Torschützenkönig 2026/27: Wer wird Bundesliga-Torschützenkönig?
Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026
Unser Tipp · Stand: 26. Juli 2026Harry Kane wird auch 2026/27 Torschützenkönig – seine vierte Torjägerkanone in Folge. Nach 36 Ligatoren und als Bayerns Elfmeterschütze ist er in einer eigenen Liga. Dahinter setzen wir bewusst auf Jonathan Burkardt vor Deniz Undav – vor allem, weil Frankfurt keine Europapokal-Doppelbelastung hat. Der große Unsicherheitsfaktor bleibt Serhou Guirassy.
Platz 1Harry KaneFC Bayern
Platz 2Jonathan BurkardtEintracht Frankfurt
Platz 3Deniz UndavVfB Stuttgart
Wer wird Torschützenkönig der Bundesliga 2026/27? Nach 36 Toren in der Vorsaison ist die Ausgangslage an der Spitze eindeutig – doch dahinter entscheidet mehr als das nackte Talent: Elfmeter, europäische Doppelbelastung, Backups und Rotation, Verletzungshistorie und Formkurven. Genau diese Faktoren haben wir für jeden Kandidaten durchleuchtet. Das Ergebnis ist eine Prognose mit Begründung – und nicht einfach die Reihenfolge der Wettquoten.
Der Favorit: Harry Kane
An Harry Kane kommt in dieser Frage niemand vorbei. Der Engländer schoss 2025/26 sagenhafte 36 Bundesliga-Tore und wettbewerbsübergreifend 58 Treffer – und holte damit seine dritte Torjägerkanone in Serie (36 Tore 2023/24, 26 Tore 2024/25, 36 Tore 2025/26). Kein Spieler wurde in seinen ersten drei Bundesliga-Jahren dreimal Torschützenkönig – Kane schon. 2026/27 peilt er die vierte Kanone in Folge an.
Der wohl wichtigste, oft unterschätzte Faktor spricht klar für ihn: Kane ist Bayerns Elfmeterschütze. Über eine Saison bringt das erfahrungsgemäß eine Handvoll „geschenkter" Tore, die Konkurrenten ohne Elfer-Rolle fehlen. Dazu kommt ein Punkt, der 2026/27 besonders zählt: Trotz Champions-League-Doppelbelastung wird Kane praktisch immer spielen, denn einen echten Mittelstürmer-Backup hat Bayern nicht. Sein Aushilfsstürmer der Vorsaison, Nicolas Jackson, ist nach der Leihe zu Chelsea zurückgekehrt, ein neuer gelernter Neuner wurde bislang nicht geholt. Kane bekommt also nahezu jede Minute – und damit jede Torchance. Solange er fit bleibt, sind 30 Saisontore die Norm. Die einzigen realistischen Risiken sind eine Verletzung sowie die immer wieder kolportierten (unbestätigten) Wechselgerüchte, zuletzt aus Saudi-Arabien.
Torschützenkönig-Quote · Stand 26.07.Harry Kane: ~1,50
Zwei oft übersehene Faktoren: Erstens die Elfmeter – wer sie schießt, holt über eine Saison schnell 5–8 Tore extra. Unter den Kandidaten sind nur Kane (Bayern) und Burkardt (Frankfurt) die etatmäßigen Schützen ihres Klubs; Guirassy teilt sie beim BVB mit Emre Can, Schick steht in Leverkusen hinter Exequiel Palacios. Zweitens die Doppelbelastung: Bayern, Dortmund, Leipzig und Stuttgart spielen Champions League, Leverkusen Europa League – nur Frankfurt ist 2026/27 gar nicht international unterwegs und kann sich voll auf die Liga konzentrieren.
Die Verfolger um Platz 2
Hinter Kane ist das Rennen offen – und hier trennen sich für uns die Wege genau an den Faktoren Belastung, Elfmeter und Konkurrenz im eigenen Sturm.
Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt) – unser Platz 2
Wir legen uns fest: Für uns ist Burkardt der aussichtsreichste Kane-Verfolger. Seine 13 Tore aus der Vorsaison sind unter Wert – er verpasste rund sechs bis sieben Spiele, nachdem er sich Ende November 2025 gegen Atalanta Bergamo eine Wadenverletzung zugezogen hatte. Entscheidend sind aber drei Zukunftsfaktoren: Erstens ist Burkardt Frankfurts etatmäßiger Elfmeterschütze (während seiner Verletzung sprang Can Uzun ein) – der strukturelle Vorteil, den sonst nur Kane hat. Zweitens ist mit Adi Hütter seit dem 1. Juli 2026 ein Trainer zurück, unter dem Frankfurt zu seiner wuchtig-offensiven Spielweise zurückkehren dürfte. Und drittens – der unterschätzte Punkt: Frankfurt spielt 2026/27 nicht international (nur Platz 8 in der Vorsaison). Während Undav & Co. englische Wochen und Rotation haben, kann sich Burkardt mit frischen Beinen voll auf die Liga fokussieren. Als unangefochtener Mittelstürmer (Vorgänger Hugo Ekitiké ging für rund 95 Mio. € zu Liverpool) hat er die Bühne für sich. Deshalb: unser Platz 2.
