Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 21.10.2026 · Quoten können sich ändern
Der Freitagabend eröffnet den 7. Spieltag mit einem Duell zweier Klubs, die sich ihren Herbst anders vorgestellt hatten. Der VfB Stuttgart steht nach vier Niederlagen aus sechs Ligaspielen nur auf Platz 13, ist in der Champions League aber ungeschlagen und hat am Dienstag Atlético Madrid ein 1:1 abgerungen. Borussia Mönchengladbach ist Schlusslicht: sechs Spiele, sechs Niederlagen, 8:20 Tore.
Für Gladbach geht es um mehr als drei Punkte. Noch nie hat ein Bundesligist seine ersten sieben Saisonspiele verloren – genau diese Marke droht am Freitag. Trainer Alexander Blessin, gebürtiger Stuttgarter und von 1997 bis 1999 selbst im VfB-Kader, wartet nach zwei Spielen im Amt weiter auf den ersten Punkt. Der VfB muss dagegen drei Tage nach dem Kraftakt gegen Atlético die Kräfte verteilen, die voraussichtliche Elf deutet bereits auf Rotation hin.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 3:1 für den VfB Stuttgart. Weil der einfache Heimsieg nur um 1,38 quotiert ist, spielen wir das Handicap -1,5 auf Stuttgart zur Quote 1,85. Der VfB muss dafür mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen.
Alle Partien des Spieltags stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, den Zwischenstand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Stuttgart steht nach sechs Ligaspielen bei 8:10 Toren, Gladbach bei 8:20. In Hamburg erspielte sich der VfB Chancen im Wert von 2,67 erwarteten Toren und verlor trotzdem 0:1. Die Borussia hat auswärts erst ein Tor erzielt und zehn kassiert.
Prognose (90 Min.) 3:1 · zur Begründung ↓
Handicap -1,5 VfB @ 1,85 setzenQuoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Angepfiffen wird um 20:30 Uhr in der MHPArena in Bad Cannstatt, die rund 60.000 Zuschauer fasst. Live zu sehen ist das Freitagsspiel bei Sky Sport Bundesliga 1. Die Schiedsrichter-Ansetzung für den 7. Spieltag stand bei Redaktionsschluss noch aus.
Die Buchmacher sehen den VfB klar vorn. Der Heimsieg wird zwischen 1,35 und 1,40 gehandelt, das Remis zwischen 5,25 und 6,00, ein Gladbacher Sieg zwischen 6,25 und 7,50. Ohne Buchmachermarge entspricht das rund 69 Prozent für Stuttgart, 17 Prozent für ein Unentschieden und 14 Prozent für die Borussia. Unsere eigene Berechnung vom Montag landete bei 66, 18 und 16 Prozent. Sie ist etwas vorsichtiger, weil sie die dritte VfB-Partie innerhalb von sieben Tagen einpreist.
Der Kalender lässt beiden Teams wenig Luft. Schon am Dienstag und Mittwoch folgt die 2. Runde im DFB-Pokal: Gladbach empfängt den Karlsruher SC, der VfB tritt in Paderborn an. Für Stuttgart ist das Spiel gegen die Borussia das fünfte Pflichtspiel innerhalb von 14 Tagen.
Eine Halbzeit lang setzte der VfB den spanischen Favoriten unter Dauerdruck. Bilal El Khannouss prüfte Jan Oblak schon in der ersten Minute, Stuttgart presste hoch und mit vielen Spielern, Atléticos Innenverteidiger fanden kaum eine saubere Anspielstation. Das 1:0 entstand genau aus diesem Druck: Angelo Stiller eroberte gegen Marc Pubill den Ball, Jamie Leweling schloss in der 36. Minute aus rund 16 Metern ins linke Eck ab.
