Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 22.10.2026 · Quoten können sich ändern
Am Freitagabend empfängt der SV Darmstadt 98 unter Flutlicht den FC St. Pauli. Die Lilien stehen nach dem 0:4 in Karlsruhe auf Platz 17 und haben mit 18 Gegentoren die schwächste Abwehr der Liga. St. Pauli ist seit fünf Ligaspielen ungeschlagen, wartet auswärts aber noch auf den ersten Sieg: Alle vier Spiele in der Fremde endeten unentschieden.
Am Böllenfalltor sieht Darmstadts Saison ganz anders aus als auswärts. Alle sieben Punkte holten die Lilien zu Hause, die letzten beiden Heimspiele gegen Bielefeld und Cottbus wurden gewonnen. In den vier Auswärtsspielen gelang dagegen nur ein einziges Tor.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 0:1 für St. Pauli. Gespielt wird Unter 3,5 Tore zur Quote 1,50. Die Wette gewinnt, solange höchstens drei Tore fallen – unabhängig davon, wer das Spiel gewinnt.
Alle Partien des Spieltags stehen in unseren 2. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand zeigt die Tabelle der 2. Bundesliga.
Darmstadt steht bei 8:18 Toren, St. Pauli bei 11:9. St. Pauli erzielte in keinem Saisonspiel mehr als zwei Tore, Darmstadt kassierte zu Hause nie mehr als zwei.
Prognose (90 Min.) 0:1 · zur Begründung ↓
Unter 3,5 Tore zur Quote 1,50Quoten-Stand: 22.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Gespielt wird im Merck-Stadion am Böllenfalltor, das 17.810 Zuschauer fasst. Das Einzelspiel überträgt Sky Sport Bundesliga 3 mit Kommentator Joachim Hebel, im Stream läuft die Partie bei WOW und Sky Go. Parallel steigt das zweite Freitagsspiel zwischen Bochum und Wolfsburg – alle Sender der Saison im Überblick.
St. Pauli ist leichter Favorit. Der Auswärtssieg wird zwischen 2,15 und 2,30 gehandelt, das Remis zwischen 3,45 und 3,70, ein Darmstädter Heimsieg zwischen 3,00 und 3,20. Ohne Buchmachermarge sind das rund 43 Prozent für St. Pauli, 26 für ein Unentschieden und 31 für Darmstadt. Unsere eigene Berechnung vom Montag kommt auf 42, 26,5 und 31 Prozent. Über 2,5 Tore sehen wir bei 49 Prozent, Unter 3,5 Tore bei rund 73 Prozent.
Für Darmstadt geht es danach Schlag auf Schlag weiter: Am Dienstag steht die 2. Runde im DFB-Pokal in Elversberg an, am 31. Oktober kommt Magdeburg ans Böllenfalltor. St. Pauli hat unter der Woche kein Pflichtspiel und empfängt am 1. November den 1. FC Nürnberg.
In Karlsruhe lag Darmstadt nach 13 Minuten 0:2 zurück. Fukuda vollendete einen einstudierten Angriff über Wanitzek, beim 0:2 ließ Kapitän Marcel Schuhen einen Ball durchrutschen, den er nach eigener Aussage hätte festhalten müssen. Nach der Pause köpfte Kobald eine Wanitzek-Flanke zum 3:0 ein, Wiethaup stellte in der 65. Minute den Endstand her.
Darmstadt hatte kaum eigene Momente: William Mikelbrencis traf den Außenpfosten, Milan Smit vergab eine freie Gelegenheit, in der Schlussphase scheiterte El Kadiri am Karlsruher Torwart. Am Ende standen nur ein Schuss aufs Tor und 0,51 erwartete Tore. Schuhen sprach von einem „katastrophalen Auftritt von uns von der ersten bis zur letzten Minute“, Florian Kohfeldt von einer Leistung, „die ich so überhaupt nicht habe kommen sehen“.
Es war die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel, zusammen 1:13 Tore. Darmstadt rutschte auf Platz 17. Eine Woche zuvor hatten die Lilien noch 3:1 gegen Cottbus gewonnen.
In Hannover hatte St. Pauli in der ersten Halbzeit Glück: Ein frühes Tor der Gastgeber in der 9. Minute nahm der Videobeweis wegen Abseits zurück. Kurz vor der Pause köpfte Abdoulie Ceesay eine Flanke von Louis Oppie zum 1:0 ein.
Drei Minuten nach Wiederbeginn glich Chakroun nach Vorarbeit von Källman aus. Danach hatte St. Pauli mehr vom Spiel: Ceesay traf in der 72. Minute den Pfosten, auf der Gegenseite parierte Ben Voll gegen Pichler. Hannover gab 15 Schüsse ab, St. Pauli 13.