Torschützenkönig-Quote · Richtwert, Stand 26.07.Jonathan Burkardt: ~21,0
Deniz Undav (VfB Stuttgart) – stark, aber mit Rotationsrisiko
Deniz Undav war 2025/26 mit 19 Toren Vize-Torschützenkönig und bei der WM 2026 der treffsicherste deutsche Angreifer – er erzielte alle drei DFB-Turniertore als Joker und war der erste Deutsche seit Miroslav Klose 2002, der in seinen ersten beiden Turnierspielen traf. Mit diesem Selbstvertrauen und als Abschluss-Fixpunkt des VfB ist er ein Top-Kandidat. Warum wir ihn trotzdem knapp hinter Burkardt sehen: Stuttgart spielt 2026/27 Champions League, und mit Ermedin Demirović steht eine vollwertige Alternative im Sturmzentrum bereit. In der Doppelbelastung dürfte Undav phasenweise geschont oder rotiert werden – das kostet Minuten und Tore. Ein Manko obendrauf: Er ist kein klassischer Elfmeter-Garant. Bei seiner Abschlussstärke kann er jederzeit wieder nach ganz vorne stürmen – für den Dauerlauf über 34 Spiele hat Burkardt aus unserer Sicht aber die besseren Rahmenbedingungen.
Torschützenkönig-Quote · Richtwert, Stand 26.07.Deniz Undav: ~9,0
Serhou Guirassy (Borussia Dortmund) – Klasse mit vielen Fragezeichen
Serhou Guirassy kam 2025/26 auf 17 Tore und hat als bulliger Mittelstürmer das Format für 20+. Trotzdem führen wir ihn bewusst nicht auf dem Treppchen. Erstens war seine Saison keineswegs makellos: Im Herbst durchlief er ein öffentlich diskutiertes Formtief, Trainer Niko Kovač musste ihn mehrfach stützen, zeitweise stand sogar ein Bankplatz im Raum; die Elfer teilt er sich mit Emre Can. Zweitens – schwerwiegender – ist sein Verbleib offen: Laut Sky will Guirassy den BVB verlassen (Interesse u. a. von AC Mailand, Tottenham). Bleibt er, hätte er als Dortmunder Stürmer die Champions-League-Doppelbelastung und mit Fábio Silva einen Backup, der ihm Pausen aufzwingen kann. Verlässt er die Liga, fällt er komplett aus der Wertung. Zu viele Variablen für einen festen Podestplatz – den aktuellen Stand pflegen wir in unseren Bundesliga-Transfers 2026/27.
Torschützenkönig-Quote · Richtwert, Stand 26.07.Serhou Guirassy: ~6,0
Patrik Schick (Bayer Leverkusen) – effizient, aber kein Selbstläufer
Patrik Schick wird oft unterschätzt: Mit 16 Toren in nur 28 Spielen (rund ein Tor alle 113 Minuten – ligaweit nur von Kane übertroffen) war er 2025/26 brandgefährlich, von einem „Abbau" ist nichts zu sehen. Trotzdem sprechen mehrere Dinge gegen den ganz großen Wurf: Er war nicht durchgehend gesetzt, rotierte in der wichtigen Saisonphase und saß bei einigen Topspielen zunächst auf der Bank, ehe er mit neun Toren in den letzten sechs Spielen explodierte. Mit dem erst 19-jährigen Christian Kofane (fünf Bundesliga-Tore in der Debütsaison) wächst zudem ein Konkurrent heran, und bei den Elfmetern steht Exequiel Palacios vorn. Dazu bringt die Europa League zusätzliche Rotation. Ein lauernder Kandidat mit Topquote je Tor, aber mit zu vielen Wenn und Aber fürs Podest.
Torschützenkönig-Quote · Richtwert, Stand 26.07.Patrik Schick: ~13,0
Abseits der etablierten Namen gibt es Spieler, die für eine Überraschung gut sind – nach oben offen, aber mit Fragezeichen.
Tim Kleindienst (Bor. Mönchengladbach): Der Nationalstürmer verpasste 2025/26 nach einer schweren Meniskusverletzung fast die komplette Saison und kehrte erst zum Schluss zurück. Ist er wieder komplett fit, hat er das Zeug zum Dauer-Torschützen – doch ihm fehlt die Wettkampfpraxis eines ganzen Jahres, und Gladbach hat mit Isac Lidberg (von Darmstadt 98) einen zusätzlichen Stürmer geholt. Ein klassischer Comeback-Kandidat, der oben mitmischen kann, wenn der Körper mitspielt.
Torschützenkönig-Quote · Richtwert, Stand 26.07.Tim Kleindienst: ~34,0
Die Bayern-internen Konkurrenten: Michael Olise (15 Tore, zudem zum Spieler der Saison gewählt) und Luis Díaz (ebenfalls 15 Tore) sind hochgefährlich und werden auch 2026/27 zweistellig treffen. Für die Torjägerkanone haben sie aber das gleiche Problem: Sie teilen sich die Abschlusslast im Bayern-Angriff – und die Elfmeter schießt Kane. Torgefährlich ja, Torschützenkönig eher nein.