Diego Simeone reagierte zur Pause und brachte Ademola Lookman für Jonathan David. Kurz nach Wiederanpfiff verwertete Julián Álvarez Lookmans flache Hereingabe zum 1:1. Nach Morten Hjulmands Roter Karte (64., gestrecktes Bein gegen Stiller) spielte Stuttgart fast eine halbe Stunde in Überzahl, fand gegen den tief verteidigenden Gegner aber kaum noch klare Lücken. Grischa Prömel vergab zweimal, einmal per Kopf knapp vorbei, Jeff Chabot köpfte eine Ecke am Pfosten vorbei, der eingewechselte Dženan Pejčinović scheiterte in der Nachspielzeit. Dennis Seimen feierte sein Debüt in der Königsklasse und parierte gegen Pablo Barrios. Bitter: Josha Vagnoman musste in der 52. Minute angeschlagen raus, die rechte Wade war danach bandagiert. Lorenz Assignon kam für ihn.
Hoeneß hatte nach dem 0:1 in Hamburg Mittelstädt, Prömel und Führich in die Elf geholt, Jeltsch, Karazor und Demirović saßen zunächst draußen. Das Ligaspiel beim HSV war ein Lehrstück für Stuttgarts Saisonproblem: Chancen im Wert von 2,67 erwarteten Toren, ein Pfostentreffer von Deniz Undav, dann Miro Muheims Distanzschuss zum 0:1 in der 88. Minute.
In Blessins erstem Heimspiel lief Gladbach früh hinterher. Nach elf Minuten spielte Alexander Prass flach in die Mitte, Bambasé Conté schob zum 0:1 ein. Moritz Nicolas hielt die Borussia mit mehreren starken Paraden im Spiel, einmal lenkte er einen Schuss von Adam Hložek an den Pfosten. Kurz vor der Pause traf Fisnik Asllani per Freistoß die Latte.
Direkt nach Wiederanpfiff kam Gladbach zurück. Isac Lidberg und Florian Neuhaus leiteten den Angriff ein, der 17-jährige Wael Mohya zog in den Strafraum und traf zum 1:1 – ein Abschluss, dem die Statistik nur fünf Prozent Torwahrscheinlichkeit gab. Die Freude hielt fünf Minuten: Nach einem Hackenpass von Hložek erzielte Prass das 1:2. Danach kam von der Borussia zu wenig, die erwarteten Tore standen am Ende bei 0,86 zu 1,36.
Zwei Nachwirkungen reisen mit nach Stuttgart. Lidberg musste schon in der 51. Minute mit Oberschenkelproblemen raus, für ihn kam Shuto Machino. Und Blessin wählte nach dem Abpfiff harte Worte: Seine Mannschaft habe „teilweise Angsthasen-Fußball“ gespielt, vor allem in der Viertelstunde vor der Pause seien zu viele Bälle zurückgegangen. Nicolas nannte die Lage „einfach brutal frustrierend“.
Sechs Punkte aus sechs Spielen und Platz 13 sind für einen Champions-League-Teilnehmer klar unter dem Soll. Vier Niederlagen nach sechs Spieltagen hatte der VfB zuletzt 2015/16 – jene Saison endete mit dem Abstieg. Die Ergebnisse der Reihe nach: 1:5 in München, 4:1 gegen Köln, 1:2 in Hoffenheim, 0:1 gegen Dortmund, 2:0 in Paderborn und zuletzt 0:1 in Hamburg. Auffällig: Alle vier Ligaspiele, in denen Stuttgart das erste Gegentor kassierte, gingen verloren. In Europa läuft es dagegen rund mit 3:1 gegen Viking, 3:0 in Bratislava und dem 1:1 gegen Atlético. Hoeneß benannte das Kernproblem vor dem Atlético-Spiel selbst: Seine Mannschaft müsse vor dem Tor „kaltschnäuziger“ werden.
Heimbilanz 2026, ungeschlagen in der Königsklasse, viele Chancen.
Chancenverwertung, vier Ligapleiten, dritte Partie in sieben Tagen.
