Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 14.10.2026 · Quoten können sich ändern
Für unsere Prognose zu Elversberg gegen Augsburg lohnt zuerst ein Blick auf einen Spieler: Robin Fellhauer spielte sechs Jahre für die SV 07 Elversberg, zuletzt als Kapitän, ehe er im Sommer 2025 zum FC Augsburg wechselte. Gegen Bayern schrieb er gerade Bundesliga-Geschichte – sein Treffer nach 8,4 Sekunden ist das schnellste Tor, das die Liga je gesehen hat. Am Samstag trifft er im ersten Bundesligaduell der beiden Klubs auf seinen alten Verein.
Sportlich kommen beide nach starkem Start etwas abgekühlt an die Kaiserlinde. Aufsteiger Elversberg gewann die ersten beiden Spiele gegen Leverkusen (3:2) und in Mönchengladbach (4:3), hat in den drei Partien danach aber nur noch ein Tor erzielt und zuletzt 0:1 bei Union verloren. Augsburg traf in jedem Ligaspiel mindestens zweimal, gewann aber keines der letzten drei. Nach dem 2:2 gegen Bayern ist der FCA Sechster – einen Punkt und drei Plätze vor Elversberg.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:1. Beim Sieger ist die Partie ein Münzwurf, die Buchmacher sehen beide Teams fast gleichauf. Wir tippen deshalb nicht auf den Ausgang, sondern auf die Torzahl: Unter 3,5 Tore zur Quote 1,70. Die Wette gewinnt, solange höchstens drei Tore fallen.
Die übrigen Partien des Spieltags haben wir in den 1. Bundesliga Tipps gesammelt, wie eng es im Mittelfeld zugeht, zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Vor dem Spieltag hatte kein Team weniger Schüsse abgegeben als Elversberg (48). Augsburg brachte 34 Schüsse aufs Tor, nur Bayern und Leipzig kamen auf mehr. In den fünf Augsburger Ligaspielen fielen 21 Tore, in den fünf Elversberger Spielen 16.
Prognose (90 Min.) 1:1 · gewinnt bei höchstens drei Toren · zur Begründung ↓
Tipp „Unter 3,5 Tore“ @ 1,70 setzenQuoten-Stand: 14.10.2026 · können sich ändern · 18+
Elversberg ist der kleinste Ort, der je in der Bundesliga vertreten war, und das Stadion an der Kaiserlinde ist noch eine Baustelle. Bis der Ausbau auf rund 15.500 Plätze im Laufe der Rückrunde fertig ist, spielt der Aufsteiger mit einer Sondergenehmigung vor knapp 10.000 Zuschauern. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 5, in der Samstagskonferenz ist die Partie auf DAZN 1 dabei, im Free-TV läuft sie nicht. Wer die Partie leitet, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
Keiner der beiden Klubs spielt international, beide gehen ohne Zusatzbelastung in den Samstag. Zu Hause war Elversberg zuletzt eine Macht: Von den letzten neun Liga-Heimspielen gewann die Mannschaft sieben, in sechs davon erzielte sie mindestens drei Tore (saisonübergreifend). Augsburg hat auswärts ein anderes Thema – in den letzten 23 Liga-Auswärtsspielen blieb der FCA nie ohne Gegentor (saisonübergreifend).
Bei den Buchmachern liegen beide Teams fast gleichauf: Ein Elversberger Heimsieg wird zwischen 2,40 und 2,55 angeboten, ein Augsburger Sieg zwischen 2,55 und 2,72, das Remis zwischen 3,70 und 3,90. Unter 3,5 Tore gibt es um 1,70, über 2,5 Tore um 1,44. Der Markt rechnet also mit Toren, aber nicht mit einem Schützenfest.
In Berlin fehlte Elversberg das Glück im Abschluss. Union war vor der Pause die etwas aktivere Mannschaft, Nicolas Kristof parierte zweimal gegen Tim Skarke. Auf der anderen Seite köpfte Maximilian Rohr in der 35. Minute an die Latte und traf kurz vor der Pause erneut das Aluminium, Noah Darvich scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an Frederik Rønnow. Nach dem Seitenwechsel kam der eingewechselte Maurice Krattenmacher zu einem Schuss an den Außenpfosten (70.). Entschieden wurde die Partie nach einer Ecke: Livan Burcu, ebenfalls eingewechselt, zog in der 81. Minute aus rund 20 Metern ab, der Ball wurde unhaltbar abgefälscht. Kurz vor Schluss parierte Rønnow noch einen Fallrückzieher von Łukasz Poręba. Für den Aufsteiger war es die zweite Saisonniederlage.
