Bundesliga-Prognose
Bundesliga-Absteiger 2026/27
Wer steigt ab? Unsere drei Absteiger, die Quoten aller Kandidaten und der Punkt, an dem wir bewusst vom Wettmarkt abweichen.
Zuletzt aktualisiert: 27. August 2026
Unser TippWir sehen die SV Elversberg, den SC Paderborn und den 1. FC Köln als die drei Absteiger 2026/27. Die beiden Aufsteiger Elversberg und Paderborn gehen für uns direkt wieder runter – dahinter tippen wir aber bewusst nicht auf Schalke oder den HSV, sondern auf einen etablierten Klub: den 1. FC Köln. Warum, erklären wir ausführlich.
Die Bundesliga 2026/27 bringt drei Aufsteiger zurück ins Oberhaus – und damit die spannende Frage, wer den Weg direkt wieder nach unten antritt. Der Abstiegskampf beginnt lange vor dem letzten Spieltag: an Kaderstärke, Etat, Euphorie und Transfers. Wie sich das Woche für Woche auf dem Platz auswirkt, verfolgen wir in unseren
Prognosen und Quoten zu jedem Bundesliga-Spieltag. Wir haben uns die Wackelkandidaten genau angeschaut und sagen Dir, welche drei Teams wir als Absteiger sehen – mit ausführlicher Begründung und nicht nur mit einem Blick auf die Wettquoten.
Absteiger 1SV Elversberg
Absteiger 2SC Paderborn
Absteiger 31. FC Köln
Unser Absteiger-Tipp 2026/27
Zwei der drei Absteiger sind für uns wenig überraschend – der dritte ist unsere eigentliche These. Hier ist unsere Begründung, Team für Team.
SV Elversberg – der Sprung ist zu groß
Die SV Elversberg hat in der Aufstiegssaison beinahe den Durchmarsch geschafft – doch der Schritt vom starken Zweitligisten zum konkurrenzfähigen Erstligisten ist der größte im deutschen Fußball. Elversberg ist eben noch kein etablierter Bundesligist, sondern ein Newcomer mit dem mit Abstand kleinsten Etat und Kadermarktwert der Liga und ohne erstklassige Erfahrung im Stamm. Aufgefüllt wurde der Kader vor allem mit jungen Leihspielern – Noah Darvich (Leihe vom VfB Stuttgart), Cole Campbell (von Borussia Dortmund) und Francis Onyeka (Leihe von Bayer Leverkusen) –, während mit Immanuel Pherai und Łukasz Poręba zwei Aufstiegshelden zum HSV absprangen. So sympathisch die Geschichte ist: Für den Klassenerhalt reicht die Substanz nach unserer Einschätzung nicht. Unser Tipp lautet klar: direkter Wiederabstieg.
SC Paderborn – der ewige Fahrstuhl
Der SC Paderborn ist die Fahrstuhlmannschaft schlechthin: Seit Jahren pendelt der Klub zwischen erster und zweiter Liga und kehrt nun über die Relegation zurück. Das Grundproblem bleibt der Etat – Paderborn zählt zu den finanzschwächsten Teams der Liga und ist als klassischer Ausbildungs- und Verkaufsverein aufgestellt. Den Aufstieg bezahlte der SCP zudem mit Substanzverlust: Torhüter Dennis Seimen ging zurück zum VfB Stuttgart, Calvin Brackelmann zum FC Augsburg, die Neuzugänge kommen fast ausschließlich aus der 2. und 3. Liga. Ein Klub dieser Größenordnung hält die Klasse nur in Ausnahmejahren – und ein solches sehen wir hier nicht. Auch für Paderborn lautet der Tipp: direkter Wiederabstieg.
1. FC Köln – unsere eigentliche These
Und jetzt der Punkt, in dem wir bewusst vom Wett-Markt abweichen: Wir sehen den 1. FC Köln als dritten Absteiger – nicht Schalke und nicht den HSV. Der FC hielt sich 2025/26 nur als Tabellen-14. mit 32 Punkten hauchdünn über dem Strich, und mit Jakub Kamiński (rund 17 Mio. € zu Benfica Lissabon) und Eric Martel (ablösefrei ausgerechnet zum Ligakonkurrenten Mainz 05) verließen zwei Stammspieler den Klub.
Fairerweise muss man sagen: Der FC hat spät noch geliefert. Said El Mala verlängerte am 20. August vorzeitig bis 2031 statt zu Dortmund zu wechseln – er trägt künftig die Nummer 10, und Sportchef Thomas Kessler stellte klar, dass weder ein Gentlemen Agreement noch eine Ausstiegsklausel existiert. Einen Tag später kehrte Ellyes Skhiri für rund eine Million Euro plus Boni aus Frankfurt zurück und schließt die lange offene Sechser-Position; dazu kamen Thijs Dallinga (Leihe vom FC Bologna), Tom Krauß und Luka Lochoshvili. Das ist deutlich mehr, als im Juli absehbar war.
