Autor: Redaktion buli-tipphilfe.de · Stand: 24.10.2026 · Quoten können sich ändern
Zweiter gegen Vierter, zwei Traditionsklubs mit zusammen 13 deutschen Meisterschaften und ein ausverkauftes Achteck am Samstagabend: Der 1. FC Nürnberg empfängt im Topspiel des 9. Spieltags den 1. FC Kaiserslautern. Der Club ist nach acht Spieltagen mit 18 Punkten und 21:11 Toren noch ungeschlagen, die Roten Teufel folgen mit 15 Zählern und der besten Defensive der Liga: nur vier Gegentore, sechs Spiele zu null.
Über der Partie liegt ein Schatten. Nürnbergs Torjäger Mohamed Ali Zoma, mit sieben Treffern bester Schütze der 2. Bundesliga, hat sich beim 1:1 in Cottbus die Schulter ausgekugelt, musste operiert werden und fehlt mindestens bis zur Winterpause. Gleichzeitig trifft Miroslav Klose auf den Klub, bei dem seine Profikarriere begann und gegen den er als Trainer noch nie verloren hat.
Unsere Ergebnis-Prognose lautet 1:0 für den 1. FC Nürnberg. Wir spielen den Heimsieg des Clubs zur Quote 1,90: Nürnberg hat in jedem Saisonspiel getroffen, Kaiserslautern lässt kaum etwas zu, schießt aber selbst nur ein Tor pro Partie. Das spricht für ein enges Spiel mit wenig Toren und einem knappen Sieger.
Weitere Analysen gibt es in unseren 2. Bundesliga Tipps, den aktuellen Stand in der Tabelle der 2. Bundesliga.
Nürnberg traf in allen acht Ligaspielen, blieb aber nur zweimal ohne Gegentor. Kaiserslautern spielte sechsmal zu null, ging dafür viermal selbst leer aus. Ein Duell zwischen der zweitbesten Offensive und der stabilsten Abwehr der Liga.
Prognose (90 Min.) 1:0 · zur Begründung ↓
Sieg Nürnberg @ 1,90 setzenQuoten-Stand: 24.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Anpfiff ist am Samstag um 20:30 Uhr, das Max-Morlock-Stadion ist ausverkauft. Aus der Pfalz reisen mehr als 5.000 Anhänger an. Sky zeigt das Topspiel auf Sky Sport Bundesliga 2 und im Stream bei WOW, im Free-TV läuft die Partie bei Nitro und im Livestream bei RTL+. Kommentator ist Marco Hagemann. Geleitet wird die Begegnung von Dr. Max Burda, an den Linien assistieren Julius Martenstein und Christoph Kluge, im Kölner Keller sitzt Günter Perl. Für den Abend sind in Nürnberg rund 7 Grad, viele Wolken und leichte Regenschauer angekündigt.
Sportlich ist es das Duell zweier Aufstiegskandidaten mit völlig unterschiedlichem Profil. Nürnberg kommt auf 21 Saisontore, nur Wolfsburg traf häufiger. Der Club lässt aber auch Chancen zu: Die erwarteten Gegentore liegen bei 1,74 pro Spiel. Kaiserslautern ist das genaue Gegenteil. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht hat ligaweit erst fünf Großchancen zugelassen und kassierte in acht Spielen vier Tore. Mit einem Sieg könnte der FCK nach Punkten zum Club aufschließen.
Die Quoten sehen Nürnberg vorn. Im Vergleich von acht Anbietern liegt der Heimsieg zwischen 1,97 und 2,09, das Remis um 3,80, ein Auswärtssieg zwischen 3,20 und 3,50. Ohne Buchmachermarge ergibt das rund 47 Prozent für Nürnberg, 25 Prozent für das Remis und 28 Prozent für Kaiserslautern.
Am Freitagabend in der Lausitz erwischte der Club einen schweren Abend. Cottbus drückte von Beginn an, Jan Reichert verhinderte früh einen Rückstand. In der 6. Minute landete Zoma nach einem Zweikampf auf der linken Schulter, nach einer halben Stunde ging es nicht mehr weiter, William Bøving kam. Kurz danach traf Tim Janisch den Pfosten. Nach der Pause schloss Justin Butler einen Konter zum 1:0 ab (55.). Piet Scobel scheiterte an der Latte und an Torhüter Lotka, ehe Styopa Mkrtchyan nach einem abgefälschten Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 traf (79.). Klose nannte das Spiel danach ausgeglichen und räumte ein, dass seine Elf erst nach dem Ausgleich richtig Fußball gespielt habe.
