Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 21.10.2026 · Quoten können sich ändern
Kaum ein Team ist so gut aus den Startblöcken gekommen wie der 1. FSV Mainz 05: zehn Punkte nach sechs Spieltagen, Platz fünf, zuletzt ein 1:0 auf Schalke. In der Vorsaison hatte Mainz nach der kompletten Hinrunde nur zwölf Punkte gesammelt, Urs Fischer übernahm die Mannschaft im Dezember als Tabellenletzten. Der Haken am Höhenflug: Alle drei Siege gelangen auswärts. Zu Hause ist der FSV saisonübergreifend seit sechs Ligaspielen sieglos – länger wartet derzeit kein Bundesligist.
Gegner Werder Bremen ist das Comeback-Team der Saison. Nach dem 1:4 zum Auftakt in Freiburg blieb Werder fünfmal ungeschlagen und holte als erste Mannschaft der Bundesliga-Geschichte dreimal in Folge nach einem 0:2-Rückstand noch Punkte. Niclas Füllkrug traf in fünf Spielen nacheinander und steht mit sechs Treffern an der Spitze der Torjägerliste.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:0 für Mainz. Wir spielen den Heimsieg des FSV zur Quote 1,70. Warum wir trotz der Mainzer Heimschwäche zum Gastgeber tendieren und wo die Wette verwundbar ist, steht im Wett-Tipp-Block.
Alle Partien des Spieltags stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Mainz kommt auf 14:10 Tore und gewann alle drei Auswärtsspiele, zu Hause aber keines. Werder steht bei 12:12 Toren und hat in jedem Ligaspiel getroffen – und in jedem eins kassiert. Tietz (5) und Füllkrug (6) haben zusammen elf Saisontore erzielt.
Prognose (90 Min.) 1:0 · zur Begründung ↓
Mainz-Sieg zur Quote 1,70Quoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Angepfiffen wird am Samstag um 15:30 Uhr in der MEWA ARENA, die rund 33.300 Zuschauer fasst. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 3, die Samstagskonferenz läuft bei DAZN. Welcher Sender welche Spiele zeigt, fasst unsere Übersicht Wo läuft die Bundesliga 2026/27? zusammen. Die Schiedsrichter-Ansetzung war bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht.
Mainz geht trotz der Heimprobleme als Favorit ins Spiel. Der Heimsieg wird zwischen 1,68 und 1,77 gehandelt, das Remis zwischen 3,95 und 4,20, ein Bremer Sieg zwischen 4,20 und 4,50. Ohne Buchmachermarge sind das rund 55 Prozent für Mainz, 23 für ein Unentschieden und 22 für Werder. Unsere eigene Berechnung vom Montag landete bei 55, 21,5 und 23,5 Prozent. Die schwache Mainzer Bilanz gegen Werder kostet den Gastgeber dabei rund zwei Prozentpunkte.
Drei Tage später folgt für beide die 2. Runde im DFB-Pokal: Mainz tritt am Dienstag in Bochum an, Werder ebenfalls am Dienstag in Dortmund. Eine echte Rotationsfrage stellt sich am Samstag aber für keinen der beiden Trainer.
Mainz hätte in Gelsenkirchen schon nach 50 Sekunden führen können: Sheraldo Becker lief zweimal frei auf Loris Karius zu, beide Male blieb der Schalker Torwart Sieger. In der 24. Minute fiel dann das Tor des Tages. Anthony Caci flankte von rechts an den kurzen Pfosten, Phillip Tietz nahm den Ball aus rund acht Metern direkt und traf ins linke untere Eck. Für Tietz war es das fünfte Saisontor und saisonübergreifend das fünfte Auswärtsspiel in Folge mit eigenem Treffer.
Bis zur Pause hielt Karius Schalke mit weiteren Paraden gegen Becker und Tietz im Spiel. Nach dem Seitenwechsel kam der Aufsteiger besser auf, Alexander Schwolow parierte gegen Satoshi Tanaka, Becker schob einen Konter am langen Pfosten vorbei. In der Schlussphase rettete Hasan Kuruçay gegen Tietz, ein Treffer des eingewechselten Ransford Königsdörffer zählte wegen Abseits nicht. Bei den erwarteten Toren lag Mainz mit 1,37 zu 0,75 vorn – ein verdienter dritter Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel.
Zwei Rückkehrer machen Hoffnung: Paul Nebel feierte nach seiner Adduktorenverletzung in der 76. Minute sein erstes Ligaspiel der Saison, Silvan Widmer kam nach überstandenen Knieproblemen in der Nachspielzeit. Fischer setzte erneut auf sein 3-5-2 mit Danny da Costa in der Dreierkette, Fabio Gruber blieb erstmals in dieser Saison auf der Bank.