Gladbach erlebt den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte: 0:3 in Leipzig, 3:4 gegen Elversberg, 0:5 in Freiburg, 3:4 gegen Mainz, 1:2 in Köln und 1:2 gegen Hoffenheim. Mit sechs Niederlagen waren zuvor nur Düsseldorf (1991/92), Mainz (2020/21) und Bochum (2022/23) gestartet, Mainz und Bochum hielten am Ende trotzdem die Klasse. Der Wechsel von Eugen Polanski zu Blessin hat die Ergebnisse knapper gemacht, gepunktet hat die Borussia aber auch unter dem neuen Trainer nicht: zweimal 1:2. Auswärts steht sie bei 1:10 Toren und wartet seit 14 Bundesliga-Auswärtsspielen auf einen Sieg, die längste Serie dieser Art seit 2005. Die Fanszene fordert den Rücktritt von Präsident Rainer Bonhof, das Lazarett ist voll.
Mohya als Lichtblick, Nicolas stark, zuletzt nur knappe Niederlagen.
20 Gegentore, auswärts 1:10, viele Ausfälle in Abwehr und Angriff.
Abseits der Top 3: Beim VfB ist Ermedin Demirović der gefährlichste Abschlussspieler (3,20 erwartete Tore, aber erst ein Treffer), Angelo Stiller verteilt mit 59,5 erfolgreichen Pässen pro Spiel bei 91 Prozent Quote die Bälle. Bei Gladbach ist der 17-jährige Wael Mohya der Hoffnungsträger und als erster Borusse mit drei Bundesliga-Toren vor dem 18. Geburtstag in die Vereinsbücher eingegangen. Torwart Moritz Nicolas ist der Grund, warum die Niederlagen zuletzt nicht höher ausfielen.
Sebastian Hoeneß bleibt beim 4-2-3-1, wechselt nach dem Atlético-Abend aber kräftig durch. Die Prognose sieht Atakan Karazor neben Stiller auf der Doppelsechs, Finn Jeltsch neben Chabot in der Innenverteidigung und Demirović als Spitze. Undav rückt hinter ihn, Leweling und Führich besetzen die Flügel. Rechts hinten ist Assignon eingeplant, falls Vagnoman nicht rechtzeitig fit wird. Gegen Atlético hat der VfB gezeigt, wie konsequent er den gegnerischen Aufbau zustellen kann. Gegen eine verunsicherte Gladbacher Dreierkette ist dieses hohe Pressing der wichtigste Hebel.
Schlüssel: früh Druck auf Diks und Sander, Ballgewinne schnell zu Demirović und Undav bringen, Konter über Bolin und Mohya unterbinden.
Blessin lässt mit Dreierkette spielen: Philipp Sander, Kevin Diks und Fabio Chiarodia vor Moritz Nicolas, davor Joe Scally und Lukas Ullrich als Schienenspieler, Zento Uno und Neuhaus im Zentrum. Bolin und Mohya sollen hinter der Spitze die Räume zwischen den Linien besetzen. Fällt Lidberg aus, wären Shuto Machino oder der zurückgekehrte Nicolas Kühn die Alternativen. Das Problem ist weniger die Grundordnung als der Mut: Gegen Hoffenheim spielte Gladbach vor der Pause zu viele Bälle zurück, Blessin hat das öffentlich angesprochen.
Schlüssel: die erste Pressingwelle überstehen, lange die Null halten und auf Standards oder Umschaltmomente warten.
| Datum | Partie | Ergebnis | Handicap -1,5 VfB |
|---|---|---|---|
| 25.01.2026 | Gladbach – Stuttgart | 0:3 | gewonnen |
| 30.08.2025 | Stuttgart – Gladbach | 1:0 | verloren |
| 01.02.2025 | Stuttgart – Gladbach | 1:2 | verloren |
| 14.09.2024 | Gladbach – Stuttgart | 1:3 | gewonnen |
| 18.05.2024 | Stuttgart – Gladbach | 4:0 | gewonnen |
Die Pointe für unseren Tipp: Drei der letzten fünf Duelle hätten das Handicap gewonnen, zuletzt das 3:0 in Mönchengladbach im Januar, bei dem Undav traf und Stiller ein Tor vorbereitete. Zu Hause tat sich der VfB zuletzt schwerer – auf das 4:0 im Mai 2024 folgten ein 1:2 und ein knappes 1:0. Weil sich Kader und Trainer seitdem stark verändert haben, gewichten wir die Historie geringer als die aktuelle Form.
