Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 15.10.2026 · Quoten können sich ändern
Zwei Teams mit identischer Bilanz und völlig unterschiedlicher Stimmung: Der Hamburger SV hat nach drei Niederlagen zum Saisonstart zweimal hintereinander gewonnen, zuletzt mit einem Siegtor in der Nachspielzeit in Hoffenheim. Der VfB Stuttgart reist nach zwei Siegen ohne Gegentor an, kommt aber erst am Mittwochabend aus Bratislava zurück. Beide stehen nach fünf Spieltagen bei sechs Punkten.
Die Tabelle trügt allerdings. Der HSV steht bei 5:15 Toren, hat in jedem Ligaspiel Gegentore kassiert und erarbeitet sich die wenigsten Torchancen der Liga. Stuttgart hat die schweren Auswärtsspiele in München und Hoffenheim hinter sich und gewann zuletzt zweimal ohne Gegentor. Der Markt sieht den VfB deshalb klar vorn.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 0:2 für den VfB Stuttgart. Wir spielen den Auswärtssieg des VfB zur Quote 1,80. Das Risiko stufen wir als mittel ein, weil Stuttgart nur rund 66 Stunden nach dem Champions-League-Spiel antritt.
Weitere Analysen gibt es in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand in der Bundesliga-Tabelle.
Der HSV hat in allen fünf Ligaspielen Gegentore kassiert, im Schnitt drei pro Partie. Stuttgart blieb in den letzten beiden Pflichtspielen ohne Gegentor, spielt aber bereits zum dritten Mal innerhalb von acht Tagen.
Prognose (90 Min.) 0:2 · zur Begründung ↓
VfB-Sieg zur Quote 1,80Quoten-Stand: 15.10.2026 · können sich ändern · 18+
Gespielt wird am Samstag um 15:30 Uhr im Volksparkstadion. Das Einzelspiel zeigt Sky Sport Bundesliga 2, in der Samstagskonferenz läuft die Partie bei DAZN 1. Schiedsrichter ist Robert Hartmann, seine Assistenten sind Tobias Schultes und Eduard Beitinger, im Kölner Videoraum sitzen Guido Winkmann und Tobias Welz.
Der Spielplan verteilt die Kräfte ungleich. Der HSV hatte seit dem Sieg in Hoffenheim eine volle Woche Zeit. Stuttgart spielte am Mittwoch um 21 Uhr in Bratislava und hat bis zum Anpfiff in Hamburg knapp drei Tage Pause. Trainer Sebastian Hoeneß hatte dort bereits fünf Wechsel in der Startelf vorgenommen, unter anderem saßen Torhüter Dennis Seimen, Atakan Karazor und Jamie Leweling zunächst auf der Bank.
Die Quoten sind eindeutig: Ein VfB-Sieg steht bei 1,80 bis 1,90, das Remis bei 3,90 bis 4,20 und ein Hamburger Sieg bei 3,65 bis 3,95. Margenbereinigt entspricht das einer Stuttgarter Siegchance von rund 52 Prozent. Dass beide Teams treffen, gilt mit einer Quote von 1,40 als wahrscheinlich.
Der HSV erwischte in Sinsheim den besseren Start: Nach einem Freistoß von Albert Sambi Lokonga traf Nicolás Capaldo den Pfosten, Yussuf Poulsen staubte in der 12. Minute zum 0:1 ab. Danach übernahm Hoffenheim mit fast 60 Prozent Ballbesitz die Kontrolle. Kurz vor der Pause musste Kapitän Nicolai Remberg mit einer Knieverletzung raus, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit lenkte Sebastiaan Bornauw eine Ecke ins eigene Tor. Bambasé Conté drehte das Spiel in der 53. Minute. Die Wende kam mit der Gelb-Roten Karte gegen Bernardo (65.): In Überzahl köpfte der eingewechselte Terem Moffi nach einer Flanke von Miro Muheim zum 2:2, ein weiteres Tor von Otto Stange zählte wegen Handspiels nicht. In der vierten Minute der Nachspielzeit verwertete Muheim nach einer Ecke von Fábio Vieira einen Abpraller per Volley zum 3:2.
In der Champions League rotierte Hoeneß kräftig: Fabian Bredlow, Finn Jeltsch, Grischa Prömel, Bilal El Khannouss und Dženan Pejčinović rückten in die Startelf. Deniz Undav brachte Stuttgart in der 29. Minute nach Zuspiel von Angelo Stiller mit einem abgefälschten Flachschuss in Führung. Kurz nach der Pause hatte Slovan Glück, dass ein Tor von Suleiman Camara nach Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen wurde, später traf Sandro Cruz die Latte. In der 64. Minute fälschte derselbe Cruz eine Hereingabe von Josha Vagnoman ins eigene Tor ab. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Ermedin Demirović per Kopf nach Flanke von Lorenz Assignon. Bredlow wurde kaum geprüft. Maximilian Mittelstädt fehlte mit einer Risswunde an der Ferse.
Der Start war ein Schock: 0:2 in Dortmund, 0:5 gegen Mainz, 0:5 in Leipzig. Danach hat sich der HSV gefangen und Köln mit 2:1 sowie Hoffenheim mit 3:2 geschlagen. Sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen sind mehr, als die Zahlen dahinter versprechen. Mit einem erwarteten Torwert von 4,7 aus fünf Spielen erarbeitet Hamburg die wenigsten Chancen der Liga und hat daraus fünf Tore gemacht. Hinten liegt der HSV deutlich über dem Soll: 15 Gegentore stehen rund 9,7 erwartete gegenüber.