Am 100. Geburtstag des Weserstadions lag Werder zur Pause 0:2 hinten. Paderborn nutzte zwei Bremer Fehler: Nach einem schnellen Konter bediente Steffen Tigges Stefano Marino, der in den Winkel traf (18.). Nach einem langen Einwurf von Jano ter Horst klärte Werder schlecht, Tigges schob durch die Beine von Youri Regeer zum 0:2 ein (30.). Unterlegen war Bremen dabei nicht – Nahuel Noll parierte unter anderem gegen Marco Grüll und den Nachschuss von Chuki.
Daniel Thioune brachte zur Pause Mitchell Weiser für Chuki, danach gehörte das Spiel Werder. Nach einem langen Ball von Regeer verlängerte Eren Dinkçi, Niclas Füllkrug traf flach zum 1:2 (60.). Fünf Minuten später verwandelte er den Handelfmeter nach einem Vergehen von Laurin Curda. Weiser scheiterte anschließend zweimal an Noll, in der Nachspielzeit traf der eingewechselte Rayan Philippe für Paderborn nur den Innenpfosten. Bei den erwarteten Toren lag Werder klar vorn: 3,18 zu 1,11.
Thioune vertraute zum fünften Mal in Folge derselben Startelf. Füllkrug gab sechs Schüsse ab, mehr als jeder andere Spieler, und wurde von den Fans mit 88 Prozent zum Spieler des Spiels gewählt.
Mehr als zehn Punkte nach sechs Spieltagen hatte Mainz in der Bundesliga erst zweimal. Die Ergebnisse der Reihe nach: 0:0 gegen Paderborn, 5:0 in Hamburg, 1:3 gegen Frankfurt, 4:3 in Mönchengladbach, 3:4 gegen Leverkusen und 1:0 auf Schalke. Auffällig ist die Zweiteilung: auswärts drei Siege bei 10:3 Toren, zu Hause ein Punkt bei 4:7 Toren. Mainz überrascht damit klar positiv, zumal Fischer die Mannschaft erst vor zehn Monaten als Schlusslicht übernommen hat. Seitdem steht sie hinten deutlich stabiler – nur Dortmund spielte in dieser Saison häufiger zu null.
Auswärts 3 aus 3, drei Zu-null-Spiele, Tietz und Becker treffsicher.
Zu Hause sieglos, sieben Gegentore in drei Heimspielen.
Nach dem 1:4 in Freiburg folgten ein 3:1 gegen Leipzig, ein 1:1 in Köln, das 3:2 gegen Augsburg, ein 2:2 in Dortmund und zuletzt das 2:2 gegen Paderborn. Neun Punkte und Rang acht liegen im Soll eines Klubs, der in der Vorsaison erst spät den Klassenerhalt sicherte. Die Mannschaft von Daniel Thioune hat ein klares Profil: Sie trifft in jedem Spiel, kassiert aber auch in jedem. In den letzten drei Partien lag Werder jeweils 0:2 hinten und holte trotzdem fünf Punkte. Auswärts ist der Ertrag dünn – saisonübergreifend sechs Bundesliga-Auswärtsspiele ohne Sieg, drei Remis und drei Niederlagen.
Trifft in jedem Ligaspiel, Füllkrug mit fünf Torspielen in Folge, große Moral.
Jedes Spiel mit Gegentor, schwache erste Halbzeiten, auswärts sieglos.
Abseits der Top 3: Niclas Füllkrug ist mit sechs Toren und 3,2 Schüssen pro Spiel Werders Abschlussspieler Nummer eins, vergab aber auch schon fünf Großchancen. Bei Mainz trägt Phillip Tietz mit fünf Treffern und 4,0 Schüssen pro Spiel die Torgefahr, Nadiem Amiri ist mit 3,2 Schlüsselpässen pro Partie der Kreativchef.
Urs Fischer stellte Mainz nach seinem Amtsantritt auf das 3-5-2 um, das er schon bei Union Berlin spielen ließ. Schwolow vertritt im Tor weiter Robin Zentner. Davor bilden da Costa, Stefan Posch und Kacper Potulski die Dreierkette, Caci und Phillipp Mwene besetzen die Schienen. Im Zentrum sichert Kaishu Sano ab (3,2 abgefangene Bälle pro Spiel), Amiri und Jae-sung Lee schieben nach vorn. Vorn sorgen Tietz und Becker für Tiefe. Die zehn Auswärtstore aus drei Spielen zeigen, wie gefährlich Mainz im Umschalten ist.
Schlüssel: Werders Außenverteidiger hinten binden, Füllkrug von Flanken abschneiden und eine Führung diesmal auch zu Hause über die Zeit bringen.
Thioune bleibt bei seiner Stammelf: Hein im Tor, Arthur, Amos Pieper, Marco Friedl und Olivier Deman in der Kette, Regeer und Ludovit Reis auf der Doppelsechs, davor Dinkçi, Chuki und Grüll hinter Füllkrug. Der Plan ist erkennbar: Bälle und Flanken auf Füllkrug, der sie festmacht, dazu Grüll und Dinkçi in die Tiefe. Werders Problem sind die ersten Halbzeiten, viermal lag die Mannschaft zur Pause zurück. Mit Mitchell Weiser hat Thioune einen Joker, der gegen Paderborn sofort Wirkung zeigte.
