Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 28.10.2026 · Quoten können sich ändern
Zwei Tabellennachbarn, zwei Pokal-Blamagen, ein Freitagabend: Die SV Elversberg eröffnet den 8. Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05. Beide Teams stehen bei zehn Punkten, Mainz ist dank 16:13 Toren Siebter, der Aufsteiger aus dem Saarland mit 12:15 Achter. Und beide flogen am Dienstag gegen Zweitligisten aus dem DFB-Pokal – Elversberg mit 0:2 gegen Darmstadt trotz 26:7 Torschüssen, Mainz mit 0:2 in Bochum nach einem Auftritt, den der eigene Sportdirektor einen „kompletten Griff ins Klo“ nannte.
Was die beiden trennt, ist das Auswärtsgesicht der Mainzer. In der Liga gewann die Elf von Urs Fischer alle drei Spiele in der Fremde mit 10:3 Toren, zu Hause gab es dagegen erst einen Punkt. Elversberg holte zwei Siege aus drei Heimspielen, blieb aber in drei der letzten vier Pflichtspiele ohne eigenes Tor.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:2 für Mainz 05. Gespielt wird passend dazu der Auswärtssieg der Mainzer zur Quote 2,10. Ein Remis verliert diese Wette, deshalb stufen wir das Risiko als hoch ein.
Alle Partien des Wochenendes stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, das enge Mittelfeld zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Punktgleich, aber mit gegensätzlichen Profilen: Elversberg holte sechs seiner zehn Punkte zu Hause, Mainz neun auswärts. In den Ligaspielen beider Teams fielen zusammen 56 Tore in 14 Partien – genau drei Treffer gab es dabei nur ein einziges Mal.
Prognose (90 Min.) 1:2 · zur Begründung ↓
Sieg Mainz @ 2,10Quoten-Stand: 28.10.2026 · können sich ändern · 18+
Gespielt wird an der Kaiserlinde, im kleinsten Stadion der Liga mit 10.000 Plätzen. Das Freitagsspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 1, eine Konferenz gibt es an diesem Abend nicht. Wer welche Bundesliga-Spiele zeigt, fasst unsere Übersicht Wo läuft die Bundesliga 2026/27? zusammen. Die Schiedsrichter-Ansetzung stand bei Redaktionsschluss noch aus. Für den Abend ist es trocken angesagt, bei Temperaturen um sieben bis acht Grad.
Beide Mannschaften kommen aus einer englischen Woche mit identischem Ergebnis. Elversberg spielte am Dienstag um 20:45 Uhr zu Hause, Mainz bereits um 18:00 Uhr in Bochum – die Regenerationszeit ist also nahezu gleich. Unterschiedlich ist, wie die Trainer rotiert haben: Vincent Wagner schonte im Pokal Maximilian Rohr, Felix Keidel, David Mokwa und Maurice Krattenmacher, die damit ausgeruht in den Freitag gehen. Bei Mainz fehlte Nadiem Amiri mit Knieproblemen, Anthony Caci kam erst nach einer Stunde, der Rest der Stammkräfte stand weitgehend auf dem Platz.
Der Markt sieht Mainz vorn: Ein Auswärtssieg wird bei rund 2,10 gehandelt, ein Elversberger Heimsieg bei ca. 3,10, das Remis bei ca. 3,80. Für mehr als 2,5 Tore gibt es nur um 1,47 – die Buchmacher rechnen also mit einem offenen Spiel.
Ein Spiel, dessen Statistik einen klaren Sieger zeigt – nur eben den falschen. Wagner hatte mit Blick auf Mainz fünfmal rotiert: Florian Le Joncour, Luca Sirch, Amara Condé, Cole Campbell und Noel Futkeu begannen. Darmstadts erste Gelegenheit war gleich drin, der früh eingewechselte Lars Kehl zirkelte einen Freistoß aus rund 25 Metern in den Winkel. Danach spielte fast nur noch Elversberg: Campbell zwang Marcel Schuhen zu einer Glanzparade, Le Joncour setzte einen Fallrückzieher an die Latte, zur Pause stand es bei 14:1 Schüssen trotzdem 0:1. Mitten in die Drangphase fiel nach Darmstadts erster Ecke das 0:2, Milan Smit drückte den Ball per Hacke über die Linie. Futkeu traf aus der Drehung noch die Latte, Campbell köpfte nach einer Petkov-Vorlage aus drei Metern vorbei. Für die SVE war es das neunte Aus im neunten Zweitrunden-Anlauf. Wagner sprach von zwei kleinen inhaltlichen Fehlern und dem „letzten Quäntchen Glück“, das gegen Mainz zurückkommen soll.