Auf dem Betzenberg reichte dem FCK eine konzentrierte Abwehrleistung und große Effizienz. Ibrahim Kanaté sprintete über links und legte quer, Milos Lukovic traf bei seinem ersten Einsatz für die Pfälzer zum 1:0 (31.). Bochum hatte mehr Ballbesitz, kam aber kaum in den Strafraum. In der zweiten Halbzeit verwandelte Semih Şahin einen umstrittenen Elfmeter nach einem Luftduell zwischen Patiño und Jan Elvedi zum 2:0. Die einzige Bochumer Großchance kam erst kurz vor Schluss. Elvedi führte die Mannschaft erstmals von Beginn an als Kapitän aufs Feld, Lieberknecht feierte sein 500. Zweitligaspiel als Spieler und Trainer.
Fünf Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage: Der Club ist neben Hertha das einzige ungeschlagene Team der Liga. Zuletzt holte Nürnberg aber zweimal in Folge nur einen Punkt, beim 4:4 gegen Wolfsburg nach 0:2-Rückstand zur Pause und beim 1:1 in Cottbus. Die Offensive ist die Stärke: Nürnberg verwertet 52 Prozent seiner Großchancen, der zweitbeste Wert der Liga, und kommt auf 29,2 Ballkontakte pro Spiel im gegnerischen Strafraum. Die Kehrseite sind elf Gegentore und nur zwei Spiele zu null.
Ungeschlagen, in jedem Spiel getroffen, starke Chancenverwertung.
Zoma und Becker fehlen, zuletzt zwei schwache erste Halbzeiten.
Vier Siege, drei Remis, eine Niederlage – und eine Defensive, die die Liga dominiert. Vier Gegentore in acht Spielen, sechsmal zu null, zu Hause noch ganz ohne Gegentreffer. Ligaweit hat kein Team weniger Großchancen zugelassen, nämlich erst fünf. Nach vorne hakt es dagegen: Acht Tore sind wenig für einen Aufstiegskandidaten, nur 25 Prozent der eigenen Großchancen landen im Netz. In vier Ligaspielen blieb der FCK ohne eigenen Treffer, darunter die beiden Topspiele gegen Wolfsburg und den KSC, die jeweils 0:0 endeten.
Beste Abwehr der Liga, drei Spiele ohne Gegentor, eingespielte Elf.
Nur 1,0 Tore pro Spiel, schwache Verwertung, Prtajin erst vor dem Comeback.
| Platz | Verein | Sp | Tore | Pkt |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Hertha BSC | 8 | 19:8 | 22 |
| 2. | 1. FC Nürnberg | 8 | 21:11 | 18 |
| 3. | VfL Wolfsburg | 8 | 22:13 | 15 |
| 4. | 1. FC Kaiserslautern | 8 | 8:4 | 15 |
| 5. | 1. FC Heidenheim | 8 | 15:15 | 14 |
Wolfsburg spielte am Freitag 1:1 in Bochum. Die komplette Übersicht steht in der Tabelle der 2. Bundesliga.
Nürnbergs bisher bester Torschütze Mohamed Ali Zoma (7 Tore, 4,70 erwartete Tore) fehlt nach seiner Schulteroperation bis mindestens zur Winterpause. Beim FCK könnte Stürmer Ivan Prtajin nach acht Monaten Verletzungspause als Joker zurückkehren.
Miroslav Klose wird am bewährten 4-2-3-1 festhalten. Vor Torwart Jan Reichert dürften Viererkette und die Doppelsechs Markhiev und Javier Fernández unverändert beginnen. Umbauen muss Klose davor: Nach Beckers Ausfall bleibt Julian Justvan auf der Zehn, rechts beginnt voraussichtlich Rayan Ghrieb. Links dürfte die Mainzer Leihgabe William Bøving die Zoma-Rolle übernehmen, Rafael Lubach ist die Alternative. Klose verwies auf der Pressekonferenz auf Spieler mit anderen Qualitäten, die dem Gegner ebenfalls wehtun könnten.
