Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 12.10.2026 · Quoten können sich ändern
Fünf Europapokal-Heimspiele in Serie hat FK Bodø/Glimt gewonnen, jedes davon mit drei eigenen Toren – unter den Gegnern waren Manchester City, Inter und Sporting. In genau diese saisonübergreifende Serie reist am Mittwochabend Borussia Dortmund. Der BVB hat in dieser Saison weder in der Bundesliga noch im Pokal oder in der Champions League verloren und startete mit einem 3:2 gegen Villarreal in die Ligaphase. Bodø ging zum Auftakt in München mit 0:5 unter und ist nach dem ersten Spieltag Letzter der Tabelle.
Die Norweger müssen umbauen: Innenverteidiger Odin Bjørtuft ist nach seiner Roten Karte gegen Bayern gesperrt, dazu fallen Håkon Evjen, Magnus Bech Riisnæs und August Mikkelsen verletzt aus. Dortmund bangt um Julian Ryerson, der sich bei der norwegischen Nationalmannschaft an den Rippen verletzt hat – ausgerechnet vor dem Spiel in seinem Heimatland. Und das 2:2 gegen Werder Bremen, bei dem eine 2:0-Führung in den letzten Minuten verloren ging, hat Fragen nach der Stabilität in der Schlussphase hinterlassen.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:2 für Borussia Dortmund. Daraus folgt der Tipp Sieg Dortmund zur Quote 2,05. Leicht wird das am Polarkreis nicht – wir stufen das Risiko als hoch ein und erklären unten, warum wir den BVB trotzdem vorne sehen.
Alle Partien der Königsklasse findest du in unseren Champions League Tipps, den aktuellen Stand in der Champions-League-Tabelle.
Bodø und Viking liegen in Norwegen nach 22 Spieltagen mit exakt derselben Bilanz vorn – 53 Punkte, 56:20 Tore –, Viking führt nur dank des direkten Vergleichs. Dortmund ist in der Bundesliga ungeschlagen und steht punktgleich mit dem SC Freiburg auf Platz 2, getrennt nur durch die Tordifferenz.
Prognose (90 Min.) 1:2 · zur Begründung ↓
Tipp „Sieg Dortmund“ @ 2,05 setzenQuoten-Stand: 12.10.2026 · können sich ändern · 18+
Gespielt wird auf Kunstrasen, rund 80 Kilometer nördlich des Polarkreises. Das Aspmyra Stadion fasst etwa 8.270 Zuschauer und war in der vergangenen Saison die Bühne für Bodøs größte Abende: Manchester City, Inter und Sporting verloren hier. Die Partie überträgt in Deutschland exklusiv DAZN, im Free-TV läuft sie nicht. Die Schiedsrichter-Ansetzung der UEFA stand zum Redaktionsschluss noch aus.
Die Ausgangslage in der Ligaphase ist klar verteilt. Dortmund hat nach dem 3:2 gegen Villarreal drei Punkte und steht auf Platz 12. Bodø kassierte in München fünf Gegentore und ist Letzter – nach einem Spieltag ist das allerdings kaum mehr als eine Momentaufnahme. Für den BVB ist es die erste Reise nach Bodø überhaupt; in Norwegen hat Dortmund in drei Europapokal-Auftritten noch nie verloren.
Die Buchmacher sehen den Gast vorn: Ein Dortmunder Sieg wird zwischen 2,00 und 2,10 angeboten, das Remis um 4,00, ein Heimsieg Bodøs zwischen 3,10 und 3,25. Gegenüber den ersten Quoten der Vorwoche hat sich kaum etwas verschoben – das 2:2 gegen Bremen hat der Markt nicht als Warnsignal gelesen.
Das Ergebnis wirkt knapper, als das Spiel war. Bodø hatte rund 78 Prozent Ballbesitz, gab 25 Schüsse ab und kam auf Expected Goals von 3,96 zu 0,20 – der Tabellenvorletzte aus Kristiansund spielte kaum mit. Ola Brynhildsen traf kurz vor der Pause nach Vorarbeit von Ole Didrik Blomberg zum 1:0, ein weiteres Eigentor der Gäste zählte nach Videobeweis wegen eines Foulspiels nicht. Kurz nach dem Seitenwechsel glich Leander Alvheim mit einem sehenswerten Treffer aus (65.). Bodø antwortete über die Bank: Eine Hereingabe des eingewechselten Haitam Aleesami lenkte Frederik Flex ins eigene Netz (71.), dann verwertete Andreas Helmersen – von Knutsen zunächst geschont – eine Vorlage von Sondre Auklend zum 3:1 (78.). Bester Mann auf dem Platz war Jens Petter Hauge.
