Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 23.10.2026 · Quoten können sich ändern
Der Dritte empfängt den Ersten, und zwischen beiden liegt genau ein Punkt: Der SC Freiburg hat mit 13 Zählern den gemeinsam besten Bundesliga-Start seiner Vereinsgeschichte hingelegt, der FC Bayern München führt mit 14 Punkten und 22:5 Toren. Gewinnt Freiburg am Sonntag, zieht der Sport-Club an den Münchnern vorbei.
Die Woche vor dem Gipfel ist für die Breisgauer allerdings unglücklich verlaufen. Auf das 1:2 in Leverkusen folgte am Donnerstag ein 0:3 in Monaco, dort musste Sechser Yannik Engelhardt schon nach einer Viertelstunde mit Hüftproblemen vom Platz. Bayern kommt aus einem 2:2 gegen Arsenal und muss nun mehrere Wochen auf Luis Díaz verzichten, den Dreifach-Torschützen vom 6:1 gegen Leipzig. Hinter Joshua Kimmich steht aus familiären Gründen ein Fragezeichen. Dafür kehrt Michael Olise nach seiner Europapokal-Sperre zurück, und Harry Kane hat in seinen letzten drei Einsätzen gegen Freiburg jedes Mal getroffen.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:4 für den FC Bayern. Passend dazu spielen wir das Handicap -1,5 auf Bayern München zur Quote 1,85: Der Rekordmeister muss mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen.
Alle Analysen zum Spieltag stehen gesammelt in unseren 1. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Bundesliga-Tabelle.
Freiburg gewann alle drei Heimspiele mit 11:2 Toren und ließ ligaweit die wenigsten Schüsse aufs eigene Tor zu. Bayern erzielte 18 seiner 22 Tore im eigenen Stadion, holte auswärts aber nur fünf Punkte aus drei Spielen.
Prognose (90 Min.) 1:4 · zur Begründung ↓
Tipp „Handicap -1,5 Bayern“ @ 1,85 setzenQuoten-Stand: 23.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Das Sonntagsspiel um 17:30 Uhr beschließt den 7. Spieltag. Wichtig für die Planung: In der Nacht auf Sonntag endet die Sommerzeit, die Anstoßzeit gilt also bereits in Normalzeit. Übertragen wird die Partie live und exklusiv bei DAZN, eine Free-TV-Ausstrahlung gibt es nicht. Das Europa-Park Stadion fasst 34.700 Zuschauer.
An der Pfeife steht Felix Zwayer, assistiert von Robert Kempter und Nikolai Kimmeyer. Vierter Offizieller ist Robert Schröder, im Kölner Videokeller sitzen Christian Dingert und Mike Pickel. Für den Nachmittag sind in Freiburg Schauer bei 10 bis 14 Grad und spürbarem Südwestwind angesagt, gegen Abend soll es trockener werden.
Die Belastung ist ungleich verteilt. Bayern spielte am Mittwoch gegen Arsenal und hatte damit einen Tag mehr zur Regeneration. Freiburg stand am Donnerstag um 21 Uhr in Monaco auf dem Platz, reiste danach zurück und hat bis zum Anpfiff nicht einmal drei volle Tage. Dazu kommt das Tabellenbild: Vier Teams liegen an der Spitze nur einen Punkt auseinander, Bayern und Dortmund mit 14, Freiburg und Leverkusen mit 13 Zählern.
Quoten-Kurzüberblick (Stand 23.10.): Ein Bayern-Sieg wird bei acht Anbietern zwischen 1,35 und 1,43 gehandelt, das Remis zwischen 5,50 und 6,25, ein Freiburger Heimsieg zwischen 5,75 und 6,80. Margenbereinigt ergibt das rund 69 Prozent für Bayern, 16 Prozent für das Remis und 15 Prozent für Freiburg. Auffällig ist die hohe Remis-Quote: Der Markt erwartet ein torreiches Spiel, bei einigen Buchmachern liegt die Torlinie sogar bei vier Treffern. Unser Handicap -1,5 auf Bayern steht bei 1,85.
