Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 22.10.2026 · Quoten können sich ändern
Am Samstag empfängt RB Leipzig den Aufsteiger SV 07 Elversberg. Die Tabelle stellt die Rollen auf den Kopf: Der Neuling steht mit zehn Punkten einen Platz vor Leipzig, so gut ist seit RB selbst 2016/17 kein Aufsteiger gestartet. Die Sachsen kommen dagegen aus einer bitteren Woche mit einem 1:6 in München und einem 1:4 bei Real Madrid.
Zu Hause sieht die Welt für Leipzig anders aus: drei Heimspiele, drei Siege, 14:0 Tore. Elversberg wiederum spielt keine Spiele mit klarem Ausgang. Keines der sechs Ligaspiele ging mit mehr als einem Tor Unterschied aus, dreimal fielen fünf oder mehr Tore.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 3:1 für Leipzig. Gespielt wird Über 3,5 Tore zur Quote 1,65. Die Wette gewinnt, sobald mindestens vier Tore fallen – unabhängig davon, wer sie erzielt.
Alle Partien des Spieltags stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Leipzig steht bei 16:11 Toren, Elversberg bei 12:11. In sechs der letzten acht Leipziger Pflichtspiele fielen mindestens vier Tore, in Elversberger Ligaspielen im Schnitt fast vier.
Prognose (90 Min.) 3:1 · zur Begründung ↓
Über 3,5 Tore zur Quote 1,65Quoten-Stand: 22.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Gespielt wird in der Red Bull Arena, dem früheren Zentralstadion, das knapp 48.000 Zuschauer fasst. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 2, die Samstagskonferenz läuft bei DAZN – alle Sender der Saison im Überblick. Die Schiedsrichter-Ansetzung stand bei Redaktionsschluss noch aus.
Leipzig ist trotz der Tabellenlage klarer Favorit. Der Heimsieg wird zwischen 1,42 und 1,45 gehandelt, das Remis zwischen 4,75 und 5,60, ein Sieg von Elversberg zwischen 5,50 und 6,50. Ohne Buchmachermarge sind das rund 66 Prozent für Leipzig, 18 für ein Unentschieden und 16 für Elversberg. Unsere eigene Berechnung vom Montag kommt auf 66, 18,5 und 15,5 Prozent – darin steckt bereits ein Abzug für die kurze Pause nach dem Champions-League-Spiel in Madrid. Über 2,5 Tore sehen wir bei 73 Prozent, Über 3,5 Tore bei rund 52 Prozent.
Schon am Dienstag folgt die 2. Runde im DFB-Pokal: Leipzig muss auswärts antreten, Elversberg empfängt Darmstadt. Für RB geht es danach am 31. Oktober auf Schalke weiter.
In Madrid hielt Leipzig in der Champions League eine Halbzeit lang gut mit und hatte selbst Gelegenheiten, unter anderem scheiterte Rômulo mit einem Volleyschuss an Thibaut Courtois. Kurz vor der Pause traf Bernardo Silva im Nachsetzen zum 1:0 für Real.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Arda Güler in der 52. Minute, Kylian Mbappé machte in der 83. Minute alles klar. Tidiam Gomis verkürzte noch, weil Dean Huijsen ihn aus den Augen verlor, ehe der frühere Leipziger Yan Diomande in der 88. Minute per Volleyschuss zum 4:1 traf.
Es war Leipzigs fünfte Auswärtsniederlage in Folge über alle Wettbewerbe: Bremen, Como, Leverkusen, München und Madrid, zusammen 4:19 Tore. Zwischen dem Abpfiff im Bernabéu und dem Anpfiff gegen Elversberg liegen nicht einmal 65 Stunden.
Elversberg legte gegen Augsburg einen Blitzstart hin. Nach vier Minuten scheiterte Lukas Petkov zwar mit einem Handelfmeter an Finn Dahmen, verwertete aber den Nachschuss. Drei Minuten später erhöhte Lasse Günther, in der 28. Minute erzielte Maximilian Rohr sein erstes Bundesliga-Tor zum 3:0.
Der Abend hatte aber einen Preis: Noah Darvich und Jan Gyamerah mussten kurz vor der Pause mit Oberschenkelproblemen raus. Augsburg kam per Handelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und mit einem weiteren Elfmeter in der 76. Minute auf 3:2 heran. Frederik Schmahl stellte in der 89. Minute auf 4:2, Augsburg verkürzte noch einmal, und in der achten Minute der Nachspielzeit setzte Noel Futkeu einen Elfmeter an die Latte.