Lange war es ein Geduldsspiel gegen tief verteidigende Bremer, in dem Karl Hein mit sieben Paraden zum Spieler des Spiels wurde – unter anderem gegen Maximilian Beier und Ethan Nwaneri. Nwaneri traf zwischenzeitlich per Fallrückzieher, der Treffer zählte wegen eines Schubsers im Vorfeld nicht. In der 80. Minute schob Daniel Svensson nach einem Abschluss des eingewechselten Fábio Silva zum 1:0 ein, fünf Minuten später köpfte Nico Schlotterbeck eine Ecke von Joey Veerman zum 2:0 – Dortmunds erstes Standardtor der Saison. Dann kippte die Partie: Ludovit Reis nutzte einen Ballverlust im Dortmunder Aufbau (88.), in der Nachspielzeit köpfte Niclas Füllkrug einen Freistoß von Marco Grüll zum 2:2 ein. Kovač nannte die Gegentore hinterher „klar vermeidbar“.
In der Eliteserien liefert sich Bodø ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Viking: 17 Siege, zwei Remis, drei Niederlagen, acht Spieltage vor Schluss. Vor der Länderspielpause riss beim 1:2 in Bergen eine Serie von neun Ligasiegen, danach folgten ein 6:2 im Pokal bei Rana FK und das 3:1 gegen Kristiansund. Zu Hause ist Bodø kaum zu bezwingen: Von den vergangenen 20 Heimspielen ging saisonübergreifend nur eines verloren. Das 0:5 in München war ein Auswärtsspiel bei einem Spitzenklub, in der Schlussphase in Unterzahl und ab der Pause ohne Stammtorhüter Nikita Haikin.
Heimstärke, 56 Tore in 22 Ligaspielen, viel Ballbesitz.
Bjørtuft gesperrt, drei Verletzte, Høgh im Sommer weg.
Dortmund hat in Liga, Pokal und Champions League noch kein Spiel verloren. In der Bundesliga stehen 13 Punkte und 11:4 Tore, Platz 2 hinter Freiburg nur wegen der Tordifferenz. Auffällig ist, wie spät viele Spiele entschieden wurden: Gegen Villarreal fielen die Dortmunder Treffer zum 2:1 und 3:1 erst in der 80. und 85. Minute, in Stuttgart reichte Beiers Tor in der 70. Minute. Gegen Bremen schlug dieses Muster ins Gegenteil um. Für Mittwoch wiegt zudem die Auswärtsbilanz in der Königsklasse: Die letzten drei CL-Auswärtsspiele gingen saisonübergreifend allesamt mit mindestens zwei Toren Unterschied verloren.
In Liga, Pokal und CL ungeschlagen, 2,47 xG gegen Bremen.
Drei CL-Auswärtsniederlagen in Folge, späte Gegentore.
Der Klub aus einer Stadt mit rund 55.000 Einwohnern hat sich in wenigen Jahren in Europa etabliert. 2022 erreichte Bodø das Viertelfinale der Conference League, auf dem Weg dorthin stand ein 6:1 gegen die AS Rom. 2025 folgte das Halbfinale der Europa League. In der Vorsaison spielte Bodø erstmals die Ligaphase der Champions League, wurde 23., warf in den Playoffs Inter raus (3:1 und 2:1) und gewann im Achtelfinale das Hinspiel gegen Sporting mit 3:0, ehe das Rückspiel in Lissabon nach Verlängerung 0:5 verloren ging. In diese Saison kämpfte sich Bodø über die Qualifikation: gegen Union Saint-Gilloise (3:3 und 3:2 nach Verlängerung) und NEC Nijmegen (3:1 und 3:0).
Fünf Europapokal-Heimsiege in Serie (saisonübergreifend), jeweils mit drei eigenen Toren.
Gegen deutsche Klubs in vier Spielen sieglos (2 Remis, 2 Niederlagen).
Der Champions-League-Sieger von 1997 und Finalist von 2013 und 2024 bestreitet zum elften Mal in Folge die Gruppen- beziehungsweise Ligaphase. Die Vorsaison lief allerdings enttäuschend: Platz 17 in der Ligaphase, dann das Aus in den Playoffs gegen Atalanta, als der BVB ein 2:0 aus dem Hinspiel mit einem 1:4 in Bergamo verspielte. Gegen norwegische Klubs ist die Bilanz positiv – sieben Spiele, vier Siege, zwei Remis, eine Niederlage. In Norwegen selbst blieb Dortmund in drei Partien ungeschlagen, zuletzt mit einem 4:3 bei Odd in der Qualifikation zur Europa League 2015.
In Norwegen ungeschlagen (2 Siege, 1 Remis).
Drei CL-Auswärtsniederlagen in Folge (saisonübergreifend).
