Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 29.10.2026 · Quoten können sich ändern
Sieben Spieltage hat es gedauert, dann war der Bann gebrochen: Borussia Mönchengladbach gewann am Freitag mit 3:2 in Stuttgart, verhinderte damit den ersten 0-Punkte-Start mit sieben Niederlagen in der Bundesliga-Geschichte und schob am Dienstag ein 2:0 im DFB-Pokal gegen Karlsruhe hinterher. Trotzdem bleibt die Borussia Letzter: 3 Punkte, 11:22 Tore, drei Zähler hinter Rang 16. Am Samstag kommt mit dem SC Paderborn ein direkter Konkurrent in den Borussia-Park. Der Aufsteiger steht nach dem späten 1:0 gegen den HSV mit 8 Punkten auf Platz 13.
Das Duell bringt zwei völlig unterschiedliche Spielprofile zusammen. In den sieben Gladbacher Ligaspielen fielen 33 Tore, also im Schnitt 4,7 pro Partie, und keines endete mit weniger als drei Treffern. Bei Paderborn sind es 15 Tore in sieben Spielen. Die Ostwestfalen verteidigen kompakt, haben auswärts aber erst zwei eigene Tore erzielt und warten in der Bundesliga seit Januar 2020 auf einen Auswärtssieg.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 3:2 für Borussia Mönchengladbach. Passend dazu spielen wir Über 3,5 Tore zur Quote 2,10: Mindestens vier Treffer müssen fallen, egal für welche Seite.
Alle Partien des Wochenendes stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Gladbach kassierte in allen sieben Ligaspielen mindestens zwei Gegentore und ist zu Hause noch punktlos (7:10 Tore). Paderborn ließ nur neun Gegentreffer zu, traf aber in fünf von sieben Spielen höchstens einmal.
Prognose (90 Min.) 3:2 · zur Begründung ↓
Tipp „Über 3,5 Tore“ @ 2,10 setzenQuoten-Stand: 29.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Angepfiffen wird am Samstag um 15:30 Uhr im ista-BORUSSIA-PARK, der bei Bundesliga-Spielen rund 54.000 Zuschauer fasst. Das Einzelspiel überträgt Sky auf Sky Sport Bundesliga 3 (Sendebeginn 15:15 Uhr, Kommentar: Christian Straßburger), im Stream über Sky Go und WOW. Die Konferenz der fünf 15:30-Uhr-Partien läuft bei DAZN, eine Übertragung im Free-TV gibt es nicht. Schiedsrichter ist Timo Gerach, im Kölner Keller sitzt Nicolas Winter. Für Samstagnachmittag sind in Mönchengladbach um die 12 Grad und kaum Regen angesagt – Bedingungen ohne Einfluss auf das Spiel.
Die Rollen sind trotz der Tabelle klar verteilt: Die Buchmacher sehen Gladbach mit einer Siegquote um 1,95 vorn, ein Remis steht bei etwa 3,90, ein Paderborner Auswärtssieg bei rund 3,40. Grund dafür ist der Kader. Die Borussia hat deutlich mehr individuelle Qualität, die Ergebnisse waren bis zum Stuttgart-Spiel nur katastrophal. Wichtiger für unsere Wette ist ein anderer Wert: Über 3,5 Tore ist mit 2,10 notiert, der Markt rechnet also eher mit drei als mit vier Treffern.
Beide Teams kommen aus einer Englischen Woche. Gladbach spielte am Dienstag, Paderborn erst am Mittwoch. Kettemann hatte im Pokal aber acht Stammkräfte geschont, Blessin fünf. Die Belastung der ersten Elf ist damit auf beiden Seiten geringer, als der Kalender vermuten lässt.
Der Abend begann wie so viele zuvor: Nach einem Patzer von Moritz Nicolas traf Ermedin Demirović schon in der 5. Minute für Stuttgart. Danach drehte die Partie. Joe Scally glich in der 38. Minute mit der Hacke aus, vorbereitet über die linke Seite von Wael Mohya und Lukas Ullrich. Kurz vor der Pause traf Mohya noch die Latte. Nach dem Wechsel setzte sich der 17-Jährige an der Grundlinie gegen zwei Stuttgarter durch und legte für Shuto Machino auf, der zum 2:1 unter die Latte traf (51.). Das 3:1 erzielte Mohya selbst, als er seinen eigenen Abschluss im Nachsetzen über die Linie drückte (66.). Demirovićs zweites Tor kam in der 83. Minute zu spät.
Das Ergebnis war kein Zufall: Gladbach kam auf 2,38 erwartete Tore, Stuttgart auf 1,19. Mohya wurde zum Spieler des Spiels gewählt und ist nach seinem Treffer gegen Hoffenheim einer der jüngsten Spieler, die in zwei Bundesliga-Spielen nacheinander trafen. Gladbach fehlten in Stuttgart insgesamt zehn Spieler, Kevin Diks fiel noch kurzfristig aus. Im Pokal gegen Karlsruhe (2:0) rotierte er fünfmal: Robin Hack traf nach Scally-Flanke (7.), Ullrich nach Doppelpass mit Hack (49.). Philipp Sander sah in der 39. Minute nach Videobeweis Rot wegen einer Notbremse, er ist aber nur für zwei Pokalspiele gesperrt.