Warum wir trotzdem bei unserem Tipp bleiben: Der Kader ist besser geworden, die Ausgangslage bleibt aber die eines Klubs, der in der Vorsaison 32 Punkte holte und dessen Fahrstuhl-Historie der letzten Jahre für sich spricht. Skhiri ist 31 und kommt nach drei Jahren zurück, Dallinga ist nur geliehen, und El Mala trägt als 19-Jähriger plötzlich die Erwartung der Nummer 10. Das kann aufgehen – reicht uns aber nicht, um Köln über Schalke und den HSV zu stellen, die beide mit Euphorie, großer Fanbasis und überdurchschnittlichen Transfers in die Saison gehen. Den Stand aller Wechsel pflegen wir in unseren
Bundesliga-Transfers 2026/27. Für uns bleibt Köln der wackeligste der etablierten Klubs – und damit unser dritter Absteiger.
Die Wackelkandidaten dahinter
Diese vier Teams haben wir intensiv als möglichen dritten Absteiger geprüft – und uns am Ende bewusst dagegen entschieden. Warum, erklären wir hier.
FC Schalke 04 – Euphorie als Kapital
Der FC Schalke 04 ist zurück – und bringt genau das mit, was Aufsteiger oben hält: eine gewaltige Euphorie nach drei Jahren Zweitklassigkeit, eine der größten Fanbasen Europas und ein Stadion, das Woche für Woche über 60.000 Zuschauer fasst. Dazu waren die Transfers für einen Aufsteiger überdurchschnittlich: Maximilian Wöber kam ablösefrei von Leeds United, Robin Gosens per Leihe von der AC Florenz (Fiorentina), dazu Junior Adamu vom SC Freiburg. Wir sehen bei S04 eine ähnliche Ausgangslage wie beim HSV nach dessen Wiederaufstieg – schwierig, aber machbar. Für uns kein sicherer Absteiger, sondern eher gesichertes bis unteres Mittelfeld.
Hamburger SV – in der Liga angekommen
Der Hamburger SV hat nach dem Wiederaufstieg 2025 direkt bewiesen, dass er dort hingehört: Platz 13 und 38 Punkte bedeuteten einen souveränen Klassenerhalt. Auch der HSV lebt von einer riesigen Fanbase und einem großen Stadion – und hat clever nachgelegt: Stürmer Patson Daka kam ablösefrei von Leicester City, Bilal Nadir ablösefrei von Olympique Marseille, dazu die beiden Elversberger Pherai und Poręba. Trotz der Abgänge von Ransford Königsdörffer (zu Mainz) und Robert Glatzel erwarten wir keinen Absturz. Der HSV bleibt für uns klar erstklassig.
SV Werder Bremen – gewarnt durch die letzte Saison
Ein echtes Warnsignal ist dagegen die Vorsaison von Werder Bremen: nur Platz 15 (32 Punkte), die Rettung gelang erst spät. Mit dem Verkauf von Torwart-Talent Mio Backhaus (rund 15 Mio. € zum SC Freiburg) und dem Ersatz durch Alexander Schlager (ablösefrei von RB Salzburg) und Karl Hein (vom FC Arsenal) blieb der große Qualitätssprung aus. Werder hat mehr Substanz als die Aufsteiger, gehört für uns aber klar zu den Wackelkandidaten – ein Team, das man im Abstiegskampf auf dem Zettel haben muss.
1. FC Union Berlin – unangenehm, aber stabil
Auch der 1. FC Union Berlin taucht Jahr für Jahr im Abstiegsthema auf. Die Köpenicker verloren mit Danilho Doekhi (zu Lazio Rom) und Alex Král (zum FC Kopenhagen) Stammspieler, holten dafür Marvin Friedrich (ablösefrei von Borussia Mönchengladbach) und Zeno Van Den Bosch (von Royal Antwerpen). Defensiv bleibt Union unangenehm zu bespielen – wir sehen die Berliner als Außenseiter im Abstiegskampf, aber nicht als Absteiger.
Was sagen die Buchmacher?
Zum Abgleich lohnt der Blick auf die Wettquoten – auch wenn wir unsere Prognose bewusst nicht allein daran ausrichten. Dieselbe Mischung aus Quotenblick und eigener Einschätzung steckt auch in unseren
Wett-Tipps zur Bundesliga zu jedem Spieltag. Grundsätzlich deckt sich die Marktsicht mit unserer: Elversberg und Paderborn sind auch für die Buchmacher die klaren Topfavoriten auf den Abstieg. Beim dritten Absteiger weichen wir aber ab – der Markt taxiert den FC Schalke 04 (Quote rund 2,60) sogar knapp vor dem 1. FC Köln (rund 3,00), wir sehen es genau umgekehrt. Und genau darin liegt für uns der interessantere Tipp.