Mainz kam als bestes Auswärtsteam der Liga nach Bochum und verlor dort zum ersten Mal in dieser Saison ein Pflichtspiel in der Fremde – nach saisonübergreifend sechs Auswärtssiegen in Serie. Nadiem Amiri fehlte an seinem 30. Geburtstag kurzfristig mit Knieproblemen, Silvan Widmer stand nach seiner Knieverletzung erstmals wieder in der Startelf und trug anstelle von Amiri die Kapitänsbinde, Paul Nebel bestritt sein erstes Startelf-Spiel der Saison, Robin Zentner saß nach seiner Handverletzung wieder auf der Bank. Die erste Hälfte blieb ausgeglichen, Sekunden nach Wiederanpfiff fälschte Kaishu Sano einen Schuss von Christian Rasmussen unhaltbar für Alexander Schwolow ab. Fischers Dreifachwechsel nach einer Stunde brachte keinen Schwung, Sheraldo Becker verstolperte eine gute Hereingabe von Kacper Potulski, und in der 75. Minute schob Philipp Hofmann nach einem Konter zum 2:0 ein. Fischer sprach von spürbarer Verunsicherung und gab die Richtung vor: „Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen.“
Bis zur Pause hielt Elversberg in Leipzig das 0:0, bis zum zweiten Gegentor glaubte Wagner nach eigenen Worten noch an etwas Zählbares. Dann kippte die Partie: Tidiam Gomis traf kurz nach Wiederbeginn, Rômulo erhöhte nach gut einer Stunde, Christoph Baumgartner und erneut Rômulo in der Nachspielzeit machten das 0:4 perfekt. Teuer war der Nachmittag auch personell – Rechtsverteidiger Jan Gyamerah verletzte sich am Oberschenkel und fällt voraussichtlich bis zur Länderspielpause aus.
Die ersten 30 Minuten verschlief Mainz, Niclas Füllkrug verwandelte zwei Elfmeter nach ungeschicktem Zweikampfverhalten im Mainzer Strafraum. Anthony Caci köpfte nach Becker-Flanke den Anschluss, Ludovit Reis stellte nach der Pause auf 1:3, Jae-sung Lee antwortete zwei Minuten später per Kopf auf Vorlage von Caci. Bei 18:17 Schüssen fehlte am Ende ein Treffer – die dritte Heimniederlage im vierten Heimspiel. Unsere Analyse zu Mainz – Bremen hatte Mainz trotz der Heimschwäche vorne gesehen – diesmal spricht das Profil des Spiels für die Auswärtsstärke.
Der Aufsteiger hat die Liga in den ersten Wochen überrascht: 3:2 gegen Leverkusen, 4:3 in Mönchengladbach, nur knapp 1:2 gegen Bayern. Vor der Saison galt Elversberg als erster Abstiegskandidat – auch in unserer Absteiger-Prognose 2026/27. Zehn Punkte nach sieben Spieltagen sind deshalb klar über dem Soll. Die jüngsten Wochen zeigen aber eine Delle: 0:0 auf Schalke, 0:1 bei Union, das wilde 4:3 gegen Augsburg, dann 0:4 in Leipzig und das Pokal-Aus. Aus den letzten sechs Pflichtspielen kam nur ein Sieg, in drei der letzten vier fiel kein eigenes Tor.
Zwei Siege aus drei Heimspielen, im Pokal klar spielbestimmend.
Chancenverwertung, 15 Gegentore, Gyamerah fehlt.
Kaum ein Team ist so schwer zu lesen wie Mainz. Auswärts liegt die Bilanz bei drei Siegen aus drei Spielen: 5:0 in Hamburg, 4:3 in Mönchengladbach, 1:0 auf Schalke. Zu Hause gab es dagegen nur das 0:0 gegen Paderborn und drei Niederlagen gegen Frankfurt (1:3), Leverkusen (3:4) und Bremen (2:3). Mit zehn Punkten liegt Mainz im Soll, die Heimbilanz enttäuscht dagegen deutlich. Seit dem Sieg auf Schalke folgten zwei Pflichtspiel-Niederlagen – und in Bochum war erstmals auch auswärts nichts von der gewohnten Stabilität zu sehen.
Neun Auswärtspunkte, 10:3 Tore in der Fremde.
Zwei Pleiten in Folge, Amiri fraglich.
Gefährlichster Mainzer Schütze bleibt Phillip Tietz mit fünf Toren und 1,6 Schüssen aufs Tor pro Spiel. Bei Nadiem Amiri (3,4 Schlüsselpässe pro Partie) entscheidet das Knie über den Einsatz. Elversberg fehlen Jan Gyamerah, Tom Zimmerschied und Luis Seifert, hinter Noah Darvich steht nach seinen Oberschenkelproblemen weiter ein Fragezeichen.