Schlüssel: die erste Halbzeit ohne Rückstand überstehen, Standards nutzen und Füllkrug in Abschlusspositionen bringen.
| Datum | Partie | Ergebnis | Sieg Mainz |
|---|---|---|---|
| 15.03.2026 | Bremen – Mainz | 0:2 | ja |
| 01.11.2025 | Mainz – Bremen | 1:1 | nein |
| 31.01.2025 | Bremen – Mainz | 1:0 | nein |
| 15.09.2024 | Mainz – Bremen | 1:2 | nein |
| Feb. 2024 | Mainz – Bremen | 0:1 | nein |
Die Pointe: Im März 2026 beendete Mainz eine Serie von sechs Duellen ohne Sieg, das 2:0 in Bremen durch Tore von Paul Nebel und Jae-sung Lee war eines der Ausrufezeichen der Wende unter Fischer. Zu Hause blieb Mainz in den letzten drei Duellen dagegen sieglos: 0:1, 1:2 und 1:1. Weil sich beide Kader seitdem verändert haben, gewichten wir die Historie geringer als die aktuelle Leistung. Ein Argument gegen den Tipp bleibt sie trotzdem.
Beide Elfen sind Prognosen, die offiziellen Aufstellungen kommen etwa eine Stunde vor dem Anpfiff. Bei Mainz ist offen, ob Gruber nach seiner Pause auf Schalke in die Dreierkette zurückkehrt und ob Nebel oder Widmer schon ein Kandidat für die Startelf sind. Bei Werder ist Belastungssteuerung das Thema: Füllkrug, Grüll, Deman und Arthur setzten am Dienstag aus, verletzt ist aber keiner von ihnen. Mitchell Weiser drängt nach seinem Comeback gegen Paderborn auf mehr Spielzeit.
Quoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für Mainz sprechen die Saisonzahlen. Der FSV hat einen Punkt mehr, die bessere Tordifferenz (+4 gegenüber 0) und mit drei Zu-null-Spielen die deutlich stabilere Abwehr. Werder kassierte in allen sechs Ligaspielen mindestens ein Gegentor und ist auswärts seit sechs Spielen sieglos. Dazu kommt das Bremer Muster, schwach in die Spiele zu starten. Gerät Werder auch in Mainz früh in Rückstand, kann Fischers Mannschaft auf ihr Umschaltspiel setzen.
Der wichtigste Einwand ist die Mainzer Heimschwäche. Sechs Heimspiele ohne Sieg sind kein Zufall mehr, und gegen Werder holte Mainz zu Hause historisch so wenig wie gegen keinen anderen Klub. Das zweite Risiko ist Werders Moral: Dreimal in Folge holte die Mannschaft nach 0:2 noch Punkte. Und unser 1:0 ist ein vorsichtiges Ergebnis. Nach unserer eigenen Berechnung ist 1:1 das wahrscheinlichste Einzelergebnis, 2:1 folgt knapp dahinter. Weil Werder in jedem Ligaspiel getroffen hat, ist ein Mainzer Sieg mit Gegentor realistischer als einer zu null.
Zur Quote: 1,70 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 58,8 Prozent. Wir sehen den Mainzer Sieg bei rund 55 Prozent, die Marktquoten ohne Marge ebenfalls. Fair wäre damit ein Kurs um 1,81, im Markt werden bis zu 1,77 geboten. Die 1,70 sind also knapp kalkuliert, ein Quotenvergleich lohnt sich. Wer die Heimschwäche absichern möchte, findet mit Draw No Bet eine vorsichtigere Variante. Als Einzelsieg auf den Favoriten stufen wir den Tipp mit mittlerem Risiko ein.
Quote: 1,70 · Prognose: 1:0 · Risiko: mittel
Vorsichtigere Variante: Draw No Bet auf Mainz – bei einem Remis gibt es den Einsatz zurück. Wie die klassische Dreiweg-Wette funktioniert, erklärt unser Wettlexikon. Kombinationsideen gibt es bei den Fußball-Kombiwetten.
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Drei Tage später geht es für beide im DFB-Pokal weiter: Mainz spielt am Dienstag in Bochum, Werder ebenfalls am Dienstag in Dortmund. Danach wartet auf Mainz das Freitagsspiel in Elversberg und am 7. November der FC Bayern, Werder empfängt am 31. Oktober Hoffenheim und reist dann nach Stuttgart. Ein Heimsieg würde Mainz in der Spitzengruppe halten und die Heimserie beenden. Wer im Rennen um die Torjägerkanone vorn liegt, zeigt unsere Torschützenliste der Bundesliga.