Julian Schuster rotierte im Stade Louis II nur dosiert: Lienhart blieb draußen, Treu und Scherhant kamen erst nach einer Stunde, dafür begannen Kübler, Rosenfelder, Grifo und der in der Liga zuvor gesperrte Suzuki. Nach 13 Minuten prallte Engelhardt mit Lamine Camara zusammen, klagte über Schmerzen in der Hüfte und wurde durch Patrick Osterhage ersetzt. Mio Backhaus hielt Freiburg im ersten Durchgang mit mehreren Paraden im Spiel, ehe Paris Brunner in der Nachspielzeit nach einem zögerlich verteidigten Abstoß den Ball über Max Rosenfelder lupfte und einschob. Igor Matanović nannte das Gegentor „viel zu billig“. Nach der Pause war Freiburg besser, Kübler scheiterte zweimal an Blocks in höchster Not. Dann leitete ein Fehlpass von Matanović den Konter zum 0:2 ein, Camara staubte nach einer Backhaus-Parade gegen Ansu Fati ab, und Fati selbst ließ Matthias Ginter in der Nachspielzeit stehen. Jan-Niklas Beste sprach hinterher von einer Mannschaft, die „zu körperlos“ gewesen sei.
Ohne Kimmich und den gesperrten Olise nahm Vincent Kompany fünf Wechsel vor: Neuer kehrte ins Tor zurück, Stanišić rückte in die Viererkette, Bischof spielte neben Pavlović, Gnabry und Saibari begannen offensiv, Davies wechselte von hinten auf den linken Flügel. Arsenal ging durch Eberechi Eze in Führung, der nach zehn Minuten für den verletzten Bukayo Saka gekommen war. Kane bediente zehn Minuten später Alphonso Davies mit einem Steilpass zum 1:1, nach der Pause verwandelte er einen Handelfmeter, sein 16. Pflichtspieltor gegen Arsenal. Dreimal traf Bayern nur Aluminium, darunter Upamecano an den Pfosten. Declan Rice glich nach einem Doppelpass mit Gyökeres aus. Bitter war der Abend vor allem personell: Luis Díaz, in der 68. Minute eingewechselt, musste kurz vor Schluss mit einem kleinen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel raus und fehlt mehrere Wochen. Min-jae Kim blieb zur Pause in der Kabine, laut Sportvorstand Max Eberl aber „nichts Schlimmes“.
Ohne den gelb-rot-gesperrten Suzuki ging Freiburg durch Derry Scherhant nach Vorarbeit von Philipp Treu in Führung, kassierte aber fünf Minuten später den Ausgleich durch Ibrahim Maza nach einer Hacke von Patrik Schick. In der 77. Minute drehte Schick das Spiel, wieder mit Maza als Vorbereiter, in derselben Minute, in der Schuster Osterhage und Irié gebracht hatte. Es war die erste Ligapleite der Saison, und sie kostete die Tabellenführung. Zum fünften Mal in Folge verlor Freiburg damit das erste Spiel nach dem Sprung an die Spitze.
Mit Jonas Urbig im Tor und ohne den erkrankten Kompany an der Seitenlinie zerlegte Bayern RB Leipzig. Díaz traf dreifach, Kane erzielte im 100. Bundesligaspiel sein 102. Tor, Andrija Maksimović gelang in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik. Bei den erwarteten Toren stand es 4,27 zu 0,62. Mit dem Sieg eroberte der Rekordmeister die Tabellenführung zurück. Einziger Wermutstropfen: Kim musste angeschlagen raus.
Platz drei, 13 Punkte, 15:6 Tore: Freiburg hat bislang mehr geholt, als die Chancenqualität hergibt. Den 15 eigenen Treffern stehen nur rund elfeinhalb erwartete Tore gegenüber, Freiburg trifft also klar über Soll. Im Europa-Park Stadion gab es drei Siege mit 11:2 Toren (4:1 gegen Bremen, 5:0 gegen Gladbach, 2:1 gegen Schalke), zum erst zweiten Mal in der Vereinsgeschichte wurden die ersten drei Bundesliga-Heimspiele gewonnen. Defensiv ist der Sport-Club die Messlatte: Kein Team ließ weniger Schüsse aufs eigene Tor zu. Seit dem 1:2 in Leverkusen und dem 0:3 in Monaco ist der Lauf aber gerissen, zum ersten Mal in dieser Saison gab es zwei Pflichtspielpleiten hintereinander.