Schlüssel: schnell und kontrolliert in den Strafraum kommen, die Flügel mit Porstner und Janisch hinterlaufen und die Konter über Kanaté früh unterbinden.
Torsten Lieberknecht dürfte nach dem 2:0 gegen Bochum kaum etwas ändern. In der Dreierkette überzeugte Alex Murphy als Vertreter von Jacob Rasmussen, der nun wieder fit ist, aber zunächst auf der Bank bleiben könnte. Lukovic dürfte nach seinem Debüt-Tor wieder beginnen, hinter Ibrahim Kanaté als vorderster Spitze. Prtajin und Kapitän Marlon Ritter sind Kandidaten für die zweite Halbzeit. Lieberknecht erwartet eine brutale Intensität und betonte, sein Team wolle stabil auftreten und stabil punkten.
Schlüssel: das Zentrum zustellen, Nürnbergs Strafraumpräsenz begrenzen und mit Şahin und Kanaté die Räume hinter den aufrückenden Außenverteidigern nutzen.
All-time: 77 Pflichtspiele, davon 28 Siege für Nürnberg, 31 für Kaiserslautern und 18 Unentschieden. Historisch hat der FCK also leicht die Nase vorn. Die Pointe der jüngeren Vergangenheit: Der Club hat keines der letzten fünf Duelle verloren, und Klose blieb als Trainer gegen seinen Ex-Verein bislang ungeschlagen.
Für den verletzten Zoma rückt links voraussichtlich William Bøving in die Offensivreihe, Alternative ist Rafael Lubach. Beim FCK entscheidet sich erst kurz vor Anpfiff, ob Rasmussen für Murphy in die Dreierkette zurückkehrt.
Quoten-Stand: 24.10.2026 · können sich ändern · 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen
Die Zahlen stützen den Tipp: Nürnberg hat in allen acht Saisonspielen getroffen, ist zu Hause ungeschlagen und hat keines der letzten fünf Duelle mit dem FCK verloren. Kaiserslautern verteidigt zwar stark, braucht für ein eigenes Tor aber viel. Unsere Rechnung sieht den Heimsieg bei 48 Prozent, das Remis bei 26 und den Auswärtssieg ebenfalls bei 26 Prozent. Mit 1,58 zu 1,10 erwarteten Toren ist das 1:1 das häufigste Einzelergebnis, das 1:0 folgt knapp dahinter und ist das wahrscheinlichste Ergebnis mit Nürnberger Sieg.
Der wichtigste Gegenpunkt ist der Zoma-Ausfall. Ohne seinen Torjäger hat Nürnberg in Cottbus lange gebraucht, um Chancen zu erspielen. Gegen eine Abwehr, die in acht Spielen erst fünf Großchancen zugelassen hat, wird das nicht leichter. Kaiserslautern ist zudem abgezockt genug, um ein 0:0 oder ein Konter-1:0 mitzunehmen. Dazu kommt die Quote: 1,90 liegt unter dem Marktschnitt von rund 2,00, fair wäre nach unserer Rechnung etwa 2,08. Der Tipp ist also knapp kalkuliert, ein Quotenvergleich lohnt sich. Das Risiko bleibt mittel.
Quote: 1,90 · Prognose: 1:0 · Risiko: mittel
Wer vorsichtiger spielen will, nimmt die Doppelte Chance 1X. Weitere Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Partien des Spieltags gibt es bei unseren Fußball-Kombiwetten.
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Für beide geht es danach im DFB-Pokal weiter: Nürnberg gastiert am Mittwoch, 28.10., bei Bayer Leverkusen, Kaiserslautern spielt am selben Abend in Hannover. In der Liga reist der Club am Sonntag, 01.11., zum FC St. Pauli, der FCK empfängt am Samstag, 31.10., Tabellenführer Hertha BSC. Nürnberg muss die Zeit bis zur Winterpause ohne Zoma überbrücken und will den Abstand auf die Verfolger halten. Kaiserslautern könnte mit einem Sieg im Max-Morlock-Stadion nach Punkten aufschließen und sich endgültig als Aufstiegskandidat festsetzen.