Es war das vierte Unentschieden im vierten Auswärtsspiel und das fünfte Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Ricky-Jade Jones, erst in der 85. Minute eingewechselt, verletzte sich in der Nachspielzeit am Ellbogen.
Darmstadt spielt eine Saison mit zwei Gesichtern. Zu Hause holten die Lilien alle sieben Punkte: ein 2:2 gegen Kiel nach 0:2-Rückstand, ein 0:1 gegen Hannover, ein 2:1 gegen Bielefeld und ein 3:1 gegen Cottbus. Auswärts gab es vier Niederlagen mit 1:13 Toren: 0:1 in Dresden, 0:3 in Kaiserslautern, 1:5 in Wolfsburg und 0:4 in Karlsruhe. Mit acht Toren gehört die Offensive zu den harmlosesten der Liga, mit 18 Gegentoren stellt Darmstadt die schwächste Abwehr. Nach den Abgängen von Fraser Hornby und Isac Lidberg fehlt ein verlässlicher Torjäger. Kohfeldt sieht das Grundproblem woanders: „Unser Problem ist nicht die Tabelle, unser Problem sind diese Leistungs-Schwankungen.“
Alle sieben Punkte zu Hause, zwei Heimsiege in Folge, Weißhaupt zurück.
Meiste Gegentore der Liga, nur acht eigene Tore, Fehler im Aufbau.
St. Pauli verlor unter Marcel Rapp, der seit Juli im Amt ist, nur eines von acht Ligaspielen: das 1:2 gegen Kaiserslautern am 3. Spieltag. Seitdem ist die Mannschaft fünf Spiele ungeschlagen. Zu Hause gab es zuletzt ein 1:0 gegen Wolfsburg und ein 2:0 gegen Karlsruhe, auswärts endeten alle vier Spiele unentschieden: 2:2 in Kiel, 2:2 in Bielefeld, 1:1 in Cottbus und 1:1 in Hannover. In Cottbus spielte St. Pauli nach der Roten Karte gegen Tomoya Ando lange in Unterzahl. Mit neun Gegentoren gehört die Abwehr zu den stabilsten der Liga, nach Kontern hat St. Pauli noch gar kein Gegentor kassiert. Vorne fehlt dagegen die Durchschlagskraft: elf Tore in acht Spielen, nie mehr als zwei in einer Partie.
Fünf Spiele ungeschlagen, nur neun Gegentore, Ceesay trifft.
Auswärts ohne Sieg, nie mehr als zwei Tore, Mathisen fraglich.
Abseits der Top 3: Bei Darmstadt hat Innenverteidiger Aleksandar Vukotić zweimal getroffen und klärt 7,7 Bälle pro Spiel, auch Milan Smit erzielte zwei Tore. Lance Duijvestijn wartet trotz 1,36 erwarteter Tore noch auf seinen ersten Treffer, hat aber zwei Vorlagen gegeben. Bei St. Pauli klärt David Nemeth 5,1 Bälle pro Spiel, Louis Oppie kommt auf 1,59 erwartete Vorlagen und bereitete in Hannover das 1:0 vor. Hara und Kaars trafen je zweimal, beide starten zuletzt auf der Bank.
In Karlsruhe spielte Darmstadt im 4-4-2 mit Smit und Lee vorne, Smit kam dabei nur auf rund 20 Ballkontakte. Florian Kohfeldt hat Änderungen angedeutet. Erwartet wird ein 4-2-3-1: Vor Schuhen verteidigen Mikelbrencis, Patric Pfeiffer, Vukotić und Raoul Petretta, davor sichern Klefisch und Hiroki Akiyama ab. Marco Richter spielt hinter Lee, über die Flügel kommen Weißhaupt und Kehl oder El Kadiri. Darmstadt spielt viele Pässe in die Tiefe – 1,6 pro Spiel sind der drittbeste Wert der Liga –, kommt aber auf die wenigsten Schüsse.
Schlüssel: einfache Fehler im Aufbau vermeiden und bei Standards die Kopfballstärke von Vukotić und Pfeiffer nutzen.
Marcel Rapp ließ in Hannover mit Viererkette spielen: Pyrka, Nemeth, Lars Ritzka und Oppie vor Ben Voll, davor Eric Smith als alleiniger Sechser. Connor Metcalfe, Mathias Rasmussen und Joel Chima Fujita bilden die Reihe dahinter, vorne stürmen Ceesay und Youssoupha Niang. Rapp hat dieselbe Gruppe wie in der Vorwoche zur Verfügung und erwartet ein körperlich intensives Spiel: Er warnt vor der Darmstädter Physis, vor Vukotić und vor den Standards der Lilien.