Mit 5,05 zu 4,94 erwarteten Toren und fast 50 Schüssen war es ein offener Schlagabtausch mit vier Elfmeterentscheidungen. Elversberg beendete damit eine Serie von drei Spielen ohne Sieg und kletterte auf Platz 6.
Leipzig schwankt unter Martin Demichelis, der im Sommer auf Ole Werner folgte, zwischen den Extremen. Zu Hause gab es ein 3:0 gegen Gladbach, ein 5:0 gegen den HSV und ein 6:0 gegen Frankfurt, auswärts ein 1:3 in Bremen, ein 0:2 in Leverkusen und ein 1:6 in München. Drei Siege mit mindestens zwei Toren Vorsprung stehen drei Niederlagen mit mindestens zwei Toren Rückstand gegenüber. Die letzten acht Bundesliga-Heimspiele gewann Leipzig allesamt, ein Vereinsrekord. Gegen Aufsteiger ist RB in 40 Bundesliga-Spielen ungeschlagen (35 Siege, fünf Remis), die längste Serie dieser Art in der Geschichte der Liga. Nach dem 1:6 in München entschuldigte sich Demichelis bei den Fans: „Das Wichtigste ist, unseren Fans ‚Entschuldigung‘ zu sagen, die hierhergefahren oder -geflogen sind.“
14:0 Heimtore, Bilanz gegen Aufsteiger, viele Torschützen.
Fünf Auswärtspleiten in Folge, kurze Pause nach Madrid, zehn Gegentore in zwei Spielen.
Elversberg spielt die erste Bundesliga-Saison seiner Geschichte und startete furios: 3:2 gegen Leverkusen und 4:3 in Mönchengladbach. Danach folgten ein 1:2 gegen Bayern, ein 0:0 auf Schalke und ein 0:1 bei Union, bevor das 4:3 gegen Augsburg die Serie von drei sieglosen Spielen beendete. Zehn Punkte nach sechs Spielen sind der beste Start eines Aufsteigers seit RB Leipzig 2016/17. Mehr als zwölf Tore in den ersten sechs Spielen einer Debütsaison haben seit den 1970er-Jahren nur zwei Teams erzielt. Vincent Wagners Mannschaft spielt mutig nach vorne, kassiert aber auch viel: elf Gegentore, und in keinem Spiel lagen am Ende mehr als ein Tor zwischen beiden Teams. Auswärts gewann Elversberg nur eines der letzten acht Ligaspiele.
Mutige Offensive, zwölf Tore, Petkov und Krattenmacher treffen.
Elf Gegentore, Darvich und Gyamerah angeschlagen, auswärts ein Sieg in acht Spielen.
Abseits der Top 3: Bei Leipzig ist Christopher Nkunku mit vier Toren der beste Torschütze und trifft im Schnitt alle 90 Minuten, gegen Frankfurt gelang ihm ein Hattrick. David Raum spielt 3,7 Schlüsselpässe pro Spiel, wartet aber noch auf seine erste Vorlage. Bei Elversberg ist Maurice Krattenmacher mit drei Toren bester Torschütze, David Mokwa hat zweimal getroffen und kommt auf 16,4 Sprints pro Spiel.
Martin Demichelis setzt auf eine Viererkette mit Ridle Baku, Willi Orbán, Castello Lukeba und David Raum vor Vandevoordt. Raum ist der Kreativspieler von hinten, Baku sprintet mit 20,1 Antritten pro Spiel so oft wie kein anderer Leipziger. Neil El Aynaoui und Rocco Reitz sichern das Zentrum, davor spielen Gruda, Nkunku und Nusa hinter Rômulo. Nach dem Spiel in Madrid sind Wechsel möglich: Ezechiel Banzuzi, Nicolas Seiwald und Tidiam Gomis drängen in die Startelf.
Schlüssel: frühes Pressing und schnelle Angriffe über die Flügel, um Elversbergs angeschlagene rechte Abwehrseite zu prüfen.