Gegen den HSV, der den vierten Sieg in Folge wollte, sahen die Zuschauer eine zähe erste Halbzeit ohne Schuss aufs Tor. Die Gäste verloren schon nach zwölf Minuten Spielmacher Fábio Vieira mit Oberschenkelproblemen. Nach der Pause übernahm Paderborn: Santiago Castañeda scheiterte direkt nach Wiederbeginn an Daniel Heuer Fernandes, Laurin Curda traf in der 73. Minute den Pfosten. Die Entscheidung brachte ein Joker: Die HSV-Leihgabe Rayan Philippe, in der 70. Minute für Laurin Ulrich gekommen, traf in der 88. Minute. Vorausgegangen war ein Kopfballduell von Felix Götze, das der HSV als Foulspiel reklamierte.
Im Pokal am Mittwoch gegen Stuttgart (0:1) wechselte Kettemann gleich acht Spieler ein. Paderborn hielt lange mit, verlor aber Curda schon in der 37. Minute mit Rot nach grobem Foulspiel an Bilal El Khannouss. Ersatzkeeper Markus Schubert hielt zweimal stark gegen Demirović, ehe Deniz Undav in der 90. Minute traf. Curdas Sperre gilt nur im Pokal, in der Liga ist er spielberechtigt. Ein Großteil der Stammelf, darunter Torhüter Nahuel Noll, bekam dagegen eine Pause.
0:3 in Leipzig, 3:4 gegen Elversberg, 0:5 in Freiburg, 3:4 gegen Mainz, 1:2 in Köln, 1:2 gegen Hoffenheim und dann das 3:2 in Stuttgart: Gladbach hat die schwächste Abwehr der Liga, aber keine harmlose Offensive. Elf Tore sind für einen Tabellenletzten viel. Zu Hause verlor die Borussia alle drei Spiele, jeweils mit nur einem Tor Unterschied und mit 7:10 Toren. Auffällig ist der Start in diese Heimspiele: In allen drei kassierte Gladbach vor der 30. Minute genau ein Gegentor. Seit Blessin im Amt ist, sind Laufleistung und Zweikampfwerte gestiegen, der Pokalsieg war der zweite Erfolg binnen fünf Tagen.
Zwei Siege in Folge, mehrere Rückkehrer, Mohya in Torlaune.
22 Gegentore, zu Hause punktlos, Bolin fällt aus.
0:3 in Dortmund, 3:1 gegen Hoffenheim, 0:2 gegen Stuttgart, 2:2 in Bremen, 1:0 gegen den HSV: Paderborn holte vier Punkte aus den letzten zwei Ligaspielen und blieb gegen den HSV erstmals seit dem Auftakt in Mainz ohne Gegentor. Neun Gegentore sind für einen Aufsteiger ein ordentlicher Wert, sechs eigene Treffer dagegen wenig. Auswärts steht die Bilanz bei 0:0 in Mainz, 0:3 in Dortmund und 2:2 in Bremen – zwei Punkte, 2:5 Tore. In Bremen führte Paderborn zur Pause 2:0, kassierte dann aber zwei Tore von Niclas Füllkrug.
Kompakte Abwehr, ausgeruhte Stammelf, vier Punkte aus zwei Spielen.
Nur sechs Tore, auswärts sieglos, Vidović angeschlagen.
Über- und Unterperformer: Bei Gladbach passen die Tore weitgehend zur Chancenqualität. Mohya kommt auf 1,85 erwartete Tore und zwei Treffer, Machino auf 1,47 und zwei Treffer, der ausfallende Hugo Bolin auf 2,24 und zwei Treffer. Paderborns Angreifer liegen dagegen über ihren Werten: Steffen Tigges hat aus 1,10 erwarteten Toren zwei Treffer gemacht, Stefano Marino aus 0,92 ebenfalls zwei. Gleichzeitig ist Paderborn die einzige Mannschaft der Liga, die in dieser Saison in keiner Halbzeit in den ersten 15 Minuten getroffen hat.
Bei Gladbach fehlen sicher Hugo Bolin, Tim Kleindienst, Enzo Leopold und Jan Leszczyński. Kevin Diks und Franck Honorat sind zurück im Training, für einen Einsatz kommt es noch zu früh. Paderborn muss auf Oliver Batista Meier und Timur Gayret verzichten, hinter Gabriel Vidović steht ein Fragezeichen.
Alexander Blessin, seit Ende September im Amt, setzt auf ein 3-4-2-1 mit viel Pressing und Tiefe über die Außen. Scally rechts und Ullrich links schieben weit nach vorne, Mohya und Hack besetzen die Halbräume hinter Machino. Genau so entstanden in Stuttgart die Tore: Überladung auf einer Seite, dann der Pass in den Rückraum oder auf den einlaufenden Schienenspieler. Der Preis dafür ist bekannt. Hinter den hoch stehenden Schienen bleibt Platz, und die Dreierkette mit Hashioka, Sander und Chiarodia bleibt ohne Diks und Itakura ein Provisorium.