Vincent Wagner lässt mutig nach vorne spielen, die Außenverteidiger schieben weit auf. Gegen Darmstadt führte das zu 74 Prozent Ballbesitz und 18 Ecken, aber auch zu offenen Räumen nach Ballverlust. Rechts hinten ersetzt Luca Sirch den verletzten Gyamerah, links ist Lasse Günther nach einem Tritt angeschlagen. Vor der Doppelsechs Keidel/Poręba soll Francis Onyeka die Verbindung zu Mokwa herstellen, Petkov und Krattenmacher kommen über die Flügel.
Schlüssel: früh treffen – das gelang erst zweimal, und beide Spiele wurden gewonnen.
Urs Fischer setzt auf das 3-5-2, mit dem er Mainz seit Dezember 2025 stabilisiert hat. Auswärts fühlt sich das System am wohlsten: Mainz verteidigt kompakt, gewinnt Bälle durch Sano im Zentrum und schaltet über die Flügelverteidiger Caci und Mwene schnell um. Vorne binden Tietz und Becker die Innenverteidiger, Becker sucht dabei die Tiefe. Fehlt Amiri, verliert Mainz seinen wichtigsten Passgeber zwischen den Linien.
Schlüssel: Elversbergs aufgerückte Außenverteidiger mit Caci und Mwene hinterlaufen.
Die Pointe: Elversberg war in beiden Pokalduellen klassentiefer und brachte Mainz trotzdem an den Rand. Als Argument für unseren Tipp taugt die Bilanz aber nicht – das letzte Duell liegt mehr als drei Jahre zurück, Kader und Trainer sind auf beiden Seiten andere.
Beide Elfen sind Prognosen, bestätigt werden sie erst eine Stunde vor dem Anstoß. Bei Mainz ist die Torhüterfrage offen: Robin Zentner kehrte in Bochum auf die Bank zurück, Alexander Schwolow hielt dort und in den Wochen zuvor. Fällt Amiri aus, kommen Paul Nebel oder Eric Martel als Ersatz infrage. Bei Elversberg hat Wagner offengelassen, ob nach der Pokalwoche weitere Spieler passen müssen.
Quoten-Stand: 28.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für Mainz spricht vor allem die Auswärtsbilanz: drei Spiele, drei Siege, 10:3 Tore. Dazu kommt, dass die Mainzer acht ihrer letzten zehn Ligaauswärtsspiele gewonnen haben, in denen sie als Favorit antraten. Elversberg dagegen traf in drei der letzten vier Pflichtspiele nicht und muss die rechte Abwehrseite ohne Gyamerah neu sortieren. Und in neun der letzten zehn Mainzer Ligaspiele stimmte die Tendenz zur Pause mit dem Endergebnis überein – wer bei Mainz vorne liegt, bringt es meist ins Ziel.
Der wichtigste Einwand ist der Auftritt in Bochum. Fischer sprach selbst von Verunsicherung, und Amiri ist fraglich. Elversberg hat zu Hause zwei von drei Ligaspielen gewonnen und im Pokal gezeigt, wie viel Druck die Mannschaft erzeugen kann. Hinzu kommt eine Mainzer Schwäche, die selten erwähnt wird: Freitags gewann der Klub nur zwei der letzten 13 Bundesliga-Spiele. Ein Remis halten wir für gut jeden vierten Ausgang – deshalb bleibt das Risiko hoch.
Quote: 2,10 · Prognose: 1:2 · Risiko: hoch
Ohne Buchmachermarge liegt die Mainzer Siegchance bei rund 45 Prozent, fair wäre damit eine Quote von etwa 2,23. Die 2,10 ist also marktgerecht, aber kein Schnäppchen – im Vergleich lohnt sich der Blick, einzelne Anbieter zahlen bis 2,17. Das 1:2 ist nach unserer Rechnung das zweitwahrscheinlichste Einzelergebnis (rund 9 Prozent), knapp hinter dem 1:1 – und der häufigste Mainzer Siegausgang.
Wer das Remis absichern möchte, greift zur Draw-No-Bet-Variante. Für das exakte 1:2 gibt es die Ergebniswette, weitere Ideen stehen bei unseren Fußball-Kombiwetten.
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Für beide geht es um mehr als drei Punkte. Ein Sieg würde den Gewinner zumindest über Nacht an Leipzig und Bremen vorbeiziehen lassen. Elversberg reist danach nach Dortmund und empfängt nach der Länderspielpause Freiburg. Mainz steht vor zwei schweren Wochen: Erst kommt der FC Bayern in die MEWA ARENA, nach der Pause geht es nach Augsburg. Wer am Freitag verliert, geht mit einer Serie von drei Pflichtspiel-Niederlagen in diese Phase.