Nicht unter den drei Bestbewerteten, aber der gefährlichste Abschluss des Abends: Serhou Guirassy traf am 1. Spieltag doppelt gegen Villarreal, darunter per Elfmeter, und steht bei 21 Toren in 29 Champions-League-Spielen. Bei Bodø fehlt mit Kasper Høgh (sieben Ligatore) ein Stürmer, der im Sommer zu Celtic gewechselt ist.
Kjetil Knutsen, dessen Vertrag bis 2029 läuft, bleibt seinem 4-3-3 treu. Zu Hause will Bodø den Ball – gegen Kristiansund waren es 78 Prozent – und läuft nach Ballverlust sofort an. Die Sperre von Odin Bjørtuft trifft genau diesen Kern: Mit 93 Pässen pro Partie bei 94 Prozent Genauigkeit ist er der wichtigste Aufbauspieler der Norweger. Villads Nielsen dürfte neben Jostein Gundersen beginnen. Über rechts sucht Bodø mit Sjøvold und Blomberg die Überzahl, links zieht Hauge nach innen.
Schlüssel: Dortmunds erste Pressinglinie auch ohne Bjørtufts Passsicherheit überspielen und die Außenverteidiger hoch schieben, ohne Beier und Svensson Räume für Konter zu lassen.
Niko Kovač dürfte die Elf vom Bremen-Spiel bestätigen: Gadou, Anton und Schlotterbeck in der Kette, Beier und Svensson auf den Flügeln, Bellingham und Nmecha zentral, davor Nwaneri und Sabitzer hinter Guirassy. Gegen eine Mannschaft, die hoch steht, liegt Dortmunds größter Hebel in den Räumen hinter Bodøs Außenverteidigern. Beier zieht mit 15,1 Sprints pro 90 Minuten die meisten Läufe in die Tiefe an, Guirassy ist der Abnehmer im Zentrum. Joey Veerman, der gegen Bremen erst von der Bank kam und das 2:0 vorbereitete, ist die Option für mehr Ballkontrolle.
Schlüssel: Bodøs Pressing mit wenigen Kontakten umspielen, schnell in die Tiefe gehen – und in den letzten 15 Minuten die Ordnung halten, die gegen Bremen verloren ging.
So dürften beide Teams beginnen – offiziell wird es rund eine Stunde vor Anpfiff. Bei Bodø ist die Innenverteidigung die offene Stelle: Für den gesperrten Bjørtuft rückt voraussichtlich Villads Nielsen neben Jostein Gundersen, Haitam Aleesami wäre die Alternative. Helmersen, gegen Kristiansund zunächst geschont, kehrt in die Startelf zurück. Kovač dürfte dieselbe Elf wie gegen Bremen aufbieten; Veerman und Fábio Silva sind die ersten Optionen von der Bank.
Quoten für 1 und X: ca.-Werte aus dem Marktvergleich, Stand 12.10.2026
Quoten-Stand: 12.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für Dortmund sprechen die größere individuelle Qualität, die in Liga, Pokal und Champions League noch ungeschlagene Saison und vor allem die Personallage beim Gegner. Bodø fehlen mit Bjørtuft der wichtigste Aufbauspieler, mit Evjen, Riisnæs und Mikkelsen drei Kaderspieler und mit dem abgewanderten Høgh ein Stürmer, der in der Liga siebenmal getroffen hat. Gegen deutsche Klubs haben die Norweger noch nie gewonnen, der BVB hat in Norwegen noch nie verloren.
Der wunde Punkt der Wette ist Dortmunds Auswärtsbilanz in der Königsklasse. Die letzten drei CL-Auswärtsspiele gingen saisonübergreifend verloren, in jedem der letzten sechs kassierte der BVB mindestens zwei Tore. Bodø traf in den letzten fünf Europapokal-Heimspielen, ebenfalls saisonübergreifend, jeweils dreimal, und mehrere andere Tippgeber erwarten ein 2:2. Ein Remis ist hier ein realistisches Szenario, deshalb steht das Risiko auf „hoch“.
Quote: 2,05 · Prognose: 1:2 · Risiko: hoch
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Für Dortmund beginnt in Bodø eine Reisewoche quer durch Europa: Am Samstag geht es in der Bundesliga zu Union Berlin (15:30 Uhr), am Dienstag darauf in der Champions League nach Baku zu Sabah (18:45 Uhr), Ende Oktober wartet im DFB-Pokal erneut Werder Bremen. Mit einem Sieg am Polarkreis hätte der BVB nach zwei Spieltagen sechs Punkte und wäre auf Kurs Richtung Top 8 und direktem Achtelfinale. Bodø braucht nach dem 0:5 in München Punkte, um die Plätze 9 bis 24 und damit die Playoffs im Blick zu behalten – am 20. Oktober geht es zum SSC Neapel. National steht im nächsten Monat das Heimspiel gegen Viking an, das über die Meisterschaft entscheiden kann.