Beide Formationen sind Prognosen. Verbindlich wird es mit der Bekanntgabe der Startelf rund 60 Minuten vor dem Anstoß. Beim VfB hängt die rechte Abwehrseite an Vagnomans Wade: Ist er fit, dürfte er statt Assignon beginnen. Offen ist auch, ob Hoeneß Mittelstädt, Prömel oder El Khannouss nach dem Atlético-Spiel doch von Beginn an bringt. Bei Gladbach steht hinter Lidberg ein Fragezeichen. Fällt er aus, spricht viel für Machino, Kühn trainiert nach seinem Muskelbündelriss seit einer Woche wieder mit der Mannschaft.
Quoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für den Tipp sprechen drei Dinge. Erstens Gladbachs Auswärtsbilanz: 1:10 Tore in drei Spielen, dazu sieben Gegentore nach der 75. Minute. Liegt Stuttgart vorn, wird es für die Borussia hinten raus erfahrungsgemäß schwerer. Zweitens die Chancenproduktion des VfB, der in Hamburg und gegen Atlético jeweils mehr Torgefahr erzeugte als der Gegner. Drittens das Personal: Ohne Kleindienst, Leopold und Leszczyński, womöglich auch ohne Itakura und Lidberg, fehlen Gladbach mehrere Stammkräfte in Abwehr und Angriff.
Der wichtigste Einwand ist die Belastung. Der VfB bestreitet sein fünftes Pflichtspiel in 14 Tagen, und die voraussichtliche Elf zeigt, dass Hoeneß rotieren muss. Dazu kommt Gladbachs Entwicklung unter Blessin, beide Spiele gingen nur mit einem Tor verloren. Ein 2:1 ist nach unserer eigenen Berechnung sogar das wahrscheinlichste Einzelergebnis – und würde die Wette verlieren. Unser 3:1 folgt knapp dahinter unter den drei häufigsten Ausgängen.
Zur Quote: 1,85 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von rund 54 Prozent. Unsere eigene Berechnung sieht einen VfB-Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung bei etwa 45 Prozent, aus den aktuellen Marktquoten ergeben sich knapp 49 Prozent. Fair wäre damit ein Kurs zwischen 2,05 und 2,25. Die 1,85 sind also knapp kalkuliert und kein Schnäppchen, ein Quotenvergleich lohnt sich. Zusammen mit der Rotationsfrage beim VfB ergibt das ein mittleres Risiko.
Quote: 1,85 · Prognose: 3:1 · Risiko: mittel
Vorsichtigere Variante: der einfache Heimsieg um 1,38. Wie die Handicap-Märkte funktionieren, erklärt unser Wettlexikon zum europäischen Handicap und zum asiatischen Handicap. Kombinationsideen gibt es bei den Fußball-Kombiwetten.
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Für beide Klubs beginnt nach Freitag eine dichte Woche. Der VfB spielt am Mittwoch im Pokal in Paderborn, am Samstag darauf in Leverkusen und am 3. November in der Champions League bei Galatasaray. Gladbach empfängt am Dienstag im Pokal den Karlsruher SC und am Samstag, 31. Oktober, den SC Paderborn. Spätestens dort muss der erste Ligasieg her, sonst wird die Lage im Tabellenkeller schnell bedrohlich. Wie die Borussia vor der Saison im Abstiegsrennen eingeordnet wurde, zeigt unsere Absteiger-Prognose 2026/27.