Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 21.10.2026 · Quoten können sich ändern
Am Samstag empfängt der SC Paderborn 07 den Hamburger SV. Die Stimmungslagen könnten kaum unterschiedlicher sein: Aufsteiger Paderborn steht nach sechs Spielen mit fünf Punkten auf dem Relegationsplatz und hat erst fünf Tore erzielt. Der HSV hat nach drei Niederlagen zum Auftakt dreimal in Folge gewonnen und ist auf Platz 9 geklettert.
Ein Torfestival ist trotzdem nicht zu erwarten. Paderborn traf nur in zwei von sechs Ligaspielen und hat ligaweit den niedrigsten Wert an erwarteten Toren. Der HSV gewinnt derzeit knapp und spät, mit dem geringsten Ballbesitz aller 18 Bundesligisten. Zwei der letzten fünf direkten Duelle endeten allerdings 2:2.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:1. Gespielt wird Unter 3,5 Tore zur Quote 1,50. Die Wette gewinnt, wenn höchstens drei Tore fallen – unabhängig davon, wer gewinnt.
Alle Partien des Spieltags stehen in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Paderborn steht bei 5:9 Toren, der HSV bei 6:15. In vier von sechs Paderborner Ligaspielen fielen höchstens drei Tore, der HSV kassierte in den letzten drei Spielen nur drei Gegentore.
Prognose (90 Min.) 1:1 · zur Begründung ↓
Unter 3,5 Tore zur Quote 1,50Quoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Gespielt wird in der Home Deluxe Arena, die 15.000 Zuschauer fasst. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 4, die Samstagskonferenz läuft bei DAZN – alle Sender der Saison im Überblick. Die Schiedsrichter-Ansetzung stand bei Redaktionsschluss noch aus.
Die Buchmacher sehen Paderborn knapp vorn. Der Heimsieg wird zwischen 2,20 und 2,28 gehandelt, das Remis zwischen 3,60 und 3,80, ein HSV-Sieg zwischen 2,85 und 3,05. Ohne Buchmachermarge sind das rund 43 Prozent für Paderborn, 25 für ein Unentschieden und 32 für den HSV. Unsere eigene Berechnung vom Montag kommt auf 44, 25 und 31 Prozent. Für unsere Wette wichtiger: Unter 3,5 Tore sehen wir bei rund 64 Prozent, der Markt bei rund 60 Prozent.
Danach geht es für beide in der 2. Runde des DFB-Pokals weiter: Paderborn empfängt den VfB Stuttgart, der HSV spielt am Dienstag zu Hause gegen Eintracht Frankfurt und trifft die Eintracht am 1. November gleich noch einmal in der Liga.
In Bremen sah Paderborn lange wie der Sieger aus. In der 18. Minute schloss Stefano Marino einen schnellen Konter ins kurze Eck ab, in der 30. Minute staubte Steffen Tigges nach einem nicht geklärten Einwurf ab. Tigges war an beiden Toren beteiligt, Tor und Vorlage in einem Spiel waren ihm zuletzt im Januar 2023 gelungen. Nahuel Noll hielt die Führung mit Paraden gegen Niclas Füllkrug und Arthur bis zur Pause fest.
Nach der Pause drehte Werder auf. Füllkrug traf in der 59. Minute per Volley nach einer Kopfballverlängerung, sechs Minuten später verwandelte er einen Handelfmeter, den Laurin Curda nach einer Flanke verursacht hatte. Mit 1,30 zu 3,18 erwarteten Toren war der Punkt für Paderborn eher glücklich – und trotzdem hätte es fast zum Sieg gereicht: In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Rayan Philippe aus wenigen Metern nur den Pfosten.
Kurz vor Schluss musste Abwehrspieler Mattes Hansen nach einem Bodycheck behandelt und ausgewechselt werden. In der voraussichtlichen Elf vom Montag steht er trotzdem. Es war erst das zweite Saisonspiel, in dem Paderborn überhaupt traf, und trotzdem gingen nach einer 2:0-Führung zwei Punkte verloren.
Gegen Stuttgart stellte Merlin Polzin das Zentrum um: Miro Muheim, eigentlich Linksverteidiger, bildete mit Bilal Nadir die Doppelsechs. Albert Sambi Lokonga fehlte mit muskulären Problemen, Kapitän Nicolai Remberg fällt nach einem Kreuzbandriss lange aus. Zum Aufwärmen trugen die HSV-Spieler Shirts mit Rembergs Nummer 21. Der VfB hatte vor der Pause die besseren Chancen: Deniz Undav köpfte über das Tor und traf später den Pfosten, Ermedin Demirović vergab aus sechs Metern per Kopf.
