Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 14.10.2026 · Quoten können sich ändern
Unsere Prognose zu Bremen gegen Paderborn stützt sich auf einen klaren Gegensatz: Der SV Werder Bremen ist seit vier Ligaspielen ungeschlagen und hat beide Heimspiele gewonnen. Der SC Paderborn 07 hat als Aufsteiger erst drei Tore erzielt – alle beim 3:1 gegen Hoffenheim. In den vier anderen Ligaspielen blieb Paderborn ohne Treffer.
Werder kommt mit dem Schwung einer späten Aufholjagd: In Dortmund lag die Mannschaft von Daniel Thioune in der 85. Minute noch 0:2 zurück, Ludovit Reis und Niclas Füllkrug retteten mit zwei Toren in der Schlussphase ein 2:2. Paderborn verlor zuletzt 0:2 gegen Stuttgart, obwohl der Aufsteiger nach Expected Goals sogar leicht vorn lag. In der Tabelle trennen beide vier Punkte: Werder ist Siebter, Paderborn 15. – punktgleich mit Union auf dem Relegationsplatz.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 2:1 für Werder. Wir folgen dem Favoriten: Sieg Werder Bremen zur Quote 1,80. Die Wette gewinnt nur bei einem Bremer Sieg nach 90 Minuten, ein Remis lässt sie verlieren.
Alle Spiele des 6. Spieltags findest du in unseren 1. Bundesliga Tipps, die Ausgangslage im Tabellenkeller und im Kampf um Europa in der Bundesliga-Tabelle.
In allen fünf Bremer Ligaspielen trafen beide Teams. Paderborn hat mit drei Toren den Ligatiefstwert, aber mit sieben Gegentoren weniger kassiert als Werder (zehn).
Prognose (90 Min.) 2:1 · nur ein Bremer Sieg gewinnt · zur Begründung ↓
Tipp „Sieg Werder“ @ 1,80 setzenQuoten-Stand: 14.10.2026 · können sich ändern · 18+
Das Weserstadion fasst 42.100 Zuschauer. Nach dem Teileinsturz eines Tribünenbereichs im Oberrang aus dem Sommer sollten für bis zu drei Heimspiele knapp 500 Plätze gesperrt bleiben – Paderborn wäre das dritte davon. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 3, in der Samstagskonferenz ist das Spiel auf DAZN 1 zu sehen, eine Übertragung im Free-TV gibt es nicht. Eine Schiedsrichter-Ansetzung war bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht.
Werder hat die beiden bisherigen Heimspiele gewonnen, 3:1 gegen Leipzig und 3:2 gegen Augsburg. Ein dritter Heimsieg zum Saisonstart wäre der erste seit der Saison 2011/12. In fünf der letzten sechs Bremer Heimspiele fielen mehr als 2,5 Tore (saisonübergreifend). Paderborn wartet in der Bundesliga dagegen seit zehn Auswärtsspielen auf einen Sieg – fünf Remis, fünf Niederlagen, eine Serie, die bis in die Saison 2019/20 zurückreicht.
Die Buchmacher sehen Werder klar vorn: Ein Bremer Sieg wird zwischen 1,75 und 1,82 angeboten, das Remis zwischen 3,75 und 4,10, ein Paderborner Auswärtssieg zwischen 3,90 und 4,30. Seit Wochenbeginn hat sich daran wenig geändert.
In Dortmund verteidigte Werder lange tief: rund 35 Prozent Ballbesitz, zehn Schüsse gegen 21 des BVB. Karl Hein hielt die Bremer mit sieben Paraden im Spiel und wurde von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt. Früh musste Thioune umstellen: Amos Pieper verletzte sich nach einem Zweikampf mit Serhou Guirassy und wurde nach 19 Minuten durch Oskar Wójcik ersetzt. Die Tore fielen alle in den letzten zehn Minuten. Daniel Svensson traf in der 80. Minute, Nico Schlotterbeck köpfte fünf Minuten später nach einer Ecke von Joey Veerman zum 2:0. Ludovit Reis verkürzte in der 88. Minute aus rund 20 Metern – sein erstes Tor für Werder –, und in der Nachspielzeit köpfte Niclas Füllkrug nach einer Hereingabe von Marco Grüll den Ausgleich. Für Füllkrug, früher selbst Dortmunder, war es das erste Tor gegen den BVB.