Die Neuzugänge: Unter den echten Sommertransfers 2026 ist kein fertiger Kanonen-Kandidat. Patson Daka (ablösefrei von Leicester City zum Hamburger SV) ist ein erfahrener Vollstrecker, im HSV-Umfeld aber Außenseiter. Isac Lidberg (von Darmstadt 98 zu Gladbach) kommt als Zweitliga-Torjäger. Titel-Format bringt keiner der beiden sofort mit.
Was sagen die Buchmacher?
Zum Abgleich der Blick auf die Wettquoten – unsere Prognose richtet sich bewusst nicht allein danach. Der Markt ist so klar verteilt wie bei kaum einer anderen Wette: Harry Kane ist mit einer Quote um 1,50 ein Favorit, wie es ihn bei Langzeitwetten selten gibt (rund 65 Prozent Wahrscheinlichkeit). Im Verfolgerfeld gehen unsere Einschätzung und die Quoten auseinander – vor allem bei Burkardt, den wir deutlich höher sehen, als seine lange Quote vermuten lässt. Genau darin liegt für uns der interessante Value-Tipp.
Spieler (Verein)
Quote
Wahrscheinlichkeit
Harry Kane (Bayern)
ca. 1,50
≈ 65 %
Serhou Guirassy (Dortmund)*
ca. 6,0
≈ 17 %
Deniz Undav (Stuttgart)
ca. 9,0
≈ 11 %
Patrik Schick (Leverkusen)
ca. 13,0
≈ 8 %
Michael Olise (Bayern)
ca. 13,0
≈ 8 %
Luis Díaz (Bayern)
ca. 15,0
≈ 7 %
Jonathan Burkardt (Frankfurt) – unser Tipp
ca. 21,0
≈ 5 %
Tim Kleindienst (Gladbach)
ca. 34,0
≈ 3 %
*Guirassys Wert gilt nur bei einem Verbleib beim BVB. Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus 1 ÷ Quote (Kane: 1 ÷ 1,50 ≈ 65 %). Wie eine Wettquote und der Quotenschlüssel funktionieren, erklären wir im Wettlexikon. Belastbar aktuell ist vor allem der Kane-Wert (~1,50); die übrigen Quoten sind Richtwerte, die sich bis zum Saisonstart noch verschieben – wir aktualisieren sie entsprechend.
Die Wette auf den Torschützenkönig ist eine Langzeitwette: Du tippst vor oder während der Saison auf einen Spieler und wartest bis zum letzten Spieltag auf die Auszahlung. Die Quote je Kandidat findest Du oben direkt bei den Spielern. Unsere Gesamtempfehlung für Langzeitwetten:
Unsere Empfehlung für Langzeitwetten zur Bundesliga
Quoten unterscheiden sich je Anbieter deutlich – ein Vergleich lohnt sich. Einen Überblick über alle Buchmacher findest Du in unserer Übersicht der besten Sportwetten-Anbieter.
Wettangebote richten sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst. Sportwetten können süchtig machen – Hilfe gibt es u. a. bei der BZgA (buwei.de).
Häufige Fragen zum Torschützenkönig 2026/27
Klarer Favorit ist Harry Kane vom FC Bayern. Nach 36 Toren in der Vorsaison peilt er seine vierte Torjägerkanone in Folge an. Unser Tipp fürs Treppchen: Kane vor Jonathan Burkardt und Deniz Undav – Burkardt vor allem, weil Frankfurt keine Europapokal-Doppelbelastung hat. Der große Unsicherheitsfaktor ist Serhou Guirassy, dessen Verbleib beim BVB offen ist.
Harry Kane wurde in jeder seiner bisherigen drei Bundesliga-Saisons Torschützenkönig: 2023/24 (36 Tore), 2024/25 (26 Tore) und 2025/26 (36 Tore). 2026/27 kann er als erster Spieler seine vierte Torjägerkanone in Serie gewinnen.
Die aussichtsreichsten Verfolger sind für uns Jonathan Burkardt (Frankfurts Elfmeterschütze, keine Europapokal-Belastung, unter Adi Hütter), Deniz Undav (19 Tore und WM-Torschütze, aber mit Champions-League-Rotation), Serhou Guirassy (17 Tore, Verbleib offen) und Patrik Schick (16 Tore, wenn er fit und gesetzt bleibt).
Harry Kane ist Bayerns Elfmeterschütze, Jonathan Burkardt der von Eintracht Frankfurt – ein klarer Vorteil im Torschützenrennen. Serhou Guirassy teilt sich die Elfer beim BVB mit Emre Can, und Patrik Schick steht in Leverkusen hinter Exequiel Palacios nur an zweiter Stelle. Deniz Undav ist als Fixpunkt in Stuttgart torgefährlich, aber kein klassischer Elfer-Garant.
Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus 1 geteilt durch die Quote. Bei einer Kane-Quote von 1,50 sind das rund 65 Prozent. Die Torjägerfrage ist auch eine beliebte Kicktipp-Bonusfrage vor dem Saisonstart am 28. August 2026 – unsere Prognose hilft Dir bei der Antwort.
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