Schlüssel: früh treffen, statt wie in allen drei Heimspielen vor der 30. Minute selbst in Rückstand zu geraten.
Ralf Kettemann lässt im 3-5-2 spielen, gegen den Ball wird daraus eine Fünferkette. Ulrich, Castañeda und Vidović halten das Zentrum eng, Marino und Tigges laufen die Innenverteidiger an. Paderborn wartet geduldig und schlägt spät zu, die Mannschaft hat in dieser Saison noch nie in den ersten 15 Minuten einer Halbzeit getroffen. Gegen eine Gladbacher Abwehr, die viele Fehler macht, kann dieser Plan für eigene Tore reichen. Ein Plan B nach Rückstand fehlt bislang: In Dortmund und gegen Stuttgart blieb der Aufsteiger nach dem ersten Gegentor ohne eigenen Treffer.
Schlüssel: die Räume hinter Gladbachs Schienen mit Marino und Curda attackieren.
| Saison / Datum | Spiel | Ergebnis | Tore |
|---|---|---|---|
| 20.06.2020 | SC Paderborn – Gladbach | 1:3 | 4 |
| 18.12.2019 | Gladbach – SC Paderborn | 2:0 | 2 |
| 01.03.2015 | Gladbach – SC Paderborn | 2:0 | 2 |
| 2014/15, Hinrunde | SC Paderborn – Gladbach | 1:2 | 3 |
Mindestens vier Tore fielen nur im letzten Duell. Auch das spricht eher gegen als für unsere Wette – wegen des Alters der Spiele gewichten wir es aber nicht.
Die offiziellen Aufstellungen kommen eine Stunde vor Anpfiff. Bei Gladbach kehren Nicolas und Hashioka nach ihrer Pokal-Pause zurück, Blessin hat Nicolas ausdrücklich als Nummer eins bestätigt; das Fragezeichen steht nur für eine letzte Prüfung. Hack dürfte von Bolins Ausfall profitieren, Lidberg und Kühn sind wieder Optionen für die zweite Halbzeit, Itakura kam im Pokal zuletzt auf der Sechs zum Einsatz. Bei Paderborn sind nach der Pokal-Rotation die Spieler vom HSV-Sieg ausgeruht. Fällt Vidović aus, ist Tom Baack der naheliegende Ersatz, der ihn schon gegen den HSV zur Pause abgelöst hatte.
Quoten-Stand: 29.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für die Wette spricht vor allem Gladbach selbst. Vier der sieben Ligaspiele der Borussia hatten mindestens vier Tore, darunter zwei der drei Heimspiele. Die Mannschaft kassiert in jedem Spiel, und sie trifft inzwischen wieder: drei Tore in Stuttgart bei 2,38 erwarteten Toren, zwei im Pokal trotz Unterzahl. Mit Mohya, Machino, Hack und den Schienenspielern Scally und Ullrich hat Blessin genug Tempo, um auch eine tiefe Paderborner Fünferkette zu überlaufen. Paderborn wiederum trifft spät und mit zwei Stürmern, die bisher mehr aus ihren Chancen gemacht haben als erwartet.
Der wichtigste Einwand ist Paderborns Spielweise. Nur zwei der sieben Paderborner Spiele hatten mindestens vier Tore, auswärts steht der Aufsteiger bei 2:5 Toren. Ein Spiel, in dem Gladbach früh führt und Paderborn nicht genug Druck aufbaut, endet schnell 2:1 – und die Wette ist verloren. Dazu kommt die Quote: Rechnet man die Marktquoten auf faire Wahrscheinlichkeiten um, landen mindestens vier Tore bei rund 43 Prozent, fair wären damit etwa 2,30. Die 2,10 sind also knapp kalkuliert und kein Schnäppchen. Ein Quotenvergleich lohnt sich hier besonders. Unser Risiko-Urteil lautet deshalb „hoch“.
Quote: 2,10 · Prognose: 3:2 · Risiko: hoch
Wer es vorsichtiger angehen will, findet mit Über 2,5 Tore eine Variante mit niedrigerer Quote. Wie sich Tore-Wetten mit anderen Partien verbinden lassen, zeigen unsere Fußball-Kombiwetten, die Grundlagen erklärt das Wettlexikon zur Über/Unter-Wette.
Für Gladbach ist das Spiel die Chance, den ersten Heimsieg der Saison zu holen und den Rückstand auf Rang 16 zu verkürzen. Danach geht es am 9. Spieltag zum HSV, ehe die Länderspielpause kommt. Im Achtelfinale des DFB-Pokals fehlt Philipp Sander gesperrt. Paderborn ist im Pokal ausgeschieden und kann sich ganz auf die Liga konzentrieren: Nach dem Gastspiel in Mönchengladbach empfängt der Aufsteiger am 7. November Eintracht Frankfurt. Mit einem Punkt im Borussia-Park bliebe der Abstand auf das Schlusslicht bei fünf Zählern, mit einem Sieg wären es acht.