Schneller ging es in der Bundesliga noch nie: Nach dem Anstoß wollte Manuel Neuer den Ball über den heranstürmenden Robin Fellhauer heben, der Lupfer prallte am Augsburger ab, und Fellhauer schob nach 8,4 Sekunden ein. Den alten Rekord von neun Sekunden hatten sich Karim Bellarabi und Kevin Volland geteilt. Juma Bah vergab nach einer Ecke frei das 2:0 (35.), zur Pause führte Augsburg 1:0. Danach drängte Bayern: Ismael Saibari glich nach Vorarbeit von Harry Kane aus (55.), Rodrigo Ribeiro staubte in der 64. Minute ab, nachdem Neuer einen Schuss von Calvin Brackelmann nur abklatschen konnte. Der eingewechselte Nathaniel Brown traf zum 2:2 (80.), wieder nach Kane-Vorlage. In der Schlussphase hatte Augsburg Glück: Ein Treffer von Luis Díaz zählte wegen Abseits nicht, Serge Gnabry traf den Pfosten. Bayern kam auf 28 Schüsse – dass es beim Remis blieb, lag vor allem an Finn Dahmen.
Elversberg ist als Zweiter der 2. Bundesliga aufgestiegen und spielt die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. Der Auftakt mit dem 3:2 gegen Leverkusen und dem 4:3 in Mönchengladbach war spektakulär, danach wurde es zäh: 1:2 gegen Bayern, 0:0 auf Schalke, 0:1 bei Union. Seit drei Spielen wartet die Mannschaft von Vincent Wagner auf einen Sieg, seit zwei Spielen auf ein Tor. Mit sieben Punkten und 8:8 Toren steht der Aufsteiger trotzdem auf Platz neun, drei Punkte vor dem Relegationsplatz.
Sieben der letzten neun Liga-Heimspiele gewonnen (saisonübergreifend).
Zwei Ligaspiele ohne Tor, die wenigsten Schüsse der Liga.
Augsburg ist unter Manuel Baum so gut gestartet wie lange nicht: 3:0 gegen Schalke, 4:1 in Frankfurt, 2:2 gegen Leverkusen, 2:3 in Bremen und zuletzt das 2:2 gegen Bayern. In jedem Ligaspiel traf der FCA mindestens zweimal, die einzige Niederlage gab es an der Weser. Auffällig ist, wann die Tore fallen: Zehn der 13 Treffer erzielte Augsburg nach der Pause. Die Kehrseite zeigt sich auswärts – seit 23 Liga-Auswärtsspielen kassiert der FCA jedes Mal mindestens ein Gegentor (saisonübergreifend).
13 Tore, in jedem Spiel mindestens zwei eigene Treffer.
Drei Ligaspiele ohne Sieg, auswärts immer mit Gegentor.
Nicht unter den drei Bestbewerteten, aber für das Spiel zentral: Robin Fellhauer hat drei Tore erzielt und mit 17,8 Sprints pro 90 Minuten den höchsten Wert im FCA-Kader, Michael Gregoritsch steht ebenfalls bei drei Toren. Bei Elversberg ist Maurice Krattenmacher der gefährlichste Joker: drei Tore, alle nach Einwechslung, in Berlin traf er den Pfosten.
Vincent Wagner lässt von hinten heraus aufbauen: Rohr und Pinckert spielen die meisten Pässe, die Außenverteidiger rücken weit auf, Keidel und Poręba sichern davor ab. Darvich, eine Leihgabe aus Stuttgart, besetzt die Zehn, Petkov und Zimmerschied die Flügel, vorn ist David Mokwa vorgesehen. Das Problem: Aus dem Ballbesitz entsteht zu wenig. Mit 48 Schüssen hatte Elversberg vor dem Spieltag den Ligatiefstwert, in den letzten beiden Spielen blieb der Aufsteiger ohne Tor.
Schlüssel: Augsburg nach Ballverlusten nicht ins Umschaltspiel kommen lassen und über Standards zu den Abschlüssen kommen, die aus dem Spiel heraus fehlen.