Schlüssel: geduldig bleiben, Darmstädter Ballverluste schnell bestrafen und über Pyrka und Oppie flanken – nur zwei Teams der Liga trafen öfter per Kopf als St. Pauli.
| Datum | Partie | Ergebnis | Sieger |
|---|---|---|---|
| 05/2023 | Darmstadt – St. Pauli | 0:3 | St. Pauli |
| 10/2022 | St. Pauli – Darmstadt | 1:1 | Remis |
| 04/2022 | St. Pauli – Darmstadt | 1:2 | Darmstadt |
| 11/2021 | Darmstadt – St. Pauli | 4:0 | Darmstadt |
| 02/2021 | St. Pauli – Darmstadt | 3:2 | St. Pauli |
Das letzte Duell liegt dreieinhalb Jahre zurück. Im Mai 2023 gewann St. Pauli 3:0 am Böllenfalltor, es war der erste Auswärtssieg dort im zwölften Anlauf. Am Ende jener Saison stieg Darmstadt in die Bundesliga auf, St. Pauli folgte ein Jahr später. In den letzten fünf Duellen fielen im Schnitt 3,4 Tore, zweimal waren es vier oder mehr. Für die aktuelle Wette hat das nur begrenzte Aussagekraft, denn beide Trainer waren damals noch nicht bei ihren heutigen Klubs. Weitere Zahlen zum Duell zeigt unsere Statistik-Seite Darmstadt gegen St. Pauli.
Beide Elfen sind Prognosen, die offiziellen Aufstellungen folgen rund 60 Minuten vor dem Anpfiff. Bei Darmstadt deutete Kohfeldt nach dem 0:4 Wechsel an: Lance Duijvestijn und Milan Smit, die in Karlsruhe begannen, droht die Bank, für die rechte Seite kommen Kehl oder El Kadiri infrage. Bei St. Pauli stand genau diese Elf bereits in Hannover auf dem Platz.
Quoten-Stand: 22.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Für die Wette sprechen die Profile beider Teams. St. Pauli hat in acht Ligaspielen nie mehr als zwei Tore erzielt und lässt mit 1,24 erwarteten Gegentoren pro Spiel wenig zu. Darmstadt kassierte zu Hause in vier Spielen fünf Gegentore, nie mehr als zwei in einer Partie, und gibt selbst die wenigsten Schüsse der Liga ab. Nach dem 0:4 in Karlsruhe dürfte Kohfeldt zuerst an der Stabilität arbeiten, St. Pauli wiederum gewinnt seine Spiele bisher eher knapp als deutlich.
Der wichtigste Einwand ist Darmstadts Abwehr. In vier der acht Darmstädter Spiele fielen mindestens vier Tore, darunter das 2:2 gegen Kiel und das 3:1 gegen Cottbus am Böllenfalltor. Auch St. Pauli spielte auswärts zweimal 2:2. Und der direkte Vergleich war zuletzt torreich: Im Schnitt der letzten fünf Duelle fielen 3,4 Tore.
Zur Quote: 1,50 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 66,7 Prozent. Unsere eigene Berechnung sieht Unter 3,5 Tore bei rund 73 Prozent, fair wäre damit ein Kurs um 1,37. Der Markt rechnet mit etwas mehr Toren und kommt umgerechnet auf etwa 67 Prozent – die 1,50 entsprechen also ziemlich genau dem Marktpreis. Den Vorteil sehen wir nur in unserer eigenen Berechnung, nicht im Quotenvergleich. Mehr Quote gäbe es bei Unter 2,5 Tore, das wir bei 51 Prozent sehen und das entsprechend mehr Risiko trägt. Als Torlinie mit einer Quote unter 1,70 stufen wir den Tipp mit niedrigem Risiko ein.
Quote: 1,50 · Prognose: 0:1 · Risiko: niedrig
Wie Torwetten funktionieren, erklärt unser Wettlexikon zur Über/Unter-Wette. Ob beide Mannschaften treffen, ist ein eigener Markt, erklärt im Eintrag Beide Teams treffen. Kombinationsideen gibt es bei den Fußball-Kombiwetten.
18+ | Glücksspiel kann süchtig machen | Hilfe unter buwei.de | AGB der Anbieter gelten
Für Darmstadt folgt am Dienstag die 2. Runde im DFB-Pokal in Elversberg, am 31. Oktober kommt Magdeburg, danach geht es nach Nürnberg. Bis Platz neun fehlen den Lilien nur zwei Punkte, ein Heimsieg würde die Lage sofort entspannen. St. Pauli hat bis zum Heimspiel gegen Nürnberg am 1. November eine volle Trainingswoche und könnte mit dem ersten Auswärtssieg der Saison an die oberen Plätze heranrücken. Wer in der Liga am häufigsten trifft, zeigt die Torschützenliste der 2. Bundesliga.