Heimbilanz 3-0-0, nur zwei Heim-Gegentore, Ligabestwert bei Kopfballtoren.
Zwei Niederlagen in Folge, kurze Erholung, Engelhardt fraglich.
Bayern ist in der Liga ungeschlagen und steht mit 14 Punkten und 22:5 Toren oben. Das Bild ist aber zweigeteilt. Zu Hause gab es 5:1 gegen Stuttgart, 7:0 gegen Union und 6:1 gegen Leipzig, also 18:2 Tore. Auswärts reichte es nur zu einem 0:0 auf Schalke, einem 2:1 in Elversberg und einem 2:2 in Augsburg. Fünf Auswärtspunkte nach drei Spielen sind die geringste Ausbeute zu diesem Zeitpunkt seit der Saison 2014/15. Auch in der Champions League kamen in Stavanger (3:3) und gegen Arsenal (2:2) jeweils mehrere Gegentore hinzu. Wenn Bayern aber gewinnt, dann früh: In allen vier Ligasiegen führte die Mannschaft bereits zur Pause.
22 Tore, bester Angriff, Olise ausgeruht zurück, einen Tag mehr Pause.
Nur 4:3 Tore auswärts, Díaz fällt aus, Kimmich offen.
Bei Freiburg sind außerdem Yuito Suzuki (vier Tore, alle 97 Minuten ein Treffer) und Derry Scherhant (vier Scorerpunkte, fünf kreierte Großchancen) zu beachten. Joker Lucas Höler hat in seiner Karriere sechsmal gegen Bayern getroffen, unter den aktiven Bundesliga-Profis hat nur Andrej Kramarić öfter gegen die Münchner getroffen. Bei Bayern wäre Joshua Kimmich (Notenschnitt 8,15, sechs kreierte Großchancen) eigentlich die Nummer zwei, sein Einsatz ist aber offen.
Julian Schuster setzt auf ein kompaktes 4-2-3-1. Ohne Engelhardt dürfte Osterhage neben Maximilian Eggestein beginnen, der mit 1,8 abgefangenen Bällen pro Spiel die meisten im Team sammelt. Vorne leben die Breisgauer von den Flügeln: Jan-Niklas Beste kommt auf 23 Sprints pro 90 Minuten und erreichte 36,3 km/h, Derry Scherhant hat mit fünf kreierten Großchancen die meisten im Kader. Dazu kommt die Standardstärke, vier Kopfballtore sind Ligaspitze.
Schlüssel: Pavlović im Aufbau zustellen, Olise gemeinsam mit Makengo und dem ballnahen Sechser doppeln und über Beste schnell umschalten.
Vincent Kompany bleibt beim 4-2-3-1. Ohne Díaz übernimmt Serge Gnabry voraussichtlich den linken Flügel, Lennart Karl spielt zentral hinter Kane. Beide kennen das Freiburger Stadion: Karl erzielte im April den 3:2-Siegtreffer in der neunten Minute der Nachspielzeit, Tom Bischof traf damals doppelt aus der Distanz. Kane lässt sich häufig ins Mittelfeld fallen und öffnet so die Tiefe für die Flügel, Upamecano und Tah verteidigen dahinter mit viel Raum.
Schlüssel: früh in Führung gehen und Freiburgs Standards vermeiden, denn mit Rückstand muss der Gastgeber aufmachen.