Die folgende Übersicht zeigt die Abstiegskandidaten mit Richtwert-Quoten (verankert an der belegten Elversberg-Quote von rund 1,60) und der daraus abgeleiteten Abstiegswahrscheinlichkeit. Da drei Teams die Plätze 16–18 belegen, summieren sich die Werte auf rund 300 Prozent (nicht 100).
| Verein | Abstiegsquote (Richtwert) | Abstiegswahrscheinlichkeit |
| SV Elversberg | ca. 1,60 | ≈ 62 % |
| SC Paderborn 07 | ca. 1,75 | ≈ 57 % |
| FC Schalke 04 | ca. 2,60 | ≈ 38 % |
| 1. FC Köln (unser Tipp) | ca. 3,00 | ≈ 33 % |
| Hamburger SV | ca. 3,75 | ≈ 27 % |
| SV Werder Bremen | ca. 4,50 | ≈ 22 % |
| Bor. Mönchengladbach | ca. 6,50 | ≈ 15 % |
| 1. FC Union Berlin | ca. 7,50 | ≈ 13 % |
| 1. FSV Mainz 05 | ca. 9,00 | ≈ 11 % |
| FC Augsburg | ca. 11,0 | ≈ 9 % |
Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich dabei simpel aus
1 ÷ Quote (Elversberg: 1 ÷ 1,60 ≈ 62 %). Wie eine
Wettquote zustande kommt und wie der
Quotenschlüssel die Buchmacher-Marge einrechnet, erklären wir im Wettlexikon. Da vollständige Absteiger-Quotentabellen zum Redaktionszeitpunkt nur teilweise abrufbar waren, sind die Quoten – außer Elversberg – als Richtwerte auf Basis von Kadermarktwert und Vorsaison zu verstehen; wir schärfen sie nach, sobald das Quotenbild vollständig ist.
Abstiegswette 2026/27: so funktioniert's
Die Abstiegswette ist eine Langzeitwette: Du tippst vor oder während der Saison auf einen oder mehrere Absteiger und wartest bis zum letzten Spieltag auf die Auszahlung. Die passende Quote je Team findest Du oben direkt bei den Kandidaten. Unsere Gesamtempfehlung für Langzeitwetten:
Unsere Empfehlung für Langzeitwetten zur Bundesliga
Sportwetten.de
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Wettangebote richten sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst. Sportwetten können süchtig machen – Hilfe gibt es u. a. bei der BZgA (buwei.de).
Häufige Fragen zur Absteiger-Prognose 2026/27
Wer steigt aus der Bundesliga 2026/27 ab?
Unser Tipp: Die SV Elversberg, der SC Paderborn und der 1. FC Köln steigen ab. Die beiden Aufsteiger Elversberg und Paderborn gehen für uns direkt wieder runter; als dritten Absteiger sehen wir – anders als der Wett-Markt – den 1. FC Köln vor Schalke und dem HSV.
Welche Teams sind 2026/27 aufgestiegen?
In die Bundesliga 2026/27 aufgestiegen sind der FC Schalke 04 und die SV Elversberg (beide direkt) sowie der SC Paderborn 07 über die Relegation. Elversberg feiert dabei seine Bundesliga-Premiere.
Warum seht ihr Köln als Absteiger und nicht Schalke oder den HSV?
Köln hielt sich 2025/26 nur knapp über dem Strich (Platz 14, 32 Punkte) und verlor mit Jakub Kamiński und Eric Martel zwei Stammspieler. Spät im Sommer hat der FC allerdings nachgelegt: Said El Mala verlängerte bis 2031, Ellyes Skhiri kehrte aus Frankfurt zurück. Für uns reicht das nicht, um Köln über Schalke und den HSV zu stellen, die als Aufsteiger bzw. Wiederaufsteiger mit großer Euphorie, riesigen Fanbasen und überdurchschnittlichen Transfers in die Saison gehen.
Wie viele Teams steigen aus der Bundesliga ab?
Zwei Teams steigen direkt ab (Plätze 17 und 18), der Tabellen-16. muss in die Relegation gegen den Dritten der 2. Bundesliga. Die Prognose der Plätze 16 bis 18 ist damit auch eine gute Orientierung für die entsprechende Kicktipp-Bonusfrage vor dem Saisonstart am 28. August 2026.
Wie sicher ist eine solche Absteiger-Prognose?
Eine Prognose ist keine Garantie – der Abstiegskampf entscheidet sich oft über Verletzungen, Formkurven und die letzten Transfers vor dem 31. August. Unsere Einschätzung beruht auf Kaderstärke, Vorsaison und Transfers und weicht bewusst vom reinen Favoritenschema ab. Wir aktualisieren sie im Saisonverlauf.
Alle Saisonthemen im Überblick: Unsere Prognosen, das große Transfer-Update, Live-Tabellen und Torschützenlisten zur Saison 2026/27 findest Du gebündelt in unserem
Saison-Hub zur Bundesliga 2026/27.