.
Woher kommt der Begriff Dutching?
Der Name geht auf Arthur Flegenheimer zurück – besser bekannt unter seinem Spitznamen „Dutch Schultz", einen New Yorker Gangster der 1920er-Jahre. Er soll ein System entwickelt haben, um seine Einsätze bei Pferderennen so auf mehrere Pferde zu verteilen, dass er unabhängig vom Ausgang profitierte. Nach ihm ist die Methode als „Dutching" benannt. Bis heute ist die Strategie im englischen Sprachraum noch bekannter als in Deutschland – gewinnt aber auch hierzulande zunehmend an Beliebtheit.
So funktioniert Dutching
Die Grundidee ist einfach, die Umsetzung erfordert etwas Rechnen. Der benötigte Einsatz pro Ausgang berechnet sich so:
Einsatz pro Tipp = (Gesamteinsatz ÷ Quote des Tipps) ÷ Summe aller Kehrwerte der Quoten
In der Praxis nimmt Dir ein Dutching-Rechner diese Arbeit ab: Du gibst Deinen Gesamteinsatz und die Quoten der Ausgänge ein, und der Rechner verteilt die Einzeleinsätze automatisch so, dass der Gewinn bei jedem Ausgang gleich hoch ist. Wichtig ist nur eine Grundvoraussetzung: Die kombinierten Quoten müssen hoch genug sein. Deckst Du zwei Ausgänge ab, die beide eine Quote unter 2,00 haben, landest Du rechnerisch immer im Minus.
Rechenbeispiel: Dutching auf zwei Ausgänge
Du bist überzeugt, dass ein Auswärtssieg des Favoriten unwahrscheinlich ist und willst Heimsieg und Unentschieden abdecken. Gesamteinsatz: 50 €.
Ausgang
Quote
Einsatz
Auszahlung bei Eintreten
Heimsieg (1)
2,10
29,03 €
60,96 €
Unentschieden (X)
3,00
20,32 €
60,96 €
Gesamteinsatz 50 € ? Gewinn (egal ob 1 oder X)
ca. +10,96 €
Egal ob das Spiel mit einem Heimsieg oder einem Unentschieden endet – Du erhältst rund 60,96 € ausgezahlt, also einen Gewinn von etwa 10,96 € auf Deinen Einsatz von 50 €. Nur wenn der ausgeschlossene Ausgang (Auswärtssieg) eintritt, verlierst Du den Gesamteinsatz. Der ganze Trick liegt darin, den unwahrscheinlichsten Ausgang korrekt auszuschließen.
Dutching über mehrere Buchmacher: Der Gewinn beim Dutching steigt deutlich, wenn Du für jeden Ausgang die beste verfügbare Quote bei verschiedenen Anbietern nutzt. Wer die Quoten über mehrere Buchmacher optimiert, nähert sich dem Prinzip der Arbitrage beziehungsweise Surebet an.
Mehr Flexibilität als die Doppelte Chance – Du wählst Ausgänge und Einsätze selbst
Oft höherer Gewinn als die Doppelte Chance, besonders bei Quotenvergleich über mehrere Anbieter
Mathematisch einfach umsetzbar – ideal auch für strategisch denkende Einsteiger
Nachteile
Kein garantierter Gewinn – der ausgeschlossene Ausgang kann eintreten
Funktioniert nur bei ausreichend hohen Quoten (mind. eine hohe + eine niedrige)
Erfordert Rechnen bzw. einen Dutching-Rechner, besonders bei Live-Wetten
Bei mehr als zwei oder drei Ausgängen wird ein Gesamtgewinn zunehmend schwierig
Praxistipps für Dutching
Den unwahrscheinlichsten Ausgang sicher ausschließen: Dutching lebt davon, dass Du einen der drei Ausgänge (bei 1X2) begründet ausschließt. Die inhaltliche Analyse bleibt also wichtig – etwa auf Basis unserer Bundesliga-Tipps oder Champions-League-Analysen.
Auf hohe Quoten achten: Zwei Ausgänge mit Quoten unter 2,00 ergeben rechnerisch immer einen Verlust. Dutching lohnt sich nur, wenn mindestens eine höhere Quote dabei ist.
Quoten über mehrere Anbieter vergleichen: Für jeden Ausgang die beste Quote zu nehmen, steigert den Dutching-Gewinn erheblich. Der Quotenschlüssel hilft, faire Anbieter zu erkennen.
Vorsicht bei Live-Wetten: Live ändern sich die Quoten rasant. Ein Dutching-Rechner kommt da oft nicht schnell genug hinterher – hier ist Erfahrung gefragt.
Bankroll im Blick behalten: Auch die planbaren Gewinne beim Dutching sind meist klein. Ein durchdachtes Bankroll Management bleibt die Grundlage jeder Strategie.
Dutching vs. Doppelte Chance, Hedging & Surebet
Strategie
Prinzip
Gewinn
Über mehrere Buchmacher?
Dutching
Einsatz auf mehrere Ausgänge verteilen, ein Ausgang ausgeschlossen
Alle Ausgänge über Quotenunterschiede verschiedener Buchmacher abdecken
Garantiert (risikofrei)
Ja, zwingend
Der Kernunterschied: Beim Dutching schließt Du bewusst einen Ausgang aus und trägst damit ein Restrisiko – dafür sind die Gewinne höher als bei einer echten Surebet, bei der alle Ausgänge abgedeckt sind und der Gewinn garantiert, aber sehr klein ist. Dutching ist damit ein Mittelweg zwischen Sicherheit und Ertrag – kalkuliertes Risiko mit planbarem Gewinn.
Wettangebote richten sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst. Keine Wettstrategie garantiert langfristige Gewinne.
Häufige Fragen zu Dutching
Dutching ist eine Wettstrategie, bei der Du Deinen Einsatz auf mehrere mögliche Ausgänge eines Spiels so verteilst, dass Du bei jedem abgedeckten Ausgang denselben Gewinn erzielst. Auf niedrige Quoten setzt Du mehr, auf hohe Quoten weniger.
Bei der Doppelten Chance gibt der Buchmacher eine fertige Quote für zwei Ausgänge vor. Beim Dutching stellst Du die Kombination selbst zusammen und verteilst die Einsätze eigenständig – oft mit höherem Gewinn und mehr Flexibilität, weshalb Dutching auch „manuelle Doppelte Chance" genannt wird.
Nein. Beim Dutching schließt Du bewusst einen Ausgang aus. Tritt genau dieser ein, verlierst Du Deinen Gesamteinsatz. Anders als bei einer Surebet, die alle Ausgänge abdeckt, trägst Du also ein Restrisiko – dafür ist der Gewinn höher.
Der Einsatz pro Tipp ergibt sich aus dem Gesamteinsatz geteilt durch die jeweilige Quote, geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. In der Praxis übernimmt ein Dutching-Rechner diese Berechnung automatisch – Du gibst nur Gesamteinsatz und Quoten ein.
Ja. Dutching ist eine reine Einsatzverteilung auf einem oder mehreren Wettkonten und gilt nicht als unfaire Methode. Kein seriöser Buchmacher wird Dir daraus einen Vorwurf machen – im Gegensatz zu manchen anderen Strategien gibt es hier keine Einschränkungen.
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