Letzte 5 Bundesliga-Duelle (Historie)
| Datum | Spiel | Ergebnis | Handicap -1,5 Bayern |
|---|---|---|---|
| 04.04.2026 | Freiburg – Bayern | 2:3 | verloren |
| 22.11.2025 | Bayern – Freiburg | 6:2 | gewonnen |
| 25.01.2025 | Freiburg – Bayern | 1:2 | verloren |
| 01.09.2024 | Bayern – Freiburg | 2:0 | gewonnen |
| 01.03.2024 | Freiburg – Bayern | 2:2 | verloren |
Für unsere Wette ist das ein ehrlicher Gegenpunkt. In Freiburg endeten Bayerns letzte vier Ligabesuche aus Münchner Sicht mit 1:0, 2:2, 2:1 und 3:2, also nie mit zwei Toren Abstand. Den letzten so deutlichen Auswärtssieg im Breisgau gab es im April 2022, und er endete ausgerechnet 4:1 für Bayern.
Ein Fragezeichen markiert Positionen mit realistischer Alternative, die Elf wird rund eine Stunde vor Anpfiff bekannt. Bei Freiburg hängt das Zentrum an Engelhardt: Ist er fit, rückt er für Osterhage in die Elf. Für Suzuki und Beste stehen Grifo und Irié bereit. Bei Bayern ist Urbig die Option im Tor, Laimer statt Stanišić rechts hinten möglich. Kehrt Kimmich zurück, verdrängt er wohl Bischof, für Karl kommt Saibari und für Gnabry Davies infrage, der gegen Arsenal vorne links begann und traf.
Quoten-Stand: 23.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Unsere Berechnung vom Wochenbeginn sah Bayern bei 69 Prozent Siegwahrscheinlichkeit, das Remis bei 17 und Freiburg bei 14 Prozent, mit erwarteten Toren von etwa 1,1 zu 2,6. Über 2,5 Tore liegen bei 74 Prozent, beide Teams treffen in 64 Prozent der Fälle. Der Markt vom Freitag liegt nahezu deckungsgleich. Einen Bayern-Sieg mit mindestens zwei Toren Abstand sehen wir in rund 49 Prozent der Fälle.
Das heißt auch: 1,85 ist eher knapp kalkuliert. Die Quote entspricht 54 Prozent, fair wäre nach unserer Rechnung ein Kurs um 2,04. Wer das Handicap spielen will, sollte deshalb die Quoten vergleichen. Auch das 1:4 ist eine mutige Prognose: Mit gut fünf Prozent liegt es in unserer Ergebnis-Rangliste nur auf Platz sechs bis sieben. Am wahrscheinlichsten ist ein 1:2 (gut acht Prozent) vor 1:3 und 0:2, und das 1:2 würde die Wette verlieren.
Der wichtigste Gegenpunkt ist das Stadion. Bayern hat in Freiburg seit 2022 kein Ligaspiel mehr mit zwei Toren Abstand gewonnen, und Freiburg trifft zu Hause gern spät. Ein 2:1 oder 3:2 wäre für Bayern ein guter Nachmittag, für diese Wette aber eine Niederlage. Dass mit Díaz ein Torschütze fehlt und Kimmichs Einsatz offen ist, kommt hinzu. Deshalb bleibt es bei Risiko: mittel.
Quote: 1,85 · Prognose: 1:4 · Risiko: mittel
Wer vorsichtiger spielen will, greift zum einfachen Bayern-Sieg oder zu Über 2,5 Toren (rund 74 Prozent nach unserer Rechnung). Bei mehreren anderen Tippgebern steht die Kombination aus Bayern-Sieg und beiden treffenden Teams oben. Weitere Ideen für den Spieltag gibt es bei unseren Fußball-Kombiwetten.
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Für beide geht es ohne Pause weiter. Freiburg empfängt am Mittwoch, 28.10., um 18 Uhr den VfL Wolfsburg in der 2. Runde des DFB-Pokals und reist am Samstag nach Augsburg. Dazu läuft die Conference League weiter, Schuster wird also weiter rotieren müssen. Bayern spielt am selben Mittwoch um 20:45 Uhr im Pokal gegen Magdeburg, am Samstag folgt der Klassiker gegen Dortmund und am 3. November das Champions-League-Gastspiel bei Atlético Madrid. Ein Sieg in Freiburg würde die Tabellenführung vor dem Duell mit dem BVB absichern, ein Freiburger Sieg dagegen den Sport-Club zum ersten echten Verfolger machen.