Zwei Siege in Folge, spät treffsicher, Heimpublikum.
15 Gegentore, wenig Torchancen, Remberg und Grønbæk fehlen.
Die Liga-Bilanz bleibt unter den Erwartungen: 1:5 in München, 4:1 gegen Köln, 1:2 in Hoffenheim, 0:1 gegen Dortmund und zuletzt 2:0 in Paderborn. Sechs Punkte sind für einen Champions-League-Teilnehmer zu wenig. Die Leistungsdaten sind besser als die Tabelle: Mit 9,75 erwarteten Toren hätte der VfB mehr als die acht erzielten Treffer verdient. In der Champions League läuft es dagegen rund, nach dem 3:1 gegen Viking und dem 3:0 in Bratislava hat Stuttgart sechs Punkte und 6:1 Tore.
Zwei Pflichtspiele zu null, mehr Qualität im Kader.
Englische Woche, Mittelstädt fehlt, Chancenverwertung.
Beim HSV fallen neben Grønbæk auch Nicolai Remberg (Kreuzbandriss), Patson Daka (Faserriss) und der gesperrte Mario Vušković aus. Beim VfB fehlt Maximilian Mittelstädt, den in der Viererkette Ramon Hendriks ersetzen dürfte.
Merlin Polzin dürfte mit Dreierkette beginnen. Warmed Omari, Bornauw und Jordan Torunarigha verteidigen zentral, Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe geben die Schienenspieler. Ohne Remberg und Grønbæk bilden Capaldo und Sambi Lokonga die Doppelsechs, davor sollen Vieira und Adeline Poulsen versorgen. Gegen den Ball wird daraus eine Fünferkette, nach Ballgewinnen sucht der HSV schnell den Weg über die Flügel.
Schlüssel: Stiller im Aufbau stören, die eigenen Standards nutzen und hinten die Fehler der ersten Spieltage vermeiden.
Sebastian Hoeneß kehrt nach der Rotation zu seiner Liga-Elf zurück. Seimen steht wieder im Tor, Karazor und Stiller bilden die Doppelsechs. Kapitän Undav agiert hinter Pejčinović, Leweling und Chris Führich kommen über die Außen. Stuttgart will das Spiel über Ballbesitz kontrollieren und die Räume zwischen Hamburgs Dreierkette und den Schienenspielern bespielen.
Schlüssel: früh treffen, damit der HSV öffnen muss, und mit Ball Kräfte sparen.
Die Pointe liegt im letzten Hamburger Heimspiel gegen Stuttgart: Im November 2025 gewann der HSV mit 2:1, das Siegtor fiel in der Nachspielzeit durch Fábio Vieira. Das Rückspiel im April entschied der VfB dann deutlich mit 4:0 für sich.
Beide Elfen sind Prognosen, verbindlich wird es mit der Bekanntgabe rund eine Stunde vor Anpfiff. Beim HSV hängt viel an El Ouahdi: Fällt er aus, könnte die rechte Schiene neu besetzt werden. Beim VfB entscheidet das Abschlusstraining, ob Hoeneß nach der englischen Woche weitere Kräfte schont. Demirović und El Khannouss sind die naheliegenden Optionen für die Offensive.
Quoten-Stand: 15.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Die Zahlen sprechen für den VfB. Nach unserer eigenen Berechnung liegt Stuttgart bei 51 Prozent, der HSV bei 26 Prozent, das Remis bei 23 Prozent. Der Markt kommt margenbereinigt auf rund 52 Prozent für den VfB. Andere Tippgeber sehen den Auswärtssieg ebenfalls vorn, meist allerdings mit Hamburger Gegentor: Als wahrscheinlichstes Einzelergebnis eines VfB-Siegs ergibt auch unsere Berechnung das 1:2 mit 9,4 Prozent, das 0:2 folgt mit 6,8 Prozent.
Zur Quote gehört ein ehrlicher Hinweis: Bei 51 bis 52 Prozent Siegchance läge die faire Quote zwischen 1,91 und 1,96. Die 1,80 enthält also keinen rechnerischen Value, wir halten den Sieg trotzdem für die passende Wette, weil der VfB in diesem Spiel klar die bessere Ausgangslage hat. Der wichtigste Gegenpunkt ist die Belastung: Stuttgart spielt knapp drei Tage nach Bratislava, der HSV ist ausgeruht und hat zuletzt zweimal spät getroffen. Ein Remis wäre keine Überraschung. Deshalb bleibt das Risiko „mittel“. Wer vorsichtiger spielen will, findet mit Draw No Bet eine Absicherung gegen das Unentschieden.
Quote: 1,80 · Prognose: 0:2 · Risiko: mittel
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Für den HSV geht es darum, den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter zu vergrößern. Danach wartet am 24. Oktober das Spiel in Paderborn, ehe zweimal innerhalb weniger Tage Eintracht Frankfurt der Gegner ist, im DFB-Pokal und am 1. November in der Liga. Stuttgart bleibt im Dauereinsatz: Am Dienstag kommt Atlético Madrid in der Champions League, am Freitag darauf Borussia Mönchengladbach, dann folgen das Pokalspiel in Paderborn und die Reise nach Leverkusen. Wer im Abstiegskampf gefährdet ist, zeigt unsere Prognose zu den Bundesliga-Absteigern 2026/27, die Analyse zum letzten Stuttgarter Europapokalspiel steht bei Slovan gegen Stuttgart.