Auch der HSV kam zu Gelegenheiten. Fábio Vieira scheiterte in der 26. Minute an Dennis Seimen, Yussuf Poulsen traf nach der Pause die Latte. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute: Muheim zog aus rund 25 Metern ab und traf in den Winkel. Schon eine Woche zuvor hatte er beim 3:2 in Hoffenheim in der Nachspielzeit das Siegtor erzielt – nach 29 Bundesliga-Spielen ohne eigenen Treffer.
„Ich habe den Moment genutzt und einfach draufgehalten“, sagte Muheim. Polzin freute sich: „Es macht mich sehr glücklich, dass sich die Mannschaft mit dem dritten Sieg in Serie belohnt hat.“ 57.000 Zuschauer sahen im ausverkauften Volksparkstadion den dritten Erfolg nacheinander, nachdem der HSV die ersten drei Spiele mit 0:12 Toren verloren hatte.
Paderborn ist über die Relegation gegen Wolfsburg aufgestiegen und spürt den Klassenunterschied vor allem vorne. In sechs Ligaspielen gelangen nur fünf Tore, drei davon beim 3:1 gegen Hoffenheim, dem bislang einzigen Sieg. Dazu kommen ein 0:0 in Mainz, Niederlagen gegen Freiburg (0:1), in Dortmund (0:3) und gegen Stuttgart (0:2) sowie das 2:2 in Bremen. Die Abwehr hält dagegen meist: Neun Gegentore sind für einen Aufsteiger ordentlich, nur in Dortmund kassierte Paderborn mehr als zwei. Ralf Kettemann setzt auf eine junge Mannschaft, seine Startelf war im Schnitt erst gut 24 Jahre alt. Eine historische Marke ist bereits sicher: Nach seinem 75. Bundesliga-Spiel wird Paderborn so wenige Punkte gesammelt haben wie kein anderer Klub nach 75 Partien, gerechnet mit der Drei-Punkte-Regel.
Stabile Abwehr, Noll in starker Verfassung, seit fünf Duellen gegen den HSV ungeschlagen.
Nur fünf Tore, wenigste erwartete Tore der Liga, nach der Pause anfällig.
Der HSV erwischte einen Fehlstart: 0:2 in Dortmund, 0:5 gegen Mainz, 0:5 in Leipzig – null Punkte, 0:12 Tore. Danach drehte die Mannschaft von Merlin Polzin die Saison mit drei Siegen am Stück: 2:1 gegen Köln, 3:2 in Hoffenheim und 1:0 gegen Stuttgart. Auffällig ist der Stil: Kein Team hat weniger Ballbesitz (39 Prozent) und spielt weniger Pässe. Der HSV verteidigt tief und schlägt spät zu. Ein vierter Ligasieg in Folge wäre der erste seit September 2009, ein zweiter Auswärtssieg nacheinander der erste seit September 2015. Die Ausfälle wiegen allerdings schwer: Kapitän Remberg fehlt mit einem Kreuzbandriss, Stürmer Patson Daka mit einem Faserriss.
Drei Siege in Folge, nur drei Gegentore in dieser Phase, Muheim trifft.
15 Gegentore, Remberg und Daka fehlen, auswärts erst ein Sieg.
Abseits der Top 3: Bei Paderborn sind Steffen Tigges (zwei Tore, eine Vorlage, 2,5 Schüsse pro Spiel) und Stefano Marino (zwei Tore, 15,5 Sprints pro Spiel) die einzigen Spieler mit mehr als einem Saisontor. Beim HSV wartet Fábio Vieira trotz 1,27 erwarteter Tore noch auf seinen ersten Treffer, Nicolás Capaldo kommt mit 3,0 Tackles pro Spiel auf den Bestwert im Team.
Ralf Kettemann setzt auf eine Dreierkette mit Jano ter Horst, Tjark Scheller und Mattes Hansen vor Noll. Scheller kommt auf 48,8 erfolgreiche Pässe und 6,3 klärende Aktionen pro Spiel, beides Teambestwert. Curda und Raphael Obermair besetzen die Außenbahnen, Obermair fängt mit 2,5 Bällen pro Spiel die meisten Pässe im Team ab. Im Zentrum spielen Laurin Ulrich, Castañeda und Gabriel Vidović, der mit 1,5 erfolgreichen Dribblings pro Spiel der beste Dribbler ist. Vorne sollen Marino und Tigges die Torflaute beenden.
Schlüssel: die Kompaktheit über 90 Minuten halten und die eigenen Chancen konsequenter nutzen. In Bremen reichten zwei Tore nicht zum Sieg.
Merlin Polzin baut auf eine Dreierkette mit Nicolás Capaldo, Sebastiaan Bornauw und Warmed Omari vor Daniel Heuer Fernandes. Bornauw kommt auf 7,8 klärende Aktionen pro Spiel, Bestwert im Kader. Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe laufen die Außenbahnen, Møller Wolfe sprintet mit 16,1 Antritten pro Spiel am häufigsten. Im Zentrum spielen Grønbæk, Nadir und Muheim, davor Fábio Vieira hinter Poulsen. Der HSV überlässt dem Gegner den Ball und setzt auf schnelle Umschaltmomente.