Vincent Wagner dürfte nur dort umstellen, wo Verletzungen ihn dazu zwingen. Vor Kristof spielen Gyamerah, Lukas Finn Pinckert, Rohr und Günther. Pinckert räumt mit 9,5 klärenden Aktionen pro Spiel hinten auf. Felix Keidel und Łukasz Poręba bilden die Doppelsechs, Keidel traf bereits per direktem Freistoß. Davor sollen Petkov, Darvich und Krattenmacher hinter David Mokwa für Tore sorgen. Hinter Gyamerah, Keidel und Darvich stehen Fragezeichen.
Schlüssel: kompakt bleiben, Leipziger Ballverluste nutzen und schnell über Petkov und Krattenmacher umschalten.
| Datum | Partie | Ergebnis | Sieger |
|---|---|---|---|
| 02.03.2014 | Leipzig – Elversberg (3. Liga) | 2:0 | Leipzig |
| 07.09.2013 | Elversberg – Leipzig (3. Liga) | 1:0 | Elversberg |
Das Hinspiel im September 2013 entschied Elversberg erst in der Nachspielzeit, im Rückspiel gewann Leipzig 2:0. Mit den heutigen Mannschaften haben diese Spiele nichts mehr gemein: Leipzig stieg 2014 in die 2. Liga auf, Elversberg ging den langen Weg über Regionalliga, 3. Liga und 2. Liga bis in die Bundesliga. Aussagekräftiger ist Leipzigs Bilanz gegen Aufsteiger: 40 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage.
Beide Elfen sind Prognosen, die offiziellen Aufstellungen folgen rund 60 Minuten vor dem Anpfiff. Bei Leipzig sind nach dem Spiel in Madrid Änderungen möglich: Benjamin Henrichs für Baku, Seiwald oder Banzuzi im Zentrum, Maksimović für Gruda und Gomis für Rômulo. Bei Elversberg stehen Sirch für Gyamerah, Condé für Keidel und Frederik Schmahl für Darvich bereit.
Quoten-Stand: 22.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für die Wette sprechen die Torbilanzen beider Teams. In sechs der letzten acht Leipziger Pflichtspiele fielen mindestens vier Tore, zu Hause traf RB in drei Spielen 14-mal. Elversberg spielt keine vorsichtigen Partien: Dreimal fielen in dieser Saison fünf oder mehr Tore, in zwölf der letzten 15 Auswärtsspiele trafen beide Teams. Dazu kommt die Belastung: Leipzig hat nach Madrid kaum Zeit zur Erholung, und müde Beine öffnen Räume auf beiden Seiten.
Der wichtigste Einwand ist Leipzigs Heimabwehr. In drei Bundesliga-Heimspielen kassierte RB noch kein Gegentor. Gewinnt Leipzig wie gegen Gladbach 3:0, verliert die Wette. Auch das wahrscheinlichste Einzelergebnis unserer Berechnung, ein 2:1, bringt nur drei Tore. Und Elversberg blieb in zwei seiner drei Auswärtsspiele ohne eigenen Treffer.
Zur Quote: 1,65 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 60,6 Prozent. Unsere eigene Berechnung sieht Über 3,5 Tore bei rund 52 Prozent, auch der Markt kommt umgerechnet auf diesen Wert. Fair wäre damit ein Kurs um 1,91. Die 1,65 sind also deutlich zu niedrig angesetzt, am Markt wird Über 3,5 derzeit um 1,79 angeboten – ein Quotenvergleich lohnt sich hier besonders. Wer die Linie entschärfen will, greift zu Über 2,5 Tore, das wir bei 73 Prozent sehen. Als mittlere Torlinie mit normaler Varianz stufen wir den Tipp mit mittlerem Risiko ein.
Quote: 1,65 · Prognose: 3:1 · Risiko: mittel
Wie Torwetten funktionieren, erklärt unser Wettlexikon zur Über/Unter-Wette. Ob beide Mannschaften treffen, ist ein eigener Markt, erklärt im Eintrag Beide Teams treffen. Kombinationsideen gibt es bei den Fußball-Kombiwetten.
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Für beide geht es schon am Dienstag im DFB-Pokal weiter: Leipzig muss auswärts antreten, Elversberg empfängt Darmstadt. Am 31. Oktober reist RB zum Ligaspiel auf Schalke. Mit einem Sieg würde Leipzig an Elversberg vorbeiziehen, der Aufsteiger könnte mit einem Punktgewinn seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte festigen. Wie die Kräfteverhältnisse an der Spitze vor dem Spieltag eingeschätzt wurden, zeigt unser Herbstmeister-Tipp 2026/27.