Stuttgart bestimmte die erste halbe Stunde. Nahuel Noll parierte gegen Ermedin Demirović und Jamie Leweling, ehe Jeff Chabot nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt zum 0:1 einköpfte (25.). Leweling traf später noch den Innenpfosten. Nach der Pause wurde Paderborn mutiger: Marvin Pieringer köpfte aus kurzer Distanz drüber, eine Doppelchance von Rayan Philippe und Oliver Batista Meier blockten Mittelstädt und Finn Jeltsch. In der 83. Minute entschied Chris Führich die Partie mit einem Schuss an die Unterkante der Latte, Steffen Tigges köpfte in der Nachspielzeit noch vorbei. Im Stuttgarter Tor stand mit Dennis Seimen ausgerechnet ein Torhüter, der in der Vorsaison an Paderborn ausgeliehen war. Unterm Strich hatte Paderborn nach Expected Goals sogar leicht mehr vom Spiel – und blieb trotzdem ohne Tor.
Werder hat den Abstiegskampf der Vorsaison erst spät hinter sich gelassen, Daniel Thioune kam im Februar als Nachfolger von Horst Steffen. Die neue Saison begann mit einem 1:4 in Freiburg, seitdem ist Bremen ungeschlagen: 3:1 gegen Leipzig, 1:1 in Köln, 3:2 gegen Augsburg, 2:2 in Dortmund. Auffällig ist die Moral – kein Team holte vor dem Spieltag mehr Punkte nach Rückstand (fünf), und die letzten acht Bremer Ligatore fielen alle in der letzten halben Stunde. Einen Dämpfer gab es in der Länderspielpause: Im Test bei Twente Enschede verlor Werder 0:7, Thioune sprach von einem Denkzettel.
Vier Ligaspiele ungeschlagen, beide Heimspiele gewonnen.
Zehn Gegentore, in jedem Ligaspiel mindestens eins.
Paderborn kam als Dritter der 2. Bundesliga über die Relegation hoch: Nach einem 0:0 gegen Wolfsburg gewann der SCP das Rückspiel 2:1 nach Verlängerung, Laurin Curda traf in der 100. Minute. Es ist die erste Bundesligasaison seit 2019/20, das Ziel heißt Klassenerhalt. Bisher fehlt vor allem die Torgefahr: 0:0 in Mainz, 0:1 gegen Freiburg, 0:3 in Dortmund, dann der erste Bundesligasieg seit dem Aufstieg mit 3:1 gegen Hoffenheim und zuletzt das 0:2 gegen Stuttgart. Drei Tore aus fünf Spielen sind der Ligatiefstwert. Hinten steht der Aufsteiger dagegen ordentlich – sieben Gegentore sind drei weniger als bei Werder.
Nur sieben Gegentore, gegen Stuttgart viele Chancen.
Drei Tore in fünf Spielen, auswärts noch ohne Treffer.
Nicht unter den drei Bestbewerteten, aber für das Spiel zentral: Niclas Füllkrug, im Sommer von West Ham zurückgekehrt, ist mit vier Toren Werders bester Torschütze. Bei Paderborn teilen sich Santiago Castañeda, Steffen Tigges und Stefano Marino die drei Ligatore. Gabriel Vidović, früher bei Bayern ausgebildet und im Sommer aus Zagreb gekommen, traf bei seinem Pokaldebüt und wartet in der Liga noch auf sein erstes Tor.
Daniel Thioune setzt seit vier Spielen auf dieselbe Elf: Arthur, Pieper, Friedl und Deman in der Viererkette, davor Regeer und Reis. Chuki, im Sommer aus Valladolid gekommen, spielt die Zehn, Dinkçi und Grüll kommen über die Flügel, Füllkrug ist der Zielspieler im Strafraum. Friedl ist mit 64,6 angekommenen Pässen pro Spiel der wichtigste Aufbauspieler. In Dortmund überließ Werder dem Gegner den Ball, gegen Paderborn wird Bremen das Spiel selbst machen müssen.