Schlüssel: das erste Tor erzielen und danach tief verteidigen. In allen sieben Pflichtspielen dieser Saison gewann, wer zuerst traf.
| Datum | Partie | Ergebnis | Unter 3,5 |
|---|---|---|---|
| 02.03.2025 | Paderborn – HSV (2. BL) | 2:0 | ja |
| 28.09.2024 | HSV – Paderborn (2. BL) | 2:2 | nein |
| 10.05.2024 | Paderborn – HSV (2. BL) | 1:0 | ja |
| 09.12.2023 | HSV – Paderborn (2. BL) | 1:2 | ja |
| 05.05.2023 | HSV – Paderborn (2. BL) | 2:2 | nein |
Für unseren Tipp ist die Historie gemischt: Drei der letzten fünf Duelle endeten mit höchstens drei Toren, zweimal stand es am Ende 2:2. Zu Hause gewann Paderborn die letzten beiden Duelle mit dem HSV ohne Gegentor, 1:0 im Mai 2024 und 2:0 im März 2025. Weil sich beide Kader seitdem stark verändert haben und alle fünf Spiele in der 2. Liga stattfanden, gewichten wir die aktuelle Form höher als die Bilanz.
Beide Elfen sind Prognosen vom Montag, die offiziellen Aufstellungen folgen rund 60 Minuten vor dem Anpfiff. Bei Paderborn ist Mattes Hansen nach seinem Bodycheck in Bremen der Wackelkandidat, Oliver Batista Meier fällt mit einer Bänderverletzung aus. Beim HSV trainiert Albert Sambi Lokonga nach seinen muskulären Problemen wieder mit der Mannschaft und könnte ins Zentrum zurückkehren. Fábio Vieira hatte gegen Stuttgart nur einen Krampf, bei Bakery Jatta fällt die Entscheidung kurzfristig.
Quoten-Stand: 21.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für die Wette spricht vor allem die Paderborner Offensive. Fünf Tore in sechs Spielen, nur zwei Partien mit eigenem Treffer und der niedrigste Wert an erwarteten Toren der Liga – Paderborn ist keine Mannschaft, die Spiele in die Höhe treibt. In vier der sechs Paderborner Ligaspiele fielen höchstens drei Tore. Der HSV kassierte in den letzten drei Spielen nur drei Gegentore und spielt mit dem geringsten Ballbesitz der Liga betont abwartend. Mit Remberg und Daka fehlen ihm zudem zwei wichtige Spieler.
Der wichtigste Einwand sind die HSV-Auswärtsspiele. In acht der letzten zehn fielen mehr als 2,5 Tore, beim 0:5 in Leipzig und beim 3:2 in Hoffenheim jeweils fünf. Auch Paderborn kassierte sechs der letzten sieben Gegentore nach der Pause, eine offene Schlussphase ist möglich. Und in zwei der letzten fünf direkten Duelle stand es am Ende 2:2 – genau das Ergebnis, das unsere Wette verlieren würde.
Zur Quote: 1,50 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 66,7 Prozent. Unsere eigene Berechnung sieht Unter 3,5 Tore bei rund 64 Prozent, der Markt ohne Marge bei rund 60 Prozent. Fair wäre damit ein Kurs zwischen 1,57 und 1,66. Die 1,50 sind also zu niedrig angesetzt, andere Anbieter bieten Unter 3,5 derzeit um 1,53 bis 1,56 an – ein Quotenvergleich lohnt sich. Als sichere Linie mit einer Quote unter 1,70 stufen wir den Tipp mit niedrigem Risiko ein.
Quote: 1,50 · Prognose: 1:1 · Risiko: niedrig
Wie Torwetten funktionieren, erklärt unser Wettlexikon zur Über/Unter-Wette. Ob beide Mannschaften treffen, ist ein eigener Markt, erklärt im Eintrag Beide Teams treffen. Wegen der niedrigen Quote eignet sich der Tipp auch als Baustein für Fußball-Kombiwetten.
18+ | Glücksspiel kann süchtig machen | Hilfe unter buwei.de | AGB der Anbieter gelten
Für beide Teams geht es nach dem Samstag im DFB-Pokal weiter: Paderborn empfängt in der 2. Runde den VfB Stuttgart, der HSV spielt am Dienstag zu Hause gegen Eintracht Frankfurt und reist am 1. November zum Ligaspiel nach Frankfurt. Ein Heimsieg würde Paderborn etwas Luft auf die beiden letzten Plätze verschaffen, für den HSV wäre ein Sieg der Sprung in Richtung Europapokalränge. Wie das Abstiegsrennen vor der Saison eingeschätzt wurde, zeigt unsere Absteiger-Prognose 2026/27.