Manuel Baum setzt auf eine Dreierkette mit Bah, Matsima und Brackelmann, davor Massengo und Rieder im Zentrum, Fellhauer und Behrens auf den Außenbahnen. Kade und Ibrahimović spielen hinter Gregoritsch. Augsburg sucht konsequent den Abschluss: 34 Schüsse aufs Tor sind der drittbeste Wert der Liga. Gefährlich wird der FCA vor allem spät, zehn der 13 Tore fielen nach der Pause.
Schlüssel: Elversbergs Aufbau früh anlaufen – wie viel das bringen kann, hat Fellhauer gegen Bayern gezeigt – und hinten endlich einmal ohne Gegentor bleiben.
Die aktuellere Verbindung läuft über die Kader: Fellhauer kam im Sommer 2025 aus Elversberg nach Augsburg, Lasse Günther ging im selben Sommer den umgekehrten Weg und verteidigt heute links in Elversbergs Viererkette.
Bei Elversberg kehrt Jan Gyamerah, der in Berlin fehlte, in die Viererkette zurück, im Sturm soll David Mokwa beginnen. Die Alternative wäre Noel Futkeu, Torschützenkönig der 2. Bundesliga 2025/26 und Leihgabe aus Frankfurt. Bei Augsburg steht hinter Arijon Ibrahimović ein Fragezeichen. Rodrigo Ribeiro, gegen Bayern Torschütze zum 2:1, ist zunächst nur als Joker eingeplant. Endgültig sind die Aufstellungen erst, wenn die Trainer sie rund eine Stunde vor Anpfiff abgeben.
1X2-Quoten: Beispielwerte aus dem Marktvergleich, Stand 14.10.2026 · unser Tipp ist Unter 3,5 Tore @ 1,70
Quoten-Stand: 14.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für den Tipp spricht Elversbergs Ladehemmung: Zwei Ligaspiele ohne Tor, in beiden Partien zusammen fiel nur ein Treffer, und vor dem Spieltag hatte kein Team weniger Schüsse abgegeben. Augsburg trifft zwar regelmäßig, aber vor allem spät – zehn der 13 Tore fielen nach der Pause. Bei zwei Teams, die in der Tabelle nur ein Punkt trennt und die der Markt fast gleich stark einschätzt, ist ein vorsichtiger Beginn wahrscheinlich. Das passt zu unserer Prognose 1:1.
Gegen den Tipp spricht die Torbilanz der Augsburger Spiele: In vier der fünf Ligaspiele fielen mindestens vier Tore, im Schnitt 4,2 pro Partie. Auch Elversberg hat mit dem 3:2 gegen Leverkusen und dem 4:3 in Gladbach gezeigt, dass es wild werden kann. Wegen der niedrigen Quote stufen wir das Risiko als „niedrig“ ein – ein Selbstläufer ist die Wette trotzdem nicht.
Quote: 1,70 · Prognose: 1:1 · Risiko: niedrig
Wie Torwetten funktionieren, erklären unsere Lexikon-Einträge zur Über/Unter-Wette und zur Torwette. Wer direkt auf unsere Prognose setzen will, findet das 1:1 als Ergebniswette zu einer Quote um 8,00.
Tore-, Ergebnis- und Siegwetten zum ersten Bundesligaduell an der Kaiserlinde.
Zu Betano18+ | Glücksspiel kann süchtig machen | Hilfe unter buwei.de | AGB der Anbieter gelten
Für Elversberg beginnen danach zwei dichte Wochen: Am 24. Oktober geht es zu RB Leipzig (15:30 Uhr), am 27. Oktober kommt Darmstadt in der zweiten Pokalrunde an die Kaiserlinde (20:45 Uhr), am Freitag, 30. Oktober, folgt das Heimspiel gegen Mainz (20:30 Uhr). Ein Heimsieg gegen Augsburg würde vor diesem Programm Luft verschaffen. Augsburg empfängt am 24. Oktober Union Berlin, spielt in der zweiten Pokalrunde beim Drittligisten Großaspach und hat am 31. Oktober den SC Freiburg zu Gast. Mit einem Sieg an der Kaiserlinde bliebe der FCA in der oberen Tabellenhälfte vorn dabei.