Schlüssel: Geduld gegen Paderborns Fünferreihe im Mittelfeld, Flanken auf Füllkrug – und hinten die Konter über die schnellen Schienenspieler abfangen.
Ralf Kettemann lässt mit Dreierkette spielen: ter Horst, Scheller und Hansen, davor Ulrich, Castañeda und Vidović im Zentrum, Curda und Obermair auf den Schienen. Vorn sollen Pieringer und Marino beginnen, Marino kommt mit 15,6 Sprints pro 90 Minuten auf den Höchstwert im Team. Paderborn spielt intensiv und kommt zu Chancen, aber kaum zu Toren – gegen Stuttgart standen 2,64 Expected Goals, aber kein Treffer.
Schlüssel: Kompakt stehen, Bremer Ballverluste schnell über Curda nutzen und Standards ernst nehmen – Paderborns Spiele bringen viele Ecken.
Im Sommer trafen beide schon im Test aufeinander: Am 8. August endete das Spiel in Bremen 2:2. In vier der letzten fünf Pflichtspiele fielen mindestens vier Tore.
Thioune dürfte zum fünften Mal nacheinander dieselbe Elf aufbieten – vorausgesetzt, Amos Pieper wird rechtzeitig fit. Fällt er aus, rückt Oskar Wójcik in die Innenverteidigung, den Thioune nach seinem Einsatz in Dortmund ausdrücklich lobte. Bei Paderborn ist Laurin Curda fraglich, Oliver Batista Meier drängt nach seiner Pause zurück in den Kader. Wer wirklich beginnt, steht erst mit den offiziellen Aufstellungen kurz vor dem Anpfiff fest.
1X2-Quoten: Beispielwerte aus dem Marktvergleich, Stand 14.10.2026 · unser Tipp ist Sieg Werder @ 1,80
Quoten-Stand: 14.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für Werder spricht die Lage: vier Ligaspiele ungeschlagen, beide Heimspiele gewonnen, dazu ein Gegner, der in vier von fünf Ligaspielen kein Tor erzielt hat und in der Bundesliga seit zehn Auswärtsspielen nicht gewinnt (saisonübergreifend). Mit Füllkrug und Grüll hat Bremen zwei Spieler, die gegen eine tief stehende Abwehr den Unterschied machen können. Auch der direkte Vergleich spricht mit drei Siegen aus den letzten sechs Duellen leicht für Werder.
Gegen den Tipp spricht Werders Anfälligkeit: In jedem Ligaspiel kassierte Bremen mindestens ein Tor, insgesamt zehn. Paderborn hat gegen Stuttgart gezeigt, dass die Mannschaft sich Chancen erspielen kann, und in Bremen gewann der SCP zwei der drei bisherigen Pflichtspiele. Dazu kommen die vielen Bremer Ausfälle und das Fragezeichen hinter Pieper. Weil schon ein Remis die Wette verliert, stufen wir das Risiko als „mittel“ ein.
Quote: 1,80 · Prognose: 2:1 · Risiko: mittel
Die Siegwette ist eine klassische Dreiweg-Wette. Wer das Remis absichern möchte, spielt Werder als Draw No Bet – dafür sinkt die Quote.
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Für Werder folgt am 24. Oktober das Auswärtsspiel in Mainz (15:30 Uhr), drei Tage später geht es in der zweiten Pokalrunde erneut nach Dortmund, am 31. Oktober kommt Hoffenheim ins Weserstadion. Mit einem Sieg gegen Paderborn bliebe Bremen dicht an den Europapokalplätzen. Paderborn empfängt am 24. Oktober den HSV, trifft in der zweiten Pokalrunde zu Hause erneut auf den VfB Stuttgart und spielt am 31. Oktober in Mönchengladbach. Gegen den HSV und beim noch punktlosen Tabellenletzten warten zwei Spiele, in denen der